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Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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2054 Vechner.

sel, aber ohne Kraft und Saft; denn so viel,"sagt der geistreiche Lanzi (L6. tsrs. III. 114.)«vermag das Beyspiel über Geburt und Erzie-hung --) Auch seine meist verbliechenen, und selt-sam geschmückten Bildnisse stehen bey den Künst-lern eben nicht in hoher Achtung" **). Tizia-nello lebte noch 1646.

Vechner oder Fechner (Christian Goktfr.)lernte zu Dresden 1692 — 96. die Goldschmieds-kunst bey Zank.

* vecheenbrok, eine Schreibart für Uy-renbroeck im Lex. und unten. '

* veciello (Paul), ein alter aber unbekann-ter Maler zu Florenz, der im XIII. Jahrhun-dert blühete. In des Marterte Catalog S. 120.findet man von ihm verschiedene Zeichnungen ange-führt, die ehemals in des Vasari Sammlung ge-hörten. Dem Zeitalter dieses Künstlers zufolgedenken wir doch nicht, daß solcher etwa mit demPaul Uccello des Lex. welcher auch oben in dengegenwärtigen Zusätzen erscheint, sey verwechseltworden.

vedis ( ), ein Architekt, s. in künftigen

Zusätzen: tAutror.

vedsvars (P.) Ein solcher soll (1790-) inPunktirmanier ein Blatt Cherubins nach W. Pe-ters gestochen haben. In neuern Tagen wird ir-gendwo von ihm, in gleicher Manier, ein (mit-telmäßiges) Blatt nach einem Basrelief von Ca-nova und nach C. Paroli's Zeichnung: Leichnam,mit Johannes, den HH. Frauen und Engeln an-gezeigt, welches 12. Livr. kostete.

veeiro (Anton), Name eines Neapolitani-schen Malers, von dem sich im Englischen Schloßezu Windsor ein Plafond befinden soll, der denSeetriumph König Carls II. vorstellt, und wel-chen P. van der Bank auf zwey Blattern in sehrgroß Querfolio gestochen hat.

* veeken (Joh. Baptist), wird anderwärtsmit der Vorstecksylbe van der geschrieben. Dasim Lex angeführte (große) Glasgemälde des H.van Baien nach seiner Zeichnung in St. Jakobzu Antwerpen, steht in der Capelle der Commu-nion, stellt die Kreuzigung vor, und ist ein herr-liches Werk.

veelward (D-). So hieß ein Kupferstecherzu Amsterdam, der zu des Witsee - Geysbeeck(Isbleuri ll'^msterclsm Lci. II. 12° 1809. einigeProspekte in Umrissen mittelmäßig etzte.

* veen (A. van). Nach einem solchen Na-men soll I. Suyderhoef das Bildniß eines Dort,rechter-Geistlichen, Joh. v. Viechem gestochenhaben. In des G. Aiches Nkoatrum kuriebreLullsburZi 675 . 4° H- ?- 68. findet man,ohne weitere geschichtliche Bestimmung bemerkt:Daß die Gebrüder Peter und Jseinfoudusvan veen ihren verstorbenen Schwestern Agathaund Gertrud van veen zu Hartem ein Epitaphhätten setzen lassen. Obwohl unser KünstlernameA. van veen diese Agatha bedeute; ob, in ent-gegengesetztem Fall, Agatha ebenfalls Künstlerinwar — und so viel Anderes, ist uns Alles un-bekannt.

Veen.

* veen (Cornelia u. Gertrudis von), zweyTöchter des unten folgenden Gcravius, welcheim Lex. unter dem Art. ihres Vaters erscheinen.Das Bildniß desselben nach Gercrudis finden wirdreymal gestochen von P. Pontius, P. Rucholleund N. de Larmessin.

