202Z Vauthier oder Vautier.
Zeichner des Blatts/ mit: lombeaux rubrizirt,das sich im Lours ülstorlque st elemeritsirsvon Godefroi gectzt, und von Niquet vollendet,befindet.
Vauthier oder Vautier ( ). So er-
scheint auch im gleich vorgenannten Almanachvon 180Z. ein damals zu Paris lebender Ge-mäldehändler. Der Almanach von i8n. hinge-gen nennt diesen nicht mehr.
— — ( ). So heißt auch irgendwo
einer dieses Geschlechts, der eine Landschaft miteiner Fähre von van Goyen, nach der Zeichnungvon Bocquet gestochen habe, und aber wahr-scheinlich mit obigem M. vauthier Einerund derselbe ist,
— — ( ). Ein solcher endlich (doch wahr-
scheinlich einer der obigen) zeichnete für die Ste-cher der Oalerle completts äu Nusöe Na-poleon.
vautier (D.) ein Maler, nach dem, wie esirgendwo heißt, S. Gribelin das Bildniß Willi-ams, Herzogs von Devonshire gestochen hat.
vautrain ( ), ein Architekt, s. lAuirot
in künftigen Nachtragen.
Vaurviller. So mag bisweilen Deque-vauviller in irriger Schreibart vorkommen. .
vaux (P. de), ein französischer Ingenieurum die Mitte des XVIII. Jahrhunderts.
— (Theresia de), ist aus Versehen schonim Lex. u. diesen Supplementen unter Devauxaufgeführt.
* — — s. auch Devaux und vau im Lex.und hier.
vauzelard, s. oben vaugelard.
Vauzelle ( ). Ein solcher erscheint in
beyden oft erwähnten Almanachs, unter der Ru-brick der zu Paris lebenden Landschafts-Marinen-und Architektur-Maler. Ohne Zweifel derselbe,welcher noch auf dem Salon 1817. einen Auftrittaus der Rittergeschichte der Mauren von Grenada(ls Nasaore «Iss AbenosrraAss), dann die Ansichtder Seitenthüre der Kirche St. Ouen zu Rouen,eine andere eines gothischen Pallastes daselbst(woher der Künstler vielleicht gebürtig ist), undeine dritte, des Bincenner - Grabens ausgestellthatte.
vaxcillere auch vaxsillere ( ), hat
zu des G- Danet I'^rt äss armes. ?ans 1766.80 . sowohl den Verfasser, als das allegorischeTitclkupfer und die vielen Blätter zum Werkeüberhaupt gezeichnet. Alles dieß hatL. G. Tara-val gestochen und radirt.
* vapmer (Heinrich). Nach Lanzi V. 33 g.Johann Heinrich, und nicht ein Deutscher, son-dern ein Genueser, (a. ü. irrig Genfer, dessenVater aus Kiel herstammte) geb. 1665. und gest.1708. »Derselbe" (heißt es dort) „wurde drey-mal nach Turin berufen, um den König unddessen Familie zu malen. Man wollte ihn hierunter den schönsten Verheißungen zurückbehalten,was er aber immer beharrlich ausschlug". ZuGenua kennt man von ihm nicht bloß Bildnisse,sondern auch Altarblätter. Kattr. Dort findetsich sein Bildniß von R. Ghelli gezeichnet, undvon Perini gestochen.
vaysand ( ). Von einem solchen gesto-
chen kennt man die vier Jahrszeiten nach C. Huet.
vaysse (Rosalie), geb. le Brun. So heißtbey Fiorillo UI. 622. (um i 8 u 5 .) eine vorzüg-liche Miniaturmalerin, Schülerin von Jsabey,
'!') ^rte ä« 1a xintul'L x. 4-rr.
