Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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2023
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Vazquez oder Vasquez.

vazquez oder v asquez (I.). Ein Spa-nischer Kupferstecher zu Madrid. Von ihm kenntman das allegorische Titelkupfer zu des Cosmo-graphen Dargas (180Z.) dort erschienenen Schrift:Lnlau2s sei Lomerelo <is Lsxanns.

— — ( ), ein alter Portugiestscher Ma-

ler , von dem man ein Bild über dem Altar desH. Sebastian in der Parochialkirche von St. Lucade Darrameda bewundert, das die Marter jenesHeiligen darstellt und folgende Unterschrift führt:

(.usitanus tunc incipiebam. Knno1862. Auch steht man in der Kirche daselbst eineAbnehmung von. Kreuz, die ihm mit Recht zu-geschrieben wird, Fiorillo IV. c> 3 .

Ubaldr (Guido Baldode). Von einem sol-chen fuhrt Scheibe!'« Einleirung zur ma-thematischen Bücherkennrniß St. 10. S. 45 i.eine Perspective an: L 7 öa/L e lVisrchlo-

rilbus lVIont'. psrspectivrs hibri VI. kisauri,welche 1600. fol. erschien. Mehreres über ihnwird I. 0. St. ,8. S. 46 . ff. beygebracht.

* Ubaldini (Franz), s. bald unten FranzUbertmi.

* — — (Petruccio), ein alter Florentini-

scher Künstler, vielleicht der nämliche, den dasLex. Derer pau! Ubaldmi, und einen Römernennt. Nach Fiorillo V. 207. hatte indessenunser perxuccio vornehmlich in der Miniatur-malerey viel geleistet, und einige Handschriftenauf Pergament mit vortrefflichen Bildern hinter-lassen. Walpole *) gedenkt eines Manuskriptsder Psalmen mit prächtigen Miniaturen und fol-gender Inschrift: /Ärucrio sslorsn-

tinus Ilsnricv Lomiti Kruncielice lVlssosristisuo scribebst Donöini. DlObXV. Wahrschein-lich stand perrucclo bey Hofe und vorzüglichbey der Königin Elisabeth in Ansehen, weil eroft unter denjenigen, die von ihr am Neujahrs-tage beschenkt wurden, erwähnt wird. Von denStatuen, welche C.BIoemaert nach der Zeichnungdes perev Paul des Lex. gestochen hat, nennteine unserer Quellen den Herkules Capitolinus,und einen Heros Aventinus. Eben so heißt esirgendwo, daß er, unter I. von Sandrart, fürdas Justinianische Galeriewerk gearbeitet habe.

* Ubelesqui oder Ubielesqui, auchUbeleschi (Alexander), gewöhnlich bloß Ale-xander genannt. Nach ihm gestochen kennt man:Den durch Schiffbruch an die Insel Maltha ge-worfenen St. Paul, und einen Hieronymus Pres-byter, jenen von I. Mariette, letzter» wenigstensin dessen Verlage. Dann Merkur, welcher dasKind Bacchus, auf Jupiters Befehl, den Nym-phen zur Erziehung bringt; dies ein schön ge-nanntes Blatt, von Franz de Poilly. LramseL.

Über ( ). So hieß ein Landbau-Control-

leur im Würtembergischen um 1799. Sraars-und Adreßhandbuch des Schwäbischen Grei-ses. 8°. Ulm 1799. I. S. rZZ.

* Uberri (Dominicus). Lanzi (Lä. ter2.)III. 286. nennt ihn bloß als Bildnißmaler undmittelmäßig in seiner Gattung.

* — — (Peter), welcher im Lex. unter demArt. seines ebengenannten Vaters Dominisuserscheint, blühete um 1728. , Ein St. Philippvon ibm, den ein Soldat schlagt, in der KircheSr. Jtac (Eustachio) zu Venedig, heißt bey Lo-cht» III. 124. »ein schlechtes Bild". DerGuidavon Zanerrt nennt ihn einen berühmten Bildniß-maler, der z. B. diejenigen der sechs damaligenAvpgarden seiner Republik gefertigt habe, eine

Ucello. 202z

Ehre , welche auch in frühern Tagen nur dengeschicktesten Künstlern in dieser Gattung zu Theilwurde. Lanzi, (L-j. ters.) III. 286. Nachihm gestochen haben I. M. Pitteri das Bilvnißvon Macc Gradenigo, Nosetti des Odoardo Far-nes-, I. A. Faldoni, I. M. della Via und B.Crwellari, alle dreye des Doge, Ritters Aloys. Pi-sano, und wieder Faldoni des Procuratorö vonSt. Marco, Johann Ems.

