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Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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2013
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Varotari-

alle dies aus der ehemaligen Brüßler-Gallerie *);dann die schon genannte Hochzeit zu Cana, vonM- Desbois; St. Barnabas in den Wolken;unten mehrere Heilige, aus der Kirche des ge-dachten Heiligen zu Venedig, von Louisa; eineNonne, wieder von Troycn; endlich das Brust-bild der jungen Frau, mit gekräuselten Haaren(wohl das Bild aus Wien) von W. Hollar (i 6 -j 5 .)selten.

* varotari (Clara), des gleich ff. DarmsTochter. Nebst dem Ruhm einer geschickten Bild-nißmalerin (ihr eigenes steht in der Galerie zuFlorenz) gebührt ihr der noch schönere, daß sie,von ihrem Bruder Alexander unzertrennlich, den-selben bis an seinen Tod gepflegt und gewartethabe. Fiorillo II. i 34 - Sie selbst lebte noch1660. Nach Einigen soll sie auch Schülerinnen(wie z. B. Catharina Taraboti und Lucia Sca-ligeri) gezogen haben. Lanzt (Lä. ter?.) III.126 -'26.

* — — (Darms), der Vater. VDatelerläßt ihn nicht von dem Patrizier-Geschlecht va-rioburg aus Straßburg. sondern (wahrscheinlichdem artigen, nach Frankreich verpflanzten Künst-ler weprorrer zu lieb) aus des letzter» Familievvn Augsburg stammen. Wie dem immer seynmag, so nennt ihn Lanzi (L6. tsr?.) III. 22-4—25 . den Grundstein der neuern VenezianischenSchule, die vornehmlich zu Verona ihre Stützehatte. Anfänglich Schüler von Paul Caliari **),bildete er sich, im Verfolge, wohl sicher nachandern Mustern; seine Zeichnung war reiner,als die gewöhnliche der Veroneser; etwas schüch-tern (wie einst die bessern Quatrocentisten, wennsie sich von der Trockenheit ihrer Vorgänger ent-fernen wollten). So in seinen Bildern in St.Egidio zu Padua. Späterhin suchte er bannfreylich wieder, bald Caliari, bald selbst Titianin der Zeichnung, zumal in den Köpfen nach-zuahmen. Dagegen ist sein zwar harmoniösesund wahres Colorit nicht das schöne und kräf-tige der Venetianischen Schule. Er arbeitete zuVenedig, Padua und in den Polesinen; dochüberhaupt eben nicht sehr Vieles. Venedig hatvon ihm in der Kirche St. Barnabas ein Bild,welches diesen, nebst andern HH. darstellt. Ge-stochen findet sich dasselbe in der Sammlungdes Louisa, von A. Zucchi. Don ihm besitzt inDeutschland die einzige Gallerie zu Dresdeneine Judith mit dem Haupt des Holofernes,und Cleopatra mit der Natter, beydes Kniee-stücke. Diesen einzigen varotari, nebst seinerTochter sslara, kennt nun, wie gesagt, auchwarelcr, und spricht von ihm, wie folgt: „Leb-haft und fruchtbar in seinen Erfindungen setzteer gut zusammen, und gruppirte schön. SeineZeichnung war ein wenig rund und nicht sehrrichtig, die Köpfe schön, nämlich von Venetia-nischer Art. Er malte gut, hatte im Allgemeineneinen hübschen Farbenkon, und wußte großeSchatten- und Lichtmaßen anzubringen; man be-schuldigt ihn, daß er oft mit einem allzu fließen-den (trop fonllu) Pinsel gearbeitet habe". Vonihm, als Baumeister, nennt Milizia (Lä. ters.)II. 64. eine Villa für die HH. Moncenigi zuDolo, ein Casino für den berühmten ArztAcqua-pendente, an der Drenta, und das graziöseMantecchia de' Caodelista, unweit Praglia undPadua. Dort wird auch das von ihm erlebteWunder mit weiblichem Spott erzählt. Gesto-chen nach ihm hat A. Zucchi (schön) St. Bar-rabas in de» Wolken, unten etliche Heilige,nach jenem Bild in der Kirche dieses Namenszu Venedig, was Andere, wie wir glauben irrig,

