Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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2091
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Verlet.

verlet ( ), soll nach Titian gestochen

haben.

verrohren (Wilhelm Traugott), Baumeisterzu Dresden, geboren daselbst 1764. (nicht 1767.wie es im Register bey Haymann heißt). Der-selbe studirke zuerst (1769.) bey der dortigen Kunst-akademie die Anfangsgründe der Baukunst, unterdem Hofbaumeister Hölzer, und vollendete nach -Werts seine Studien bey dem OberlandbaumeisterKrubsacius. In 1780. (a. K. 83 .) wurde er Land-bauschreiber-Adjunkt, 1787. wirklicher Landbau-schreiber, (in welcher Eigenschaft er die landherrli-chen Bauten einiger Theile des Chur - und Meiß-ner-Kreises auf sich hatte), und um 1809. Land-baukommissar und Architekt bey der Akademie derBaukunst, von welcher er schon um 1780. Mit-glied war. (a. nennen ihn Penstonnair der Aka-demie seit 1781.) Auf den jährlichen Ausstellun-gen sah man von ihm verschiedene Arbeiten, welcheseine Kenntnisse in der Hähern Architektur beur-kundeten. Sein späterer Beruf dann beschäftigteihn vorzüglich mit Landgebäuden über welche erdie Aufsicht hatte, und ihn zu kleinen Reisen imLande nöthigten. Zu seinen letzten Bauten gehörtdie Umänderung der Festung Sonnenstein zu einemIrrenhause. Auf dem Dresdner-Kunsisalon sah maneinvon ihm 1771-geetztesBlattchen: Grundriß undAnsicht eines Gebäudes. Meusel II. III. Hin.Er starb zu Dresden an einer epidemischen Krank-heit 59 I. alt i 8 iZ. (a. 6 . wohl irrig 1814.)Dresdn. Anzeiger i8iZ. S. 1713.

* verluccio od. verluzo s. im Lex. undunken veruzio.

verly (I.), ein Architekt von Antwerpen,von dem uns aber nichts Anderes bekannt ist, alsdaß derselbe gemeinschaftlich mit dem dortigenKupferstichhändler L. A. B. Poublon in 1801.eine kostbare Gemäldesammlung zum Verkauf aus-bot. ch I.

vermaersch (Joost). Ein solcher gab: vis6r!e eergte Oeelen 6er 8au>vkou8t etc. I.e^-6en 1666. s. Liö/r'o§,'. MatüeMNtr'ra

-Zmstercl. 1688. P. 453 .

* vermalen f. vecmepen im Lex. undhier.

vermede (Anna de). Ein 6. R. v. sollnach ihr das'Bildniß des irländischen Gottesge-lehrten Joseph Avimontius gestochen haben.

vermeeren (Hermann), war in 1622. er-ster Tapezirer des damals zu Brüssel verstorbenenErzherzogs von Oestreich Albert Plus, wie wir indessen Funeralien finden.

— — (Niclaus), auf einem von P. Rodkngh1680. herausgegebenen Prospekt der schönen, inForm eines Pantheons erbauten lutherischen Kirchezu Amsterdam, wird unter den Grundlegern desersten Steins in 1668. ein Baumeister rsliclausSrruyck genannt, dessen Großvater der seligeNicl. vermeeren auch Baumeister und Aeltestergewesen sey.

* vermeier s. vernieten im Lex. und hier.

vermeren s. oben vermeeren.

*vermeulen (Cornelius). Von ihm heißtes bey Rost V. 255 — 36 . wo sein Geburtsjahrum 1644. und sein Tod in 1702. (s. K. 1710.)angesetzt wird: „Als ein geschickter Künstler mitdem Grabstichel, glückten ihm vorzüglich Bild-nisse, mehrere ohne andern Namen als den seinisgen. Historisches minder, da er die menschlicheFigur nicht richtig zu zeichnen wußte. Die Mei-ster, nach welchen er gestochen hat, sind: A. Be-rault, I. C. le Blond, de Cany, H. Carraccio,E. S. Cheron, H. C. Chevrier, F. de Cock, Co-lombel, L. le Comte, I. Cotelle, A. Coypel, Cu-

