Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Vidal.

geboren zu Toulouse 1742. arbeitete zu Paris nachMadmois. Fragonard, Gerard, Lavreince, A.Moitte, C. Monnet, I. M. Moreau, Pujos,Schall und Schenau, allerhand (meist galante)mythologische Gattungsblätter. Nach Monnet z.B. Venus und Adonis, und Rinald und Armida;nach Moitte: 1 s laloux snäorml und: 1 'Inlläs-lits reconnue; «ach Schenau: 1 'keureux ks-tour, und Oeäolumo§sment äs l'abgsnes.

Lä. gec. Ein Verzeichniß meines seligenVaters führt von ihm 16. solcher Herrlichkeitenan. Dann aber doch Rost VIII. auch: Die Lieb-,schaften des Paris und der Helena , unterzeichnet:l). vaviä laclsbst (pinx?) ?ari»N8 1788. <?.^rcia/ so. vsäis ä Mr. VIen, psr vaviä sonelevo, st Oravsur, welches dort ein sehrgroßes Blatt und „Meisterstück von Stich undComposttion" genannt wird. Von Bildnissen ken-nen wir von ihm einzig dasjenige des AdvokatenP. I. Gerbier, nach Pujos.

vidal (Joseph). So heißt bey Fi'orillo IV.Z07. wieder ein Spanischer Maler aus der zwey-ten Hälfte des XVII. Jahrhunderts, Schülervon Estaban March, von dem I. c. indessen le-diglich gerühmt wird, daß er sich der Akademievon Dalenzia eifrig angenommen habe.

— — (L.) So heißt irgendwo ein Malerzu London, welcher auf dem Salon der Königl.Akademie 1791. ein Blumenstück ausgestellt hatte.

— — (Philipp). Ein solcher soll 1728. dasDildniß eines Fr. Torre-Ocon, Jntrepreke's, ge-stochen haben.

vidango ( ). Ein uns sonst ganz un-

bekannter Landschaftsmaler dieses Namens, derin iLoZ. dem H. Fürst Colloredo - Mansfeld zuWien eine schlechte Hirtenanbetung in lebensgroßenFiguren auf Holz (man weiß nicht recht, ob fürOriginal von Mengs, oder wenigstens als guteCopie nach demselben) verkauft hatte, wird dafürbey Mensel Arch. I. ( 3 .) i 5 —16. an verdien-ten Pranger gestellt.

^ v »bemann, s. widemann im Lex. undunten.

vidigal (Emanuel Vyera), s. unten Vieira.

Vidmann (Georg), ein Kupferstecher zu Rom,gab, gemeinschaftlich mit P. del Po, ein Blatt,

welches den daselbst 1666. gefeierten Leichenpompzu Ehren der verstorbenen Königin in Frankreich,Anna von Oestreich, nach E. Benedekti's Erfin-dung und A. Gherardi's Zeichnung, darstellte.

vidmer ( ), der altere, wohl ein Deut-

scher (wldmer) erscheint im HImanack äu Oom-meros äs ?ari8 r8ii. unter der Rubrik der da-mals zu Paris lebenden — Wagen - und Kutschen-maler.

viecheer (Johann Christoph), Maler, gebo-ren zu Petronell, unweit Wien, und gestorbendaselbst 1760. In der dortigen KK. Gallerie fin-det sich von ihm ein kleines Architekturstück miteinigen Figuren. S. auch den gleich folgendenArtikel.

— — (F. L.), ein uns sonst ganz unbe-

kannter Baumeister und Kupferstecher, mit dessenvorstehendem Namen 8. ziemlich seltene Blätterbezeichnet sind, welche schöne Architektur, meistin landschaftlichen Gründen, und auf dem Titel-blatt einen Brunn (darauf einen Obelisk erhöht)enthalten. Ohne Zweifel dieselben, welche ander-werts: kuäsra jn zwey Folgen (jede von 6. Bl.)bey Jer. Wolf zu Augsburg erschienen rubricirtwerden.

viedebant ( ), geboren zu Berlin zu

Anfange des XVIII. Jahrhunderts; Schwagerdes berühmten Kupferstechers G. F. Schmidt.

