Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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2086
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sog 6 Vereyck.

vercpck (T-). So nennt der Catalog vonPaignon-Dijonval zu Paris, einen um 1772.blühenden neuern holländischen Künstler diesesGeschlechts, von welchem gedachtes Kabinet.sechs landschaftliche ausgetuschte Federzeichnun-gen besaß, welche holländische Dörfer (Sparen-den, Sermond u. s. f.). mit kleinen, schön toccir-ten Figuren besaß.

* vereyke (Hans), RIeinhans genannt.Fiorilio's Deutschland II. 469. bemerkt: Der-selbe müsse nicht etwa mit I. van Elburchr,welcher den gleichen Beynamen trug, verwechseltwerden. Sein Familieubildniß im blauen Schloßezu Brügge rühmt van Mander.

verflossen ( ). So nennt einer unsrer

Freunde einen (1810.) noch ganz jungen Menschenvon ungewöhnlichen Anlagen zum Auffassen,Zeichnen und Gruppiren häuslicher, besonderskomiftver Gesellschaftsstücke, deren einige er auchganz artig geetzt habe, dann aber den Augen sei-ner Gönner, wie es scheint, durch einen Liebes-handet entgieng, so daß weiter nichts mehr vonihm gehört wurde.

vergant (Johann Baptista). So heißt einjunger Künstler von Bergamo, der in 1808. vonden vereinten Akademien zu Mailand und Bolognaden dritten' Preiß der Perspektivschule erhielt.Geffenrl, sslachr.

vergara (Arnao de), und ArnaudeFIan-bes, Gebrüder (?). So heißen bey FiorilloIV. 187. ohne Weiteres zwey Spanische Glas-maler um die Mitte des XVI. Jahrhunderts.

— — (Don Eusebius Marccllinns de). Undso ein neuerer (wie es bey Fiorillo I V. grä. heißt)gründlicher Spanischer Künstler (Maler), Cano-nikus bey der Collegiatkirche von Talavcra de laReyna, der in 1771. verstorben sey.

— — (Don Joseph), geboren zu Valenz!»1726. Derselbe wurde als ein Jüngling der Lei-tung des E. Munno; übergeben und versprachfür die Zukunft sehr viel. Allein er kam auf denunglücklichen Einfall, den meskinen Geschmackvon Coypel nachzuahmen, nachdem er ein PaarBilder von ihm an einer Kutsche des Marquisve la Mina, der als Spanischer Gesandter vonParis zurückgekehrt war, erblickt hatte. Erscheintjedoch, daß er in der Folge diesen Abweg vei^as-sen hat, weil seine Gemälde in Valenzia, dieBermudez genau beschrieben, nicht allein ein vor-treffliches Colorit, sondern auch eine correkteZeichnung besitzen sollen. Zu einer Großheit derFormen aber konnte er sich nie erheben. Er thatalles mögliche, um den Flor der Akademie der H-Bar-bara zu befördern, und starb zur größten BetrübnißallerKünstler im 1 .1799. Fiorillo IV. 409—10.

— — (Niclaus de) Vater und Sohn. Vonihnen heißt es bey Fiorillo IV. iiS — 14.„Mcolas de vergara, genannt el Viejo (derA!re>, ein Maler und Bildhauer, gehört unstrei-tig zu den achtungswürdigsten Spanischen Künst-lern. Seine vollkommene Zeichnung, der Adelseiner Formen und sein geläuterter Geschmack, er-innern an die Florentinische Schule und machenes sehr wahrscheinlich, daß er entweder zu Flo-renz oder zu Rom studirt hat. Das Capitel derCathedrale zu Toledo ernannte ihn im I. 1642-zu seinem Mal.cr und Bildhauer, und übertrugihm die Aufsicht über die vielen Glasmalereyen,die in jenem großen Gebäude verfertigt werdensollten. Auch weiß man, daß einige Statuen undGemälde daselbst von seiner Hand herrühren. Erst. im I. G7). oder, wie ponz sagt, im J. i 568 .und hinterließ viele angefangene Werke, die seineSöhne, ssiicoias und Juan beendigte». (Jico-las de vergara, der jüngere, wahrscheinlich zuToledo geboren, lernte die Malerey, Bildhauerey

