Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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3016 Viana.

rien, von B. Picart; des Escadre-Chefs L. A.de Barras von S. Valee; andre von H. Coussin,u. s. f. Dann der Catalog von Paignon-Di-jonval einen Sonnen - Untergang im Meer , undeine Ansicht des Vorgebirgs zu Neapel von I. F.Feradini; so wie eine andere landschaftliche An-sicht aus Italien, von Martin.

via na (Franz). So nennt Fiorillo IV. roiund 17Z. einen italienischen Vergolder, welchenI. B. Casiello von Bergamo, nebst Andern mitsich nach Spanien nahm, wo dieselben ihm beyseinen Arbeiten im neuen Thurme des Alcazarbehülflich waren, und solche, nach seinem in i 56 g.erfolgten Tode fortsetzten. Franz st. 1617.

— — (Loren; de), Franzens Sohn, erhieltnach seines Vaters Tode, von Philipp III. des-selben Stelle. Worin dieselbe eigentlich bestand,wird nicht gesagt. Fiorillo IV. 172.

* Dianen (Adam van), s. unten und im Lex.Paul van Dianen.

— — (Alphons). So nennt der einzigeBasän (Lä. 80c.) einen Kupferstecher, geborenzu Rimini (?) 1680. welcher zu Amsterdam (1701)eine Folge Phädrischer Fabeln, und (1728.) dieBlätter zu einem Werke über die Römischen Land-schaften gestochen habe.

* — — (Christian van), ein vorzüglicher Gold-und Silberarbeiter des XVII. Jahrhunderts.DOalpoie hält ihn, nach Angabe von wren'skarentslia p. iZ6. für einen Nürnberger. Glaub-licher aber war er ein Niederländer und-Verwand-ter von Paul und Adam van Dianen des Lex.und nicht unwahrscheinlich Sohn des letzter», dessenauch das Lex. gedenkt. Die vorzüglichsten Arbeitendes Unsrigen waren die großen silbernen Leuchter,Vasen und Kirchengeräthe mit zahlreichen Figu-ren, die er, während seines Aufenthalts in Eng-land , für die Kapelle St. Georg zu Windsor fer-tigte, und welche im I. 1642. von einem gewis-sen Capitän Foy geraubt wurden. Anderes nochvon ihm in England Vorhandenes zählt Walpoleauf. Fiorillo V. Z99.

* -(Christoph van). So nennt einer un-

serer Freunde einen Sohn Adams von Dianen,der seines Vaters Künste trieb, und aber wohlmit vorstehndem Christian Einer und derselbe ist.

— (Cornelius van), dieser HolländischePerspektiv- und Architekturmaler aus der erstenHälfte des X VI. Jahrhunderts war einem unsganz unbekannten andern Künstler, Claudius Do-rici, bey dessen Arbeiten behülflich. DescainpsI. i 35 . im Leben von I. Fredemann de Vries,nennt den Unsrigen überhaupt gut in seiner Gat-tung , doch plump in der Composition sowohl alsjn der Färbung, so daß eben de vries, sein Mit-gehülfe bey Dorici, das von ihm Gefertigte aus-bessern mußte.

— — (Johann van), Zeichner, Kupferste-cher und Etzer, geboren zu Amsterdam um 1660.Von ihm kennt man verschiedene Ansichten u. s. f.dieser Stadt. So z. B. die Feuerspritzen-Probevor dem dortigen Rathhause, nach I. van Hey-z.den; ferner acht Ansichten des Königl. Schlosseszu Ryswick; zwölf von verschiedenen Gegendenum Harlem; dann das Leichenbegängniß eines H.von Brederode; den Plan der Schlacht beyHöch-städt; eine hieroglyphische Vignette in Rumpf's

'I'iie8Luru8 ImLAinum pisoiurn testsceorum;

vornehmlich aber mehrere Bildnisse, wie z. B.des König Friedrich Wilhelm I. von Preussen,nach I. Goeree; andere, wie z. B. (1696.) desPastor Franz Turretins von Genf, ohne weitemNamen als den seinigen. Rost VI. 282. Nochnennt einer unserer Freunde von ihm: Das jüngsteGericht 4°. nach eigner Zeichnung: Sechs Vorstel-lungen wie die verschiedenen Gesandten bey den

Viani.

