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Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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5024 Vieil.

ausgebessert, ke ^Vor> p. 38 . Sein im Lex. an-gezeigtes Werk erschien erst nach seinem Tode.Fol. Paris 774. 25 o. S. mit 13 Kupfertafeln.Von Murr Journal III. S. 3 /. 43 .

vieil (Peter), ein anderer dieses Namens,von dem wir nicht wissen, ob er zu den übrigendieses (Glasmaler-)Stammes gehöre, war Ku-pferstecher, und, aus allen Umständen zu schlie-ßen, wohl sicher kein Anderer, als der oben an-geführte peeer viehl. Unter dem Namen vielstach er auch ein Urtheil Salomons nach Rubens.

— — (Wilhelm le) der altere und jüngere,Vater und Sohn, der jüngere geb. zu Rouen1640. Beyde arbeiteten in verschiedenen Gegendender Normandie. Um i 685 . malte der jüngeredie Fenster der Domkirche, und starb um 1708.in dürftigen Umständen.

— — (Wilhelm), der jüngste dieses Na-mens, geb. zu Rouen um 1676., lernte die Zei-chenkunst bey dem jungem Johann Jouvenet sei-nem mütterlichen Großvater, und die Glasmalereibey seinem Vater, N)ilhelm dem jüngern, dener schon in seinem Eiiften nach Orleans beglei-tete, wo der Vater die Fenster in der dortigenKirche zum H. Kreuz malte, und der Sohn sichbereits im Praktischen seiner Kunst übte, undalsdann bey ihrer Rückkehr nach Rouen'immermehrere Fortschritte machte, Die Bekanntschaftmit einem Mönchen der dortigen Abtey Ouen,welcher sich ebenfalls der Glasmalerei be-fliß, verschaffte ihm den Anlaß, denselben umi6g5. nach Paris zu begleiten, wo der Bau-Surintendant Mansard bald seine Talente ent-deckte, und durch ihn (gemeinschaftlich mit Mi-ch» und Sempi) Fristen in der Königlichen Kapellezu Versailles fertigen ließ*); eben so die Wap-penschilds des Dauphins an der Stiege der Tri-bune im Schloße Meudon. Alsdann kam er zuParis in das Haus von Peter Favier, der ihm,als einem jungen Manne von Verdiensten, seineTochter zur Ehe gab. Zu dem Vorzüglichsten nn-ler seinen zahlreichen Werken gehören diejenigen,welche er nach den Cartons von F. le Moine demältern, Joh. Jouvenet, Restout und Fontenayan den Fenstern der Invaliden - Kirche, in demDom der Großen Marien - Kapelle, in den Pfarr-kirchen St. Nicolas du Chardonnet und St. Rochgefertigt hatte. Dann namentlich zwey Bilder,welche, für eine Kapelle in dieser letztem Kirche,aus Auftrag eines reißen Finanziers bereits vol-lendet in seiner Werkstücke standen, blieben darin,La der Besteller mittlerweile in Armuth gerieth,und der Künstler sie um einen geringern, als denverkommenen Preis an niemand weiter entlassenwollte. Das eine stellte die Familie der H. Jung-frau, das andere Pius V. dar, wie er (1271.)den Himmel für den Sieg seiner und der VereintenSpanischen und Venetianischen Waffen über dieTürkische Flotte erfleht, undErhörung erlangt**).Zwölf Jahre vor unsers Künstlers in 17Z1. erfolg-ten« Tod überfiel ihn eine Gliederschwäche, welcheihn zu aller weitem Arbeit untüchtig machte. OeForrterrart M§c.

— — ( ), ein Baumeister, s. den Schluß

des Art. von I. B. pigalle in den gegenwärti-gen Zusätzen. Ob derselbe zu der Glasmaler-Familie dieses Namens gehöre, ist uns unbekannt.

