Ve gnaux.
wohl als von Fion'llo II. 14. wird nichts vonihren Werken namentlich angeführt.
vegnaux ( ). Ein solcher war i. I.
VI. Professor der Zeichenkunst an der Central-schule zu Nismes. prM.
* vegni (D. Leonhard Maximilian de). Von
desselben Erfindung, Basreliefs und sogar Sta-tuen aus einem Stein zu fertigen, den das Was-ser der Bader St. Philipp *) absetzt, und sodanndiese Bilder zu färben, gab er die erste Nachrichtschon 1761. in einem Sendschreiben an D. Ca-jetan Monti, öffentlichen Lehrer zu Bologna,und begleitete solches mit einer von ihm selbst geetz-ten topographischen Karte gedachter Bäder. An-fangs beschränkte er sich auf kleine Sachen, wieAbgüsse von Medaillen, Cameen u. drgl. Dannwagte er sich an Größeres, und überreichte in1771. dem Großherzoge Leopold drey seiner Bas-reliefs, welche in der Galerie aufbewahrt werden.„Dieselben sind'' (heißt es bey Fiorillo I. 463bis 6s.) „ was Weiße, Schimmer und Härte betrifft,von der größten Schönheit, und haben den Glanzdes schönsten Marmors; zwey nach Antiken, dasdritte (Ugolino nach Dante) nach einem Bronzedes Pierino da Vinci copirt. Dabey ließ es devegni nicht bewenden, sondern fand noch, wieschon erwähnt, das Mittel, seiner Masse ver-schiedene Farben (doch damit wohl keinen wesent-lichen Werth?) zu geben.'' Um 1771. lebte vegni,der auch die Architektur mit Erfolg und Geschmackübte, noch zu Rom, in blühendem Alter **). Ne-ben jener Karte kennt man von ihm auch Blätterzu einer von ihm mit Anmerkungen vermehrtenAusgabe des Manuale d'Architetkura von Branca,und gedachte um erwähnte Zeit eine in der Bib-liothek della Sapienza zu Siena befindliche Ab-handlung über die Baukunst von F. di Giorgio,einem berühmten Maler, Bildhauer und Baumei-ster des XV, Jahrhunderts, ebenfalls mit Ku-pfern , ans Licht zu stellen ***). III.
4 og-n.
* veidenhaupt, s. weidenhaupe im Lex.und unten.
veröl (Johann Melchior), Zeichner und Ma-ler, geb. zu Ulm 1747. seit 1786. Rathhausam-mann und Aktuar bey der Fleisch - Brodt- undLeinwandschau, und seit 1797. auch bey demFremd-Almos- Kastenamt daselbst, lebte noch um 180g.Gewöhnlich malte er in Wasserfarben, und zwarin neuerer Zeit Bildnisse in Miniatur. Meus. III.
— — (Marc Lheodosius), des obigen Sohn,geb. zu Ulm 1787. lebte noch dort 1809. und malteBildniß und Landschaft in — Pastell. I. c.
* veira s. Vieira im Lex. und unten.
veisac ( ). So heißt irgendwo ein Fran-
zösischer Kupferstecher, der um 178h. Bildnissenach Pujos u. a. geliefert habe.
veiß (Robert). So hieß ein älterer, wahr-scheinlich deutscher, Kunstverleger, mit dessen exe.ohne andern Namen als den (einigen, neben An-drem, das Bildniß des Kurfürsten Maximiliansvon Baiern bezeichnet ist.
veißr (Matthäus) Münzmeister zu Prag 1693.A. voigr's Beschreib. Böhmisch. Münzen.IV. S. is 5 .
* Veitb od. veyrh (Johann), s. Fyrobenund im Lex. Hier bemerken wir noch, daß derCatalog von pommersfelden, aus dortiger Ga-
Veith. 2057
lerie von ihm, s. v. veith, vier Bilder nennt,darunter ein 4^ 6" hohes, und 5 < iv" br. Jagd-stück mit todtem Wildpret.
veirh eigentlich Veit (Johann), s. untenPhilipp v.
— — (Johann Jakob), s. unten Virus.
