Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Vergerius.

Busch Handbuch der Erfindungen III. 58 .VI. 247. Jöcher. — Breirkopfs Gesch.der Schreibekunfi, herausgeg. von RochS. 26. nennt ihn unter dem Äamen Ange-ln« vegetius (Lretensis) als den Fürst derEchönschreiber seiner Zeit. — Des VleikeliusMuseographie, herausgegeben von Ranold 1727.

S. 79. sagt bey Anführung der ehmaligenköniglichen Bibliothek im Franziscanerkloster zuParis, daß eine köstliche Zierde derselben der vomAngelus zur Zeit König Heinrich II. abgeschrie-bene Oppian ausmache, und daß man, auf denRändern der Blätter dieses Manuskripts, dieThiere, von denen der Schriftsteller handele,durch des ttnsrigen Tochter recht nach dem Lebenabgemalt sehe. Uebrigens ist er irrig hier Ber-gerius genannt. — Grohmanns biographi-sches Handwörterbuch giebt ihm den Vorna-men Claude, und will, daß er in Paris geborenund dort iZ 6 i. auch gestorben sey.

vergerius (Claude), s. den vorstehendenAngelus vergerius.

( ), Tochter des Angelus. S.

oben den Art. ihres Vaters.

vergier (Toutsaint). So heißt bey piga-niol, ohne Weiteres, ein Baumeister, der um1620. zu Paris gearbeitet habe.

vergnaups ). Und so im AlmanachUsaux-^tts i8oä. ein Künstler zu Paris,unter der Rubrick der damals dort lebenden Land-schaften - Marinen - und Architekturmaler, derhingegen im ^Imsnaok cle Lommerce äe Paris1811. nicht mehr erscheint. Und doch ist es offen-bar derselbe, der in 1817. wieder in dem dortigenSalon verschiedene Ansichten von Gegenden inund um Paris, dann Thiere, Denkmäler u. s. f.ausgestellt hatte.

Vergne (Jakob de la), ein Ingenieur, vondem wir folgende Schriften kennen: dlouvsllsI'ortification imprenable par sorco ä'armss p.Aaroü iie /« Ingenieur en Lkek et

Vapitaino, an servios äs 8a Ilnperiale,a Vlenne 1700. /ff.; 6e l'utllitö cl'avoir nn bonIngenieur. ib. 1698. ; dlonvoan exercic?

«in dsbion, st äo 1a kascine, ib. rt)g8. 4°.

* vergneck ( ). So nennt des Rlyher

Specification der Schildereykammer zu Weimar172g. 4°. S. 27. einen Maler, von dem hierzwey Bilder waren: Zwey Hausvater mit ihrerFamilie essend; und zwey holländische Schuster.Sollte es ein falscher Name für verhuyck seyn?Diese Sammlung ist längst schon vom Feuer ver-zehrt worden.

* verhaagen oder verhagen ( ),

hieß s)erer Joseph, war geboren zu Arschot inBrabant 1728. und lebte noch 1780. von Me-chel. In Deutschland besaß von ihm, unsersWissens, die einzige Galerie zu Wien ein 10^ro" br. und 9^ hohes Bild, von 1770. datirt,welches St. Stephan, König von Ungarn dar-stellt, wie derselbe, in Gegenwart der Großenseines Reichs, durch den Erzbischof Anastasiusvon Colooza die Krone und Reichsinsignien em-pfängt, welche ihm von Papst Sylvester II. inrooZ. übersendet worden. Einer unserer Freundescheint aus. diesem perer Joseph zwey (I. undl). Verhangen) geschickte Niederländische Ma-ler aus der Mitte des XVIII. Jahrhunderts zumachen.

*verhaast (Arthus). Im Art. G- vandcr Luyl des Lex. wird er mit verhaaft ge-schrieben.

verhaegens ). So heißt ,8oft. ir-gendwo , ohne Weiteres, einer der damals leben-den Maler der Holländischen Schule, welcher nicht

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unwahrscheinlich ein Sohn oder Verwandter desvorstehenden p. I. verhängen« seyn dürfte.

