Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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20ZZ Veith.

abgelockt wird" *). Um 1806. arbeitete er (jetztgemeinschaftlich mit Darnstcdt und (Günther),wir wissen nicht recht, ob als Zeichner oder Ste-cher (wir denken, das letztere) an den Blatternzu der Fortsetzung obcrwähnter MalerischerWanderungen d. Sachsen, und in 1808. mitmehrern Andern an dem Werke: Dresden mirseinen prachtgebauden, nach der Zeichnungvon Hammer und Thormeyer. Im Tübing.Morgenbl. 1809. II. 65 o. heißt es: Man kenne,im Kleinen, über Dresden nichts Besseres. Mitt-lerweile erschien er auch fürdauernd mit schönerArbeit auf den Dresdner-Salons. So sah manz. B. auf demjenigen von 1806. von ihm allerleyin lieblicher und weicher Manier Gestochenes, wiez. B- Ansichten von Ruinen und Villen um Rom,nqch Zeichnungen des Professor Schäfers. Aufdemjenigen von 1807. mehrere äußerst reinlich undschön gearbeitete Blätter. In 1808. zwey Zeich-nungen in Sepia (Insel Jschia nach Kaaz, undeine andere nach Cl. Lorrain); dann zweygestochene Blätter (Prospekt von Dresden, undVaumparthie), beyde nach eigener Zeichnung.In i8n. eine Ansicht von Ardea, nach Reinhart.In 1812. zeichnete er ein Blatt, welches die ma-lersche Gegend des Thüringerwaldes (wo die in180g. größtenteils abgebrannte Stadt Ohrdruffliegt, und in deren Hintergründe sich der damalszu Ehren des H. Bonifacius errichtete Candela-ber erhebt) darstellt, und der Ertrag davon, zurWiederaufbauung der Ohrdruffcr Stadtkirche die-nen sollte. Der Subsrriptionspreis war von derC. Steudelschen Buch - und Kunsthandlung zur st. 48 kr. und für einen Prachtabdruck aufein beliebiges Mehrercs gesetzt. Ob das Unter-nehmen wirklich zu Stande gekommen, ist unsunbekannt. In 1810. arbeitete er, nebst mehrAndern, in Laborde's Reise in Spanien für das(kostbare) Leipziger-Taschenbuch, und in 1811. fürdie Galerie häuslicher Denkmäler. Meusel III.zsr. Museum 262. Archiv II. ( 3 .) 12.

Mehr Anderes älteres und neueres von ihm nenntdie erst angeführte Quelle; neben Andern, einBildniß Alexanders I. (1806.), und den Becher,welchen der König von Sachsen'den Fischern zuWittemberg schenkte (1806.), bey welch Allem wirdas obenangeführte „Schade"! des Jreymü-rhigen wiederholen müssen. Nach veirh's Zeich-nung von Andern gestochen kennen wir einzig einbey Meusel (Arch. I. z. 27—28.) gerühmtesBlatt in Aquatinta - Manier von Piringer, imVerlage des K. und I. Comptoirs- zu Wien,welches (20" 7," hoch, 26" br.) ,2 fl. Rh.kostete.

Erst seit Redaktion dieses Art. erhalten wirnoch durch einen unserer Kunstfreunde in Sach-sen folgende Zusätze. Denselben zufolge warveich der Sohn eines Lohnbedienten, Dann warer (in 18,4- wenigstens) wohl als Landschafts-zeichner (nicht aber als Landschaftsmaler), vor-nehmlich aber als Kupferstecher zu rubriziren.„Obwohl er nun" (heißt es dann weiter) „dieseletztere Kunst bey dem Professor Zingg erlernte,so bestrebte er sich doch später, und als er fürseine eigne Rechnung arbeitete, immer mehr, sichvon der steifen und monotonen Manier seinesLehrers zu entfernen. In 1798. tvurde er Pen-sionair der Akademie seiner Geburtsstadt; und1802. reiste er mit den Bildhauern Pektrich,Kühn, u. a. nach Italien, wo er aber ungefährnur ein Jahr verweilte. Eine Frucht davon wa-ren die (schon genannten) zwey Ansichten der Stadt

Veith.

