Vecel! io.
bekannt *), und glaubt man, daß er alle dieBlatter in Hvlz geschnitten habe > die man sonstTizian selbst zuzuschreiben gewohnt war. Wiedem immer jeyn mag, so kennt man von demUnsrigen eine Folge von Oktavblattern, miteiner geistreichen Nadel, nach Tizians Zeichnunggeetzt , welche zuerst in ihgo. zu Venedig un-ter dein Titel: üs^li KHiü ainicki 6 mollsrniäi llivsoso psrti 6ei monllo, libri 6ns fttttilia^ 0e5cr»'c ^?ce//ra ***) und bald huichcrt Jahrefpather (ibö).) in einer zweyten Ausgabe, unterff. erschien : Uncovira 6ij I^iZuie llslinsate 6ai^ran ltrUro, s 6n suo b'ra-
tolio, <lei!ALntamsnts irtts^Imts, was danneben Lanzi für den Betrug erklärt, aus welchemder Wahn entsprungen sey, der Lasarn zumBruder von Tizian macht. Dann aber giebt ge-dachter Schriftsteller Lasarn noch ein zweytes, heutzu Lage äusserst selten gefundenes Werk, unterder Rubrik: OZni sorta 6i mostrs 61 punti taZ-liati, pnnti in aria etc. -F).
* vecellio (Caspar) s. Tizians (Caspar dl)im Lex. und besonders die Berichtigung in gegen-wärtigen Zusätze».
— — (Fabricius). Lange wußte man von die-
sem Künstler, einem Bruder des obigen Fasar's,nichts, als daß er zu Cadore geboren sey. Alleinin neuern Tagen gedenkt Renaidis desselben inseinem 8aZ^ic> istorico rlslla p'tttura brinlsna8°. Oclins 796. 6 t 40 798.), giebt sein Todesjahrin > 58 o. -si-si) an, und nennt von ihm ein schönesBild, der Gerechtigkeit, Wahrheit und Barmher-zigkeit welches er für den Rathssaal von
Pieo^ gemalt habe, und das ihm mit ist. Gold-dukaten (damals ein hoher Preiß) bezahlt wurde.
(L6. ter2. III. iih.)
— — (Franz), Tizians Bruder, und lerntezu Venedig, gleich diesem, bey den Vellini. S.die unten in den Anmerk. angeführte Schrift vonTieozzi. Von des erster» Eifersucht über ihn,deren das Lcx. erwähnt, spricht auch Lanzi (b)6.ters.) III. HZ., und nennt das Bild, welchessolches veranläßet *), nämlich, in St. Vito zuCadore, den dortigen Dorfheiligen im Soldaten-gewand; dann noch verschiedenes Anderes in St.Salvakor zu Venedig (die Orgelpforken); eive
Vecellio. 202^
schöne Magdalena, zu des erstandenen HeilandsFüßen, zu Oriago au der Brrnta, und eine nochschönere Geburt, bey St. Joseph zu Belluno,welche man lange für des Bruders Arbeit hielt,b^s ein Monstgn, Doglioni, aus authentischenSchriften, den Unsrigen als Urheber entdeckteAis Militair hatte Franz in jüngern Jahren fürsein Vaterland Venedig gegen die Ligue von Cam-brai gestritten, und in einer bey seinem Todegehaltenen Leichenrede 'jH wird von ihm gerühmt:Daß er mit der Uebung der Waffen das Studiumder Wissenschaften und Künste verbunden, undseine Talente für die Malerey namentlich zuerstden Geist seines Bruders für diese Kunst erweckthaben. Fiorillo ll. 107. Aum. m). In Deutsch-land befinden sich von ihm: In der Gallerie zuWien ein von i 5 Z 8 . datirres anonnmes männli-ches Bildniß, und in Dresden vollends ein 6^hohes, 4 ^ 8" br. Ecce Homo.
vecellio (Franz), ein Venetianer und Ordens-geistlicher von der Congregazion Somasca, derum i 55 o. lebte. Er erbaute die Kirche seinesOrdens , S. Croce zu Padna. ?tt-
turs <ii ?n6ovn p. ilZ. Zo5.