----- (Gilbert oder Gisbert von) des Gc-tavl'us jüngerer Bruder, welcher im Lex. eben-falls unter dem Art. desselben erscheint, Zeichnerund Kupferstecher (Heinecke nennt ihn auchMaler), geb. zu Leyden um i 566 . («. K. i 558 .)und gest. zu Antwerpen 1628. (n. K. i 6 Z 4 -) Der-selbe hat mit dem bloßen Grabstichel in einemStyle gearbeitet, der demjenigen von Cork ziem-lich ähnlich ist. Die Köpfe seiner Figuren habenAusdruck, und auch die äußern Theile sind ineinem guten Styl vorgetragen. Da er Mehreresnach Italienischen Meister» gestochen, so ist esnicht unwahrscheinlich, daß er seinen Bruder nachWelschland begleitet habe. In 7612. ließ er sichzu Antwerpen nieder, wo er Verschiedenes nachOcravi'us ans Licht stellte. Von seinen Bildnissen,welche geschätzt sind, nennen wir hier: HeinrichIV. von Frankreich, zu Pferde, nach A. Caron;Al. Farnese, Herzogs von Parma, mit allegori-schen Figuren, nach seinem mehr erwähnten Bru-der; Johanns von Bologna, mit (?. so. Vs-net. i 98 g. bezeichnet, (welches somit beweist,daß er wenigstens Venedig gesehen), und Ernest's,Herzog vou Dajcrn, ebenfalls ohne andern Na-men als den (einigen. Dann von Geschichtlichem:Besuch der Elisabeth in St. Maria in Vallicellozu Rom, und Christus am Kreuze, unten Mariaund Johannes (zu Urbino im Gesellschaftsbausdella Motte), beyde nach Barocci; eine Geburt(zweymal, nach P. Francefchi; etwas uns Unbe-kanntes nach E. van Panderen; Marter von St.Catharina, nach P. Passari; Verlobung und Ver-mählung von Jsaak und Rebecca, Frise von 5 .Bl. nach B. Peruzzi (auf einem derselben dasBildniß des Malers en Medaillon), des UnsrigenHauptblatt; die vier Jahrszeiten, nach Raphaelda Colle, nicht nach R. Sanzio, wie es irgendwoirrig heißt; eine St. Catharina von Siena, diedas Cruzifix umarmt, nach F. Vanni; endlichnach seinem Bruder Oceavius: Die Sinnbildervon Horaz ( 4 ° slntw. 1612.), und, wie schondas Lex. bemerkt, diejenigen der göttlichen unl>menschlichen Liebe, 40 Bl. (diese gemeinschaftlichmit C. Boel ***); dann eine Folge aus dem LebenSt. Thomas de Aquinas, und eine H. Familie.Rost V. 212—14. Noch lesen wir irgendwo:Er scheine auch in der Offizin der de Bry's inDeutschland gearbeitet zu haben; denn nament-lich in Theod. de Bry's Erklärung von decGelegenheit u. d. Sitten der wilden in Vir-ginia. Fol. Frkf. a. Mayn i 5 gc>. finde es sich,daß ein G- Veen mehrere dazu gehörige Blät-ter, nach Joh. Wich gestochen habe.

* — — (Johann van). In der handschriftli-chen Nachricht eines wandernden Künstlers oderDilettanten von i 65 Z. findet sich: Dass derselbezu Utrecht, ausserhalb St. Catharinens Pforte inSt. Hiobs Gasthause, treffliche Schildereyen,und, neben Anderm, eben auch eine solche voneinem Johann van veen gesehen habe, der,wie es (wir denken aus dem Contexle) scheint,

s) Als sein Beßtes rühmt Ticozzi S. Zoo. das Altarblatt in der Kirche zu Lan, einem großen Dorfe, auf

der Straße zwischen Treviso und Feltre (mit 1622. datirt) und darin besonders die Figur von St. Hie-

ronymus.

-'-) Ticozzi S. zoi. vermuthet, wohl nicht ohne Grund, daß es Gattungsstücke in Carravaggio's Geschmackewaren. Noch nennt eben dieser Schriftsteller den Unsrigen als Herausgeber einer nicht ganz unbedeuten-den anonyme» Biographie des großen Tizians, und bemerkt, daß in der Zueignungsschrift derselben aneine Englische Dame, Arundel-Surrey, Arbeiten gedacht sey, die sich von Tizianello noch in Englandbefinden dürsten.

«-:«:) Wahrscheinlich zu diesen gehören: Der in der Hölle empfangene Unglaube; und: Der Mann, der böse

Geister bey sich aufgenommen, und sie (das glauben wir!) nun nicht mehr vertreiben kann.