Generalstaaten Audienz erhalten, 6Dl. in kl. Fol.ohne Angabe eines Zeichners (Hmler öeick exo.IlgAge); den Sieg des Constantin über den Ma-xentius auf drey schönen Bl. in sehr gr. qu. realFol-, nach Carl le Brun (Halms exc.) und miteiner lateinischen Dedikation an Friedrich I. Kö.nig in Preussen. Uebrigens hat er auch eine Mengemittelmäßiger Sachen für Buchhändler geliefert.

* Dianen (Paul u. Adam van). Pauls Bildniß,nach ihm selbst, hat Abraham (s. d. I.) Lutmain Kupfer gebracht. Nach Einigen war Paul auchselbst Stecher; wie z.B. von der (oberwähnten) Tod-tenfeyer eines H. von Brederode. „ Uebrigens " (be-merkt einer unserer Freunde) „glauben wir, daßzwey Künstler dieses Namenslexistirt, davon der eineein Maler, und etwa des andern Sohn gewesey sey.Es besagt nämlich der genannte Verfasser einer, unsin der alten Handschrift zugekommenen Reisebeschrei-bung: Daß er i 653 . zu Utrecht in einem Gast-hofe von van Pawels (d. i. Paul) van Dianen u.a. Künstlern mehr, vortreffliche Schildereyen ge-sehen habe. Der letztere ist sonder Zweifel derje-nige (irrige) ponoel van Dianen, der oben imSupplement p. erscheint, und dort oder von demKupferstecher Bürde selbst mangelhaft geschriebenseyn möge." — Von Adam belehrt uns vorer-wähnter unser Kunstfreund: Ein Gantkatalog ru-brizier von ihm: Noä6lle8 srtlstciel8 äe lllversvai88osux cl'sr^ent et sutre8 csuvre8 csprl-cieu868, lnvemee8 et lle88elAnee8 äu renomms

/^in-re et §rsve en culvrs p. Idecr-rlore 6e 6ue88el a D^trecbt, in 3 Theilen,Fol. Anderwerts sagt man dagegen, sonder Zwei-fel von dem eben citirten Werke: „Adams Werkhak man in 52 Bl. mit einem Titelkupfer und demvorgesetzten Bildniß des Künstlers". Es enthältkünstliche Modelle und verschiedene Silberarbeitenvon ihm erfunden, und gezeichnet von D. V. X.baß heißt Theodor van Kessel (davon der obigeEuessel eine verderbte Schreibart ist) aber in Fol.gestochen. Dieses Werk erschien bey seinem SohneChristoph oder Christian van Dianen. Rost VI.iiZ. nennt den unsern, unter Lessel, irrig Adamvinne.

viani (Anton Maria), vianino genannt,ein Schüler von Campi. Am Hofe zu Mantuadiente er unter dem Herzog Vincenz und dreyenseiner Nachfolger, starb daselbst, und hinterließdort seine Nachkommen. Im Style seines LehrerSsieht man von ihm in der Hofgallerie eine Frist,wo, auf einem Goldgrund in Helldunkel, unterlustigen Blumenfestons eine Schaar graziöser Kin-der spielen. Dann aber auch, ebenfalls in Cam-pi's Geschmack, in St. Agnese zu Capua einenSt. Michel, und bey den Urselinerinnen ein Pa-radies. Er trug auch den Namen eines Bayeri-schen Hofmalers. Gestochen nach ihm hat Joh.Sadeler (1691.), wahrscheinlich nach einem Bildezu München, ein rg" hohes, 12" breites Blatt,welches die Dreyeinigkeit, unten mit St. Michelzwischen andern Erzengeln darstellt.

* — — (Dominicus Maria), des nachfol-genden Johanns Sohn. Derselbe starb nur 43 .I. alt an der Schwindsucht. Guidalotti (Vitalll O. M. 8. llol. 716 ) zieht ihn noch sei-nem Vater vor; ein Urtheil, das Wenige unter-schreiben dürften. Seine Zeichnung war wederso genau noch so edel als Johanns seine; auchin der Wahrheit, Mannigfaltigkeit und Leuchte desColorits mußte er dem Vater weichen. Bisweilenindessen findet man bey ihm einen noch grandio-ser» Charakter in den Umrissen (ob das nicht Obi-gem widerspricht?), eine stärkere, GuercineschischeFarbenmischung, und mehrere Pracht in den Staf,firungen, die er aufmerksam in der VenezianischenSchule studirte. Nach Wareier (der indessen inAbsicht auf italienische Meister nicht Amhoritatmachen kann) hätte sich viani vornämlich Guidound Cigna»! zu Meistern vorgesetzt. Von ihm