* — — (Hieronymus), eigentlich Hierosnymus di Tizians (als dessen Gehülfe bey ge-ringern Arbeiten genannt), s. Hier. Dante, wel-ches sein eigentlicher Name war.
* — — (Horaz), Tizians Sohn. Lanzi(L6. ters.) III. 11Z. nennt ihn einen so gutenBildnißmaler, daß er in dieser Gattung biswei-len mit seinem Vater wetteifern durfte. Auchein historisches, doch von Tizian ritoccirtes Bildvon ihm soll sich einst im Palazzo publico zu Ve-nedig befunden haben, bey einem Brand aber zu-grundgegangen seyn -fi'fi).
* vecellio (Johanna) s. imLex. den Schluß
des Art. ihres vermeinten Vaters Tizian. Aber,auf alle Fälle, nicht nach ihr, sondern ihr Bildniß»ach ihremVater, hatW. Hollar (i 65 u.) gestochen.Auf demselben heißt sie: Zfo/m»«« , ?ic-
tres8a , Ms prima 6a Indessen scheint
überhaupt diese vermeinte Kunde von einer Jo-hanna vesella, Tizians Tochter, und Malerin,ganz irrig zu seyn. Wohl hatte er eine (einzige)
Nach Deozzi's unten angeführtem Werke ist dies ein Irrthum, da er den Unsrigen weit mehr als Malerauffnhrr, und naniemlich von ihm eine Marter St. Stephans m der Hauptmche zu Belluno, und em Abend-mal in der Kirche seines Geburtsorts nicht genug rühmen kann.
»») >1. in Hvlz geschnitten.
»«:-) von Murr ( 8 ib!i°t!>. II. 578.) rnbrizirt es: ^bitl anticb! s moäsrni äi tutto n msnso, esirtsini 1,1500 (rr. !). 415) ü^ul'6 äiverLaments vSKtlte ä! , e , ecce//r> sno N'LtsIio, Im!, st l^at.
Ven^. I5Y0. dann 8VV 598. und 4to 66>. (L. i>. 675.) und giebt sonnt allen die,en Ausgaben (wohlungenau) völlig denselben Titel.
's) Aus Ticozzi's unten angeführtem Werke erklärt sich dieser seltsame Titel, da es uns nämlich sagt, daßsolches aus mehr als 200. Nah s und Spitzmustem bestand, iverß scyrastlrt auf ichwarzem 6-rund. (-mCremplar davon sah er bey dem Abbate Tommaso de Lucca.
4f) Nach neuerer richtigerer Angabe, in dem unten vorkommenden Werke des Tieozzi, starb er, kaum Zo.I.alt, schon um iZ6o.
Mit der sinnigen Unterschrift: siss ms (injustitia, MLgis imxugnata lucssco,
^Mrei'rcoiAra «ins me fLtuitr«, invenM snm invictn.
") Allein die ganze Geschichte findet sich ziemlich siegreich widerlegt in Tieozzi'-^ Vits äsi xittor, VecsUl (8voNULno 8-7- k- -58—60. Aum. I.)
Mrhr anderes von ihm zu Venedig und anderwerts s. bey Tieozzi !. c. angeführt.
«;:-?,) Er lebte noch I5ZI. st. aber vor Tizian. Nach neuern von Tieozzi (I. c.) berichtigten Daten aber >559-oder 60.
-s) Diese hielt einer seiner Verwandten Vincenz Vecellio in lateinischer Sprache. Dieselbe findet sich beyTieozzi (i- c.) im Anhange.
-I--N Nack ci c v 26Ü. st neu.) begleitete er seinen Vater nach Rom i5j5. dann an den Hof Catt
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den^dottigen Einwohnern und der Armee Kaiser Friedrichs vorgefallenes Treffen zum Gegenstand.