Terraclna nach eigner Zeichnung, qu. kl. Fol. (Pr. rThl. 8 Gr. zusammen), die zu seinen größer» bessernArbeitengehören. Andere dagegen ziehen, den herr-schenden Gegenstand stöhnend, die vielen kleinenBlätter für Buchhändler vor, mit denen er sich ammeisten beschäftigt, und die er in einer gesälligenweichen Manier auszuarbeiten versteht; man mußaber gestehen, daß die Kunstfertigkeit und dasTalent des Unstigen ihn eigentlich zu etwas Bessern»bestimmt haben möchte. Man hat auch einigesan Bildnissen und Figurenstücken von ihm inKupfer, was aber sehr mittelmäßig gerathen isi.In , 8 i 3 . gab er ein fleißig ausgearbeitetes Blattzu der bey Arnold in Dresden erschienenen: El-bebrücke, historisch und malerisch dargestellt. DieSchüler, welche veich bisher erzog, waren John,Pochmann (beyde sind gestorben), Bruder undHammer. Der letztere wird zu den geschickteste»der lebenden Dr.esdner-Künstler gezählt.) Nachunserm veich hat vorgenannter Bruder den Ko-chelfall und den Zackensall auf dem Riesengebirge(jedes 5 . Lh.), Wizani eine Ansicht von Dres-den ( 5 . Th.) und eine andere von Herrnhuth(4. Th.) gestochen.

veith (Matthias), ein Zirkelschmied, starbzu Dresden 173z. „Derselbe hat seinesgleichenin Stahlarbeit nicht gehabt." So heißt es in:Jcanders remarquable curiose Briefe.Iahrg. 1753. Couvert ihg. S. 22g.

— — eigentlich Veit (Philipp), der Sob»eines Juden und Banquiers zu Berlin, gebore»daselbst 1798. Don 1809—n. studirte er die Ge-schichtsmalerey unter Professor Matthäi zu Dres-den, ging dann nach Wien, und von da in de»Französischen Krieg, als Freywilliger bey demPreußischen Heere. In i8ch. befand er sich nochin Wien. Sein etwa zwey Jahre älterer BruderJohann, studirte (1811.) die Malerey zu Romunter dem vortrefflichen Overbeck, und stand,nebst diesem, dann Cornelius, Schadow und demKupferstecher Ruscheweyh, mit an der Spitze der-jenigen Künstlerschaar, welche die deutsche Kunstdes Mittäters zu ihrem Hauptvorwurfe machen.Beyde diese Johann *) und Philipp veithsind Stiefsöhne des bekannten Schlegels, undtraten, nebst ihrer Mutter, in dem Dom zu Cölln,diese von der jüdischen, und Schlegel von derprotestantischen Religion, zu der katholischen über.S. auch den zweytfolgenden Art.

— — — — Kupferstecher und Zeichner,s. oben Joh. Philipp veith.

— — ( ). Wer ist nun wohl aber der-jenige veith (ob Johann Philipp oder der JudePhilipp?) nach dessen Zeichnung der Caralogdes wiener-Industrie-Comptoirs von 1814.eine Mondnacht rubrizirt (21" hoch, 27" breit,Pr. h Rh. oder 7 Gulden.) welches vortrefflicheBlatt B. Piringer nach ihm aus der Sammlungdes Grafen Frias in Aquatinta gearbeitet hat,und wozu eine Abendlandschaft nach Molitor dasGegenstück ausmacht?

— ( ), eiu Tischler zu Torgau

in Sachsen, der i 53 l. eine Kanzel verfertigte,auf der Dr. Luther predigen sollte. Das Geldscheint aber damals entweder in einem sehr hohen,oder die Kanzel in einem sehr geringen Werthegewesen zu seyn, da ihm nur 6 Groschen dafürbezahlt wurden. Linke D- Marr. LuthersGeschäfte und Andenken in Torgau. Leipzig1764. 4°. S. 27.

) Ebenfalls eine Beschreibung und Belobung derselben („.er eifere der schönsten Manier von Woollet nach")mit einer der obigen ähnlichen Schlußanmerkung s. in der Bibl. d. K. u. S. Rünste n. (1.) ,90—91.

) Ohne Zweifel ist es dieser Johann, von dem es im Tilb. Morgenbl. (-8 >4. S 1108. heißt: „Aufder Kunstausstellung zu Berlin 18-4. fand sich von veith (damals in Rom) die treffliche Copie eines H.Michaels nach P. Perugino.