Vazquez oder Vasquez.
welche in dem Almanach des BeauxsArts 180Z.noch als Madmois. Lebrun, aber in dem Alma-nach de Commerce 1811. unter den zu Paris leben-den Künstlern nirgends mehr erscheint.
vazqu'ez oder Vasquez (Alonso), einvorzüglicher Spanischer Maler des XVI. Jahr-hunderts, der von i 5 i 4 —18. nebst etlichen An-dern auch mit seinen Miniaturen^ das überausprächtige Missale des Kardinals Cisneros zierte,welches noch gegenwärtig bey der Cathedrale zuToledo,aufbewahrt wird. Fiorillo IV. 87.
*— — --- Ein anderer, neuerer Spa-
nischer Künstler gleichen Namens aus RondLbesuchte die Schule des Antonio Arfian zu Se-villa, und malte in seiner Jugend viele Sargas-tapeten , wodurch er sich eine »«gemeine Fertig-keit in der Führung des Pinsels erwarb. Inder Folge scheint er die Werke des L. de Vargas,oder, was noch wahrscheinlicher ist, die Fresko-malereyen des Cesar Arbafla und Pablo de Ce-spedes zu Cordova studiert zu haben, da seineBilder eine richtige Zeichnung und eine gewisseGroßheit besitzen. Da er sich einen berühmtenNamen machte, so wurde er im Jahr 1698. miteinigen andern geschickten Meistern erwählt, umdas Trauergerüste und die Feyerlichkeiten anzu-ordnen , die man zu Sevilla nach dem TodePhilipp's II. veranstaltete. Das Altarblatt desheil. Jsidor von ihm, das Palomino erwähnt,hat nie existirt; und das Alfresko im Klosterdes heil. Franziscus zu Sevilla ist, durch dieBilder des Domingo Martine; verdrängt, pa-checo *) lobt einen Lazarus von ihm, der amTische des Reichen bettelt und im Pallast desHerzogs von Alcala aufbewahrt wurde; alleinsein Meisterstück bleibt das große Gemälde imKreuzgang des Klosters von la Merced caljada,das er wetteifernd mit Pacheco ausgeführt hat,und eine Scene aus der Legende des heil. Namondarstellt. Ein anders köstliches Bild sieht manin der Sacristey des erwähnten Klosters, daseinige halbe Figuren, nämlich die Magdalena,den todten Christus mit der heil. Jungfrau, denheil. Johannes und den heil. Franziscus vonÄssissi, der von einem Engel unterstützt wird,enthält. Alonso besaß liebendem gründliche ana-tomische Kenntnisse und ein großes Talent, Blu-men,, Früchte und andre Beywerke, vorzüglichGewänder von Sammt täuschend darzustellen.Er starb, wie Palomino versichert, im I. i 65 o.in einem Alter von ein und stebenzig Jahren;wahrscheinlich aber noch früher, und zwar vorder Erscheinung der ersten Ausgabe des pacheco,die im I. 1649. aus Licht gestellt wurde. Lio-rillo IV. 142—43. S. diesen zweyten jüngernAlonso vazquez im Lex. s. v. vasquez, woindessen sein Todesjahr zwar ebenfalls in i 65 o.seine Lebenszeit aber um ro. Jahre kürzer ange-geben wird.
— — (Amarus und Augustin). Zwey andereSpanische Künstler dieses Geschlechts, zu Enddes XVI. Jahrhunderts, die sich, nebst vielenandern ihrer Kunstgenvssen beschäftigten, die Kunst-werke in der Kathedrale zu Sevilla auszubessern.Fiorillo IV. i 38 .
— — (Hieronymus) ein Spanischer Bild-hauer aus ValladoUd, von dem uns aber nichtsweiter bekannt ist, als daß er von dem berühm-ten (Maler) C. Becerra (St. 1070.) den erstenUnterricht in der Kunst erhielt. Fiorillo IV. ,08.
— -- (Johann Baptist«), ein talentvollerSpanischer Bildhauer undMaler von Sevilla, der inder ersten Hälfte des XVII. Jahrh, blühete, unddessen Werke größtenteils in seiner Vaterstadtangetroffen werden. Fiorillo IV. 119.