V e r g e r i u s.

und Architektur von seinem Vater und malte ge-meinschaftlich mit seinem Bruder viele Glassensterin der Cathedrale.

vergazoon (Heinrich), ein NiederländischerLandschafts - und Blumenmaler; that sich beson-ders in den letzter» hervor, die er sehr natürlichvorstellte. Er malte auch artige kleine Bildnisse.Dieser Künstler arbeitete in England und in Frank-reich, wo er um den Anfang des XVlII. Jahr-hunderts starb. Meusel's Miscell. IV. 16.Fiorillo V. 000. nennt ihn als Kncllers Gehül-fen, dessen er sich bediente, die Hintergründe sei-ner Bilder zu staffiren.

* vergelli (Joseph Tiburtius), welcher imLep. unter dem Art. von p. p. vergelli erscheint,ein Architekt und Zeichner oder Maler auö Recarnati, der gegen Ende des XVII. Jahrhundertszu Rom viele Ansichten u. a. drgl, Gegenständeletztrer Stadt in Zeichnungen brachte, die derRömer Peter Paul Girelli, für den römischenVerlag des Rossi, etwas mittelmäßig in fol. geetzthat. So z. B. die Folge: fte sscmtane pubb-liclis «lells piaL2s 61 Koma rncxlerns. In Koma1690. kol.; die innere Ansicht des Pantheons 1692;die innere Ansicht von S. Giovanni in Laterans1698. u. s. f. Sonder Zweifel gehört auch unterdiese Rubrik das Kupferwerk: Il nuovo splensorsöi Koma moclsrna was 1688. oder ikgo. zu Romerschien. Noch nennt man, von einzelnen Blät-tern, nach unserm vergelli: Die Beleuchtung,welche in 1680. zu Rom von dem dortigen Spa-nischen Gesandten, am Geburtstage seiner Kö-nigin veranstaltet wurde; dann (1690.) einigeLandschaften u s. f. Sein Monogramm auf Rö-mischen (ohne Zweifelnden gleich benannten) An-sichten, welche p p. vergelli (oben heißt esGirelli) nach ihm gestochen, findet sich beyBrullior.

* — — (Peter Paul). Dieser Name ist ei»Nonens, welches aus Verwechslung mit perecPaul Girelli (dem Stecher nach dem obige»Jos. Tiburtius vergelli) entstand, und falltsomit der Art. aus dem Lep. ganz weg.

verger ( ). So heißt ein Französischer

Edelsteinschneider neuerer Zeit, der auf dem Pa-riser-Salon 1806. ein ganzes Cadre voll seinerArbeiten ausgestellt hatte, worunter sich: Die Ve-nus in der Muschel, nach Titian, das Bildnißeiner jungen Dame als Hebe, und ein Kind,das eine Traubenbeere auslaugt, befand, wasAlles der pausanias Franhois angenehme Ar-beiten, aber noch von ziemlich schwacher Zeichnungnennt.

— — (du), ein Französischer Künstler derletzten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts; Schü-ler von Fr. Casanova. Seiner gedenkt Barrschin dem raisonirten Catalog der Handzeichnungendes Prinzen Carl de Ligne S. 276. Er benenntzwey schöne Zeichnungen desselben , Vieh und Hir-ten darstellend, die eine auf braun Papier mitBister und weiß gehöht, die andere a la Gouacheen Grisaille.

vergerius (Angelus), ein Pariser, ur-sprünglich von Candia gebürtig. Dieser gelehrteMann schrieb so schöne griechische Buchstaben,daß der berühmte Pariser-Schriftschneider Gara-mond (von dem neunerley Schriftarten ihren Namenhaben, als Canon Antiqua u. s. w. de Garamond)auf Befehl König Franz l. nach seinen Vorschrif-ten die griechischen Lettern — zum Behufe desBuchdruckers Robert Stephanus für die Königs.Druckerey schneiden mußte. England verlangte imXVI. Jahrhunderts von des Garamond Schrift-arten, ohne sie jedoch zu erhalten, da man sichweigerte, den Püchertitcln vorzusetzen: Mit Aö-niglich Französischen Typen vorgedruckr. S.