* — — (Johann Martin). Nach ihm habenauch Melchior Hurter, Philipp Kilian, und I.G. Seiler Bildnisse dunkeler theologischer Män-ner - Kilian z. B. dasjenige des ZürcherischenZionswachters I. H. Heideggers gestochen; Sei-ler dann überdies das Titelkupfer zu: Schweize-risches Kriegsrecht Frkf. a. Mayn 1704. 12°.und die vier Jahrszeiten, letztere in geschabtenBlättern.
— — (Johann Philipp, gewöhnlich Philipp),Zeichner, Kupferstecher und Landschaftsmaler,Pensionär der Königl. Akademie der Künste zuDresden, geboren daselbst 1769. Derselbe studirtedie Zeichnung und Kupferstecherkunst bey Zingg.„Nicht nur seine Studienblätter, die er bey die-sem Meister zeichnete und etzte, zeigen, daß ereiner seiner beßten Schüler war; sondern auchaus den folgenden Arbeiten, die er für sich selbstfertigte, sieht man die ungezwungene natürlicheManier, welche sein Lehrer feinen Zöglingen bey-zubringen versieht." So heißt es bey MeuselIII. Und in den Deutschen Aunftbl. 4° Dresd.799 . Anz. S. -4. werden auch seine „vortreffli-chen" Landschaftszeichnungen gerühmt, und liestman dann weiter, etwas pausbackigt: „Seingroßes Genie, welches Alles mit gleicher Ge-schicklichkeit umfaßt, hat ihn seit einiger Zeitauch auf die Oelmalerey i» seinem Fache mitvielem Glücke geleitet, und er hat deswegen, indieser Eigenschaft, als Landschaftsmaler, seineAnstellung erhalten." Eben dies Journal botbald nachher eines seiner Bilder in Oel: Son-nenblick nach einem Gewitterregen, um den Preißvon 40. Th. aus. Oeffentlich erschien er, unsersWissens, zuerst auf dem Dresdner-Salon von1794. mit einer schönen Zeichnung in Sepia, nacheinem Ruysdael in der Galerie; und in demselbenJahr begann er die Malerischen Wanderun-gen durch Sachsen (Text von Engelharr),welche in dem einsichtsvollen lournsl f. bilcisn-leKünste 8. 33 . u. 1/4. das verdiente Lob erhal-ten, und wovon in 1797. das zweyte Heft erschie-nen war. Um 1802. nahm er mit Brüger u,il>Stölzel^Antheil an der neuen Ausgabe des Hand-buchs für Zeichner (Querfol. Pirna, bey Ar-nold), welches in der AUgem. Aunstzeir. 8°.(I. 46.) nur ein sehr bescheidenes Lob erhält.Alsdann gieng er nach Italien, wo er sich 1803.noch befand. Nach seiner Rückkehr wird er (i 8 o 5 .)neben Kaatz, Klengel und Mechau, in öffentlichenBlättern zu den vorzüglichsten jüngern Landschafts-malern und Zeichnern der Dresdner-Schule ge-zählt, und gab damals, in dem Rittnerschen Ver-lage, nach von ihm selbst sehr getreu nach derNatur gezeichneten zwey Ansichten von Terraccina(dem alten Anxur), die eine von der Land- dieandere von der Seeseite her, meisterhaft geetzte undmit dem Grabstichel vollendete Blätter, „in wel-chen er die lieblichste Klarheit und Anmuth mitstrenger Haltung und Correktheit zu verbindenwußte". So heißt es im Freimüthigen (1805.S. 229.), mit dem Anhange: „Schade, daßauch dieser geschickte Mann, durch den leichtenGewinn bey Buchhändler - Arbeiten, von Höherm
*) Im Sienesifcheu, am Fuße des Berges Amlata, nicht weit von der Straße nach Rom.
--tt) Wir glauben auch noch 1776. S. vsn Murrs Isurnal n. 270—72.
Dieselbe erschien 1772. Milizia (k-l. rei-r.) m. 166. nennt solche eine sehr nützliche Schrift, und denHerausgeber ebenfalls einen verständige» unv geschmackvollen Architekten.
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