Vieil. I02Z

Er studirte anfangs andere Wissenschaften, underlernte die Malerey zu seinem Vergnügen neben-her. Ein widriger Zufall trieb ihn aus Berlin.Er wählte Hamburg zu seinem Zufluchtsorte undbeschäftigte sich hier vorzüglich mit der Malerey.Außer einigen kleinen historischen Sachen malte erLandschaften, vorzüglich aber Blumen, Früchteu. drgl. Auch handelte er mit Gemälden. Zu-letzt ging er nach England, wo er, wie es (1794.)hieß, einer ansehnlichen Bedienung vorstand.Hamburgische Rünstler-Aachr. 74 — 75 >

viehauser (Franz). So heißt bey vonGrerteu S. 257. ohne Weiteres, ein Goldschmiedzu Augsburg um 17ha.

viebl (Peter), Kupferstecher, geboren zu Pa-ris -755. Schüler von Prevost, welcher, unsersWissens, zuerst im ^imansck äes Keaux-Tlrtsi 8 oZ. als zu Paris wohnhaft erscheint. Derselbehat in sehr gutem Geschmack und körnigter Ma-nier mehrere Blätter für die Cabinette le Brun,Choiseul u. a. gestochen. So ;. B. den Frieden,der den Ueberfiuß (nicht immer!) herbeyführt,nach Mad. le Brun; ein Dianenbad, nach Mek-ka»); ein Urtheil des Paris, nach Rottenhammer,aus dem Cabinette le Brun; zwey Landschaftennach Ruysdael, aus dem Cabinet Choiseul. RostVIII. 341—42. Ebenderselbe soll auch die Bild-nisse für das Hieatre Hnglois, wieder nach Mad.le Brun, dann Andres nach Berghem und Lou-terbourg geliefert haben. Von ihm wäre fernereine Folge von 6 Landschaften, mit: inv.

ed kec. cbs8 Oirerearr bezeichnet, und bey demdritten Theile von Steph. Montucla's Histoirsäes IVlothematL9ue8 4° Vari 8 802. das Bildniß desVerfassers, en Medaillon. S. auch unter Per. Virus

* vteil ( ), Vater und Sohn. Anstatt

dieses Art. im Lex. l. die sämmtlichen nachfolgen-den Art. der Glasmaler dieses Geschlechts, wiefolgt:

— — (Johann le), ein Sohn des unten fol-genden jüngsten Wilhelms, lernte bey FranzJouvenet und Varia, worauf er, nach geringerAnleitung von seinem allzufrühe verstorbenen Va-ter, dessen Kunst übte. Von seiner Arbeitsieht man in den Kapellen von Noailles und vonBeaumont der Cathedralkirche zu Paris, in derdortigen Bernhardiner-Kirche, und in dem Hotelde Toulouse, in dem Schloße von Crecy, u. s.f.Auch besorgte er die Fenstergemalde in der Kö-niglichen Kapelle zu Versailles, und starb 1755.

— — (Ludwig le), des gleich vorgenanntenJohanns Sohn, lernte die Aeichenkunst bey De-machy, die Glasmalerey aber bey seinem Vater.Dieser war es, welcher seines unken folgendenOheims Geschichte der Glasmalerkunst (1774.)aus Licht stellte. Ob er etwa noch lebe? ist unsunbekannt.

— — (Peter le), ebenfalls des unken folgen-den jüngsten Wilhelms Sohn, und des obigenJohanns Bruder, nach Einigen geboren zu Pa-ris 1702., legte sich Anfangs auf gelehrte Stu-dien, und gedachte in den Benediktiner-Ordenzu treten; allein, da sein Vater von ic>. unerzo-gene» Kindern wegstarb, änderte er seinen Vor-satz , und arbeitete nunmehr mit seinem Bruderin des Vaters Kunst, die der Unsrige indessenmeist auf Ausbesserung alter Fenstergcmälde an-wandte. So z. B. i 7 ö 4 - derjenigen von St.Etienne zu Mont; dann von St. Victor u. s. f.Er sammelte sich auch eine vortreffliche Bibliothekund schrieb eine Geschichte der Glasmalerey undderselben praktischen Ausübung. Derselbe starb69. (a. k. 64.) I. alt. Nach den XouveUesäs8^rts I. 56 . hätten er (hier irrig viel geschrieben)und sein oben erwähnter Bruder in 1766. Glas-arbeiten in Notre-Dame gefertigt, oder vielmehrdie alten Fenster auf der Südseite dieser Kirche