Vasanzio. 201z

seinem Sohn Alexander zuschreiben. Darin«starb (nach Brandolese) 5 /. I. alt. Sein Bild-nis' findet sich gestochen in dem Werke des Ri-dolfi, seines Neffen.

varotari (Darius) der jüngere, des Ale-xanders Sohn und Schüler, welcher im Lex.am Schlüsse des Act. Darius des altern er-scheint, blühete um 1660. Derselbe war Arzt,Dichter, Maler und Kupfcretzer. In der: Orta<lel nnviA-ar erscheint er zwar als bloßer Dilet-tante, der aber doch schöne Bildnisse in Gior-gione's Geschmack gearbeitet habe. Don ihmgestochen kennen wir einzig das Bildniß des Rit-ters Vinc. Gussoni, nach F. Nuschi.

* va roren, ein verdorbener Name für

Veirorrer.

varotti (Anton), ein Maler, dessen selbst-gemaltes Bildniß sich um 1780. auf dem SchlosseLeopoldskron bey Salzburg, in der Sammlungsolcher Bildnisse bey dem Grafen Firmian befand.

— — (G. M ). Der Birkenstocksche Gant-katalog (Wien 1710.) rubrjzirt (unter der italie,nischen Schule) von einem solchen zwey inschwarzer Kreide gezeichnete, mit Weiß gehöhte,schöne akademische Zeichnungen.

----- (Peter Paul und Joseph). Nach Jo-seph hat Berardi in Wagners Verlage zu Vene-dig ein von lctzkerm durchsehenes (bey Bran-des schön genanntes) Blakt: Jakob ganz Feuerfür Rahel, und ganz Eis für Lea, in 5 . Figurengestochen Dann Ebenderselbe: Jupiter,

der dem Merkur den Unglücksapfel für Parisüberreicht, und als Pendant das berühmte Ur-theil des letztem.

varri, vielleicht varp (P.) Nach einemKünstler dieses Namens, der um 1670. geblühet,kennt man Bildnisse. So z. B. der Gemahlindes Herzogs Carl von Elboeuf, Catharina H-n-riekte, von I. Frosne; und Phil. Goibaull's,Herrn du Bojs, von N. Pitau, und nachhervon Pinssio copirt für Odjeuvre.

* varroso, s. Barroso im Lex.

varseiner ( ). Von einem solchen ge-

stochen kennt man ein Bildniß des Malers Sa-muel Bernard, ohne weitem uns bekannten Na-men, als des Stechers.

* varr (Johann van der), s. vaart im Lex.und oben.

* vas. (Abkürzung des Namens vasari) aufKupferstichen.

* va falls, s. unten vassallo. Im Lex. ister, ebenfalls irrig geschrieben, doch an der rech-ten Stelle eingetragen.

* vasanzio (Johann),derFlammänderge-nannt, welcher im Lex. «. v. Sanzio, hintenan dem Art. von Joh. Sanzio, Naphaels Va-ter, erscheint. Von ihm als Baumeister nenntMilizia (L<I. tsrs.) II. 160. die Facade von St.Sebastian zu Rom, mit einem Portikus von Dop-pelsaulen, eben nicht sehr glücklich. Dann hatteer Antheil an der Villa Mandragone zu Frascati;hauptsächlich aber war er, wie schon das Lex.bemerkt, der eigentliche Baumeister der berühm-ten Dill« Pinciana für den Kardinal Scipio Borg-hese, deren ganzes Aeußere so sehr mit Basreliefsund Statüen überladen ist, daß man gar wohlerkennt, der Urheber dieser .Baute sey früherhinein Ebeniste gewesen.

N) Wo jetzt, da wir oben gesehen, daß der Wiener-Galerle-Katalog nur dreye nennt?

»2) Andre nennen ihn vielmehr dessen Mitschüler (bey Badile oder Carott!?).

U^re machen daraus zwey Blätter, wovon das erste Berardi, das zweyte aber Wagner selber gestochenhabe.