— — ( ). Dieser hingegen soll sicher ein

Nachkömmling jener Glasmaler, und vielleichtSohn des oben angeführten Ludwigs seyn. Vonihm sah man 1806. bey der damaligen Ausstellung

Vieira, rc.

von Nationalindustrie-Produkten zu Paris Bild-nisse des Kaisers Navoleon und des Pabstes,wahrscheinlich eben auch auf Glas gemalt. Viel-leicht ist es dieser, der zu Anfang des laufendenJahrhunderts, 4 » vortreffliche Glasbilder einesim XVI. Jahrh, zu Rouen arbeitenden deutschenKünstlers dieser Gattung, Gerard Louf's, welchein der Kapelle des Hotel-Dieu daselbst standenund Gegenstände aus dem Leben der Einsiedlerenthielten, an sich kaufte, und in so hohem Preishielt, daß le Noir sie für das Museum nicht beste-hen durfte, so daß solche seither ins Auslandgingen. (Um dieselbe Zeit kaufte ein Engländereine ganze Kirche zu Rouen, sandte die darin be-findlichen Glasfenster nach England, und ver-kaufte dann wieder die entfensterte Kirche doch nochmit Gewinnst), ie ^Vor> p. 87. diot. 1.

vieil oder vieilh-varenne oder devarenne( ) Französischer Maler, Inge-nieur uud Kupferstecher. Unter der Rubrickder Landschafts- Marinen- und Architekturmalersowohl, als auch unter derjenigen der Kupferste-cher, erscheint derselbe, unsers Wissens, zuerstim ^Imanacb ä«8 6saux-/Irts 1811. als zuParis wohnhaft. Indessen schon r 8 c> 5 . lieferte erein Blatt nach der Zeichnung von Frere, welchesdas Gefecht vorstellt, das im Jahr IX. dasFranzösische Schiff Formidable mit vier EnglischenSchiffen, im Angesicht von Cadix bestanden hatte.Der winklersche Gantkatalog scheint ihn mitobigem perer Vieh! zu verwechseln, führt aberdann, wohl richtig, von diesem vieil vier num-merierte, von ihm selbst gezeichnete und geetzteBlätter an, welche Ansichten von Sceaux, denGegenden von Compiegne, St. Germain en Laye,und das Belvedere im Forst von Compiegne dar-stellen. Im TUmanssk äu Lommerss äs karlsi8ri. finden wir ihn dort nicht mehr.

— — s. auch unten die Art. viel.

vieille ( ), der altere. So heißt im

^.Imnnssk äs Ueaux-^rts i8oZ. ganz ohneWeiteres, ein damals zu Paris lebender Bau-meister.

— — ( ), der jüngere. Und so ein an-

derer, ebendaselbst in i8ot>. lebender Architekt,mit dem Ephithekon: Baumeister des Spithals(wohl des Spithals Cochin). Die von ihm er-baute Fa-^ade dieses Krankenhauses s. bey Landon(Annal. VII. 6.), wo solche das Lob einesedeln Charackters, mit dem Beysatze erhält, daßdieser Künstler auch sonst noch durch verschiedenegeschätzte Bauten bekannt sey. S- auch bald untenden Art. viel der altere und jüngere.

vieilliers oder v illers (de). So nenntman irgendwo einen tzu Paris in seiner Jugend(wohl in der letzten Hälfte des vorigen Jahrhun-derts) verstorbenen Kupferstecher, Schüler vonBenoit le Chautre (?). Von ihm sey das ein-zige Blatt bekannt: Hss Portraits ä 1 a moäs,was nämlich die Susanna mit den beyden Alken,nach Guido darstellt.

vieillot ( ), ein uns sonst ganz unbe-

kannter Kupferstecher zu Paris fertigte unr i8oi.,gemeinschaftlich mit Audibert, die prächtigenBlätter zu der Loiiection äes osisaux äorös ouareüsts metalllgues, welche damals bei Destaixzu Paris erschienen waren.

vieira-vidigal (Emanuel), ein portugie-sischer Maler. Nach ihm (Emanuel vyeravidigal ümsitanus luv. Komas) hat Hier. Frezza

«) Mißlungen war ihnen eine Scheibe, worauf sie des Königes Wappenschild und Chiffer von ungeheurerGröße malen sollten, weil das Glas dafür zu weich war.

«») Dieses nach dem großen Gemälde des Frere Andre in der Dominikaner-Kirche der Vorstadt St. Germain.Gestochen kennt mau dasselbe von Desplares.