* Überri, s. auch im Lex. und gleich unten:Uberttnl.

* Ubertini oder Ubecti (Baccio, Franzund Anton), Gebrüder, von Florenz. Lanzt (Lä.tsrr.) I. 80. nennt Baccio einen großen Cho-risten. Von seinem Bruder Franz, mit demBeynamen Bacchl'acca, der noch in 1557. er-scheint, nennt er, in St. Lorenz zu Florenz, eineMarter von St. Arcadius, ebenfalls in kleinenFiguren, wie er sonst gewöhnlich ganz Anderes,dessen schon das Lex. gedenkt, darzustellen pflegte,und fügt dann hinzu, tckß überhaupt sein Stylschon den modernen Geschmack an sich trug,und daher seine Bilder häufig nach Englandgingen. Für den Herzog Cosmus malte er aller-ley artige Geschichtgen zu Tapeten, Bettdecken,n. s. f. die dann der dritte dieser Bruder Antonzu sticken pflegte, in welcher Kunst derselbe, auchnach varchi's Zeugniß, sehr erfahren war (I. c.172.). Nach einer andern Stelle (l. c. IV. 221.)müßte er für dies sein Geschicke auch zu Mai-land bekannt gewesen seyn. Von Franz scheintübrigens der H. von Männlich mehr Kundeals Lanzi zu haben, und bemerkt nämlich überihn: „Anfänglich suchte er den Styl seinesFreundes A. del Sarto nachzubilden, ward aberspäterhin ein Nachahmer Albrecht Dürers, wasseinen Bildern, besonders»im Faltenschlag, denCharakter der deutschen Schnle gab. Seine klei-nen Gemälde sind mit dem größten Fleiß ausge-führt, und namentlich die Thiere von bessern»Geschmack (?), als sie gewöhnlich in Bildern sei-ner Zeit erscheinen. Auch in Verzierungen warer sehr geübt, und machte die Zeichnungen fürseinen Bruder, den Kunststicker Anron, u. a. Ar-beiten dieser Gattung. Dies wird man auch inseinen Gemälden gewahr, wo die Figuren oftmit reich gestickten Gewändern, Mützen u. s. f.erscheinen. Er st. 1527. Von ihm besitzt die Ga-lerie zu München (jetzt glauben wir zu Schleis-heim) eine Vermählung von St. Larharina,mit vielen Figuren in einer Landschaft dargestellt.Ganz kleines Bild auf Holz **).

Ubicini ( ), Gebrüder, Kupferstecher

von Mailand unternahmen in 1813. eine Samm-lung von Bildnissen, und machten den Anfangmit denjenigen der Kaiser von Frankreich undOestreich, und des Königes von Westphalen,deren jedes zu 20. Franken zu Kauf ausgebotenund in dem Magazin der italienischen Blätterdes H. Santo Vaüardi zu Paris gefunden wur-den, wo gedachte Ubicini überhaupt alle ihreStiche liegen hatten.

* Ubrani (S.). Eine falsche Benennung, dieman irgendwo dem Medailleur St. Urbain giebt.

*Ucello (Paul), Mazzoechi genannt,oder vielleicht (s. unten) eher umgekehrt. „ Der-selbe wurde" (heißt es bey Fiorillo I. 274—75)„durch seine natürlichen Anlagen zum Studiumder Perspektiv getrieben, und bewirkte durch diedarin gemachten Fortschritte, daß die Künstler an-fingen , die Nothwendigkeit davon einzusehen.Seit seiner Zeit beobachtete man dahe^die Re-geln der Flächen und die verhältnißmäßige Ver-

S. xpa/xs/ss p. 125.

„Ei, Katalog von Gchleisheim wird dasselbe, durch Irrthum, als von einem Franz Ubaldini ru-brizirt.

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