Vermeyen. 2091

lin (?), A. van D»ck, R. la Fage, M. Ferdi-nand, Gueslain, H. Holbein, I. Jouvenet, N.de Largilliere, F. de la Mare, P. Mignard, Nan-tcuil, E. Huellinus, G. Reni, H. Rigaud, P.P. Rubens, I. Sevin, Sparrewer (Svarvier?)F. de Troy, I. Violen, van der Werf und Zam-pieri. Von Geschichtlichem nennen wir hier: Ver-tumnus und Pomona, nach Coypel; den Triumphder Venus in 8 Bl. Frisen, nach la Fage;Christus heilt den Lahmen, nach Jouvenet; St.Francisc d'Afflsi, das Jesuskind im Arm, nachLargilliere; Erigone, unrer der Gestalt einer Wein-traube in Bacchus verliebt, nach Reni, aus derGalerie Orleans, für Crozat; Maria von Medi-cis rettet sich gen Blois, nach Rubens, für dasLuxemburgische Galleriewerk. Von seinen Bild-nissen befinden sich mehrere in Larrei's EnglischerGeschichte, wie wir glauben alle nach van derWerf. Dann heißen die Cataloge von VOmklerund Brandes schön: Diejenigen von B- Over-beck, an der Spitze seiner kssrss 6e l'ancisnnsKorns, nach le Blon; Niclaus v. d. Borcht, nachvan Dyck; Ludwig XIV. nach Gueslain; denMedailleur Roettier nach Largilliere; P. Mig-nard's, nach demselben; I. B. Boyer d'Aguilles,nach Rigaud, Angelo's Constantini, Erfinders dertheatralischen Rolle des Mezzetin, nach de Troy,Pendant zu Edelinks Crispin nach Netscher u.s.f.Heinecke (löse 78.) nennt ihn unter den Ste-chern der Blatter zum zweyten Bande des soge-nannten: Labinet 6s Lrorst.

vermeulen (O.) So soll ein Sohn von Cor-nelius heißen, der auch als Kupferstecher gear-beitet habe; namentlich zu Foppens Bibliothek«Belgica.

vermeukenr (D. Claudius) Wir kennenein Bildniß des Malers Paul Peter Sevin, aufwelchem sich der Maler und der Stecher diesesBlattes in kl. 4°. folgendermaaßen bezeichnet ha-ben: Ö. A. pistor parlsiensis pinxit

komrs snno 1670; O. / 'rrmeu/e-rt ^n-

wsrpiensis sculpslt ?arl3Üs an. 1688.

vermey (Christian), ein Buchdrucker undBuchhändler zu Leyden um i 7 » 9 - Derselbe pflegtesich als Verleger, denen zu seinen Verlagsbücherngehörigen Kupfern aufstechen zu lassen.

* vermexen (Johann), der im Lex. unterseinem gleich nachfolgenden Vater Zoh. Corne-lius erscheint. JnAuad's: Teutscher Na,tion Herrlichkeit, Cölln 1609. 4°- S. 435 . heißtes, daß ein »Hans vermeien von Brüssel, einganz künftiger Goldschmied und Bildhauer des-gleichen heut zu Tag kaum einer lebt" sich auchvornämlich durch seine ungemeine Geschicklichkeitim Pousstren berühmt gemacht habe. Derselbetrat, gleich seinem Vater, in Kaiserliche Dienste,und ließ sich zu Prag nieder. Fioril. Deutsch-land II. 439 -

* — — (Joh. Cornelius), lat. Majus, inSpanien Juan de Majo genannt. DescampsI. 86. heißt ihn einen Sohn des berühmten (unsunbekannten) Cornille (Cornelius), ebenfallsMaler. Er war auch ein guter Geometer. NachSpanien wurde er von Carl V. in i 554 . berufenund begleitete von da an diese» Kaiserüberall, nachTunis, Neapel, Deutschland und Flandern Miteinem dreisten Pinsel malte er besonders Gefechte,die hernach zu Brüssel in Tapeten gewirkt wur-den. Schöne Landschaften von ihm, welche noch1682. in Spanien im Pallast del Pardo vorhan-den waren, giengen 1608. im Rauch auf. Nachseiner Rückkehr ins Vaterland verfertigte er vieleKirchengemälde. So besitzt z. B. die Abtey St.Vas (Gervasius?) sehr schöne Bilder von ihm.In Brüssel sah man einst Viele, sowohl Altar-blätter als Bildnisse von seiner Hand, die aberin den niederländischen Kriegsunruhen durch Raub