*verhaegt, vechaecht u. verhaehr(Tobias . Er hatte ein großes Talent in Darstel-lung der Entfernungen. Irgendwo wird sein Todschon in i 6 i 3 . angesetzt. Seine Bilder vom Lhurnzu Babel wurden, ohne Zweifel wegen des darinenthaltenen unermeßlichen Details vornehmlich,bewundert. Sein Bildniß hat C. Kaukerken nachO. van Been gestochen; auch I'Admiral hat einsolches vom Tobias (wohl zu der neuen Auflagedes Carl v. Mander) geliefert. Nach ihm ken-nen wir eine nummerine Folge Landschaften inqu. kl. fol von Joh Collaerr, gestochen (?KU.(Halls exe.); wozu wahrscheinlich die anderwertsals: Die vier Weltaiter, rubrizirten vier Blättergehören.

verhagens ). Einen solchen nennt derCatalog des Kabineks von H. Hof- und Landge-richtS-Advokaten Schmidt zu Biel einen sehr ge-schickten Frucht- und Blumenmaler, und wirddort von ihm eln Bild angeführt, weiches, aneinem Hacken von Meßing, in einer blauen Schleifehängende Früchte aller Art darstellt. Kaum dürfteer mit einem der obigen verhangen oder ver-haegen Eine Person seyn.

* — — —, s. im Lex. und oben ver-

hangen.

verhelft (Aloys), des nachfolgenden Egi-dius des altern vierter Sohn, geboren zu Augs-burg 174^. wo er als Kupferstecher und Bildhauer(86. Wachspoussirer) sich guten Ruf erwarb. Li-powsky.

* — — (Egidius), der altere. In der imFeuer aufgegangenen Kirche zu Ektal war auchder prächtige Altar von ihm, welcher MariaHeimsuchung mit den zwölf Aposteln in kolossalischeeGröße darstellte. In der ehemaligen Klosterkirchezu Diessen sind schöne Statuen und Ornamentevon ihm zu sehen. Zu Egling in der kleinen Joshanneskirche ist die Statue des H. Johannes roirNepomuck von seinem Meißel. In der ehemali-gen Klosterkirche zu Ochsenhausen hat er die schöneKanzel verfertigt, dann mehrere Statuen in derStiftskirche zu Kempten, und für die Kirche aufder sogenannten Wiese bey Steingaben. NachHaimhausen hat er drey Altäre gearbeitet, und zuAugsburg das Grabmal für den Freyherr» vonReichlin in der Kirche zum H. Kreuze. Seinezurückgelassene Wittwe heirathete den BildhauerBonaventura Joseph Murschelle von Bam-berg, und gieng mit demselben nach Rußland.Liporvskp.

2 — — — — der jüngere, des Obigendritter Sohn, welcher im Lex. am Schlüsse desArt. seines Vaters erscheint, geboren zu Ettal1742. (a. ü. -735. a. 172. beydes unrichtig) lerntedie Kupferstecherkunst bey seinem Schwager Ru-dolph Stärke! in Augsburg, und machte hierinsolche Fortschritte, daß er zum Clmrb. Hofkupfer-siecher ernannt wurde, sich aber 1765. nach Mann-heim begab, wo er unter andern auch die Por-träte des Churfürsten Carl Theodor von Pfalz-baiern, der Churfürstin Elisabeth Augusta, u. desChurfürsten von Trier Clemens Wenzeslaus inKupfer gestochen hat. v. Sterten S. 412. Erist Mitglied der Künstlerakademie zu Augsburg;,in Mannheim aber wurde er als Professor an derZeichnungsakademie angestrllt. Unter seinen Blät-tern verdienen hier einer Erwähnung: Die Por-träte Ulrichs v. Hütten, des Fürsten Primas CarlTheodor Frhrn. v. Dalberg, später Fürsten Primasund Großherzogs von Frankfurt, Axel's v. Oxen-stierna u s f. Dann ein allegorisches Blatt aufden Rückzug des Maximilian Joseph. Fernerzwey schöne Köpfe, die Unschuld und Heiterkeit.Fünf Blätter für das befreyte Jerusalem, vonLlllllllllll