Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Z0H0 Vien.

den geschicktesten Französischen Bildnisimalern derneuern Zeit gehöre. In andern öffentlichen Nach-richten erscheint derselbe zum erstenmal im /Uma-risck 6es Veaux-Arts i 8 o 3 . eben auch lediglichals einer der damals zu Paris lebenden Bildniß-Maler. Im ^Imansck da Lomwercs ?arjgr8n. hingegen finden wir ihn nicht mehr, so daßer vielleicht noch vor dem Vater, oder doch baldnach demselben verstorben seyn muß. Wie demimmer seyn mag, so fand sich auf dem Pariser-Salon 1806. von dem Unfrigen noch ein lebens-großes Bildniß des alten Generals Bache, welchesim l)ausanias Frankens S. 27h so ziemlich ge-rühmt, doch bemerkt wird, daß der Farbenkondes Kopfes wärmer — vielleicht aber dochfür einen, sehr ähnlich scheinenden Greisen derrechte seyn könnte.

* vien (M. I. a. b. Therese) geb. Reboul,Gattin von vien dem Vater, deren im Lex. amSchluß seines Art. Erwähnung geschiehet, geb.zu Paris um 1720. und in 1767. unter die Ehren-mitglieder der Akademie aufgenommen. Ihre Gat-tung bezeichnet schon das Lexikon. Auf dem Pari-ser-Salon von 1765. sah man von ihr eine brü-tende Laube; eine allerliebste Kleinigkeit, welcheauch Diderot in seinen: Lssais sur la keintursx. s6h—6ö. eben so angenehm zu beschreibenweiß. Neben dem, was sie, wie wir schon obenvernommen, nach Arbeiten ihres Gatten geetzthat, kennt man von ihr auch ig Blätter mit Fi-schen und Muscheln. Von jenen dort genannten

Bl. und Vasen sollen auch einige von ihrereigenen Erfindung seyn. Fiorrllo III. 460.

Ld. sec. s. v. Aeüo«/.

vienbach ( ). So nennen öffentliche

Blätter einen Ingenieur-Lieutenant, der (Wienid'ob.) einen Plan von Inspruck ans Licht gestellthabe.

* vien er ( ). Von einem solchen Ste-

cher (der aber vielleicht kein Anderer als der nach,folgende viennor ist, von dem ihn jedoch derKatalog Vonpaignon-Dijonvalzu unterscheidenscheint) nennt dieser letztere ein Blatt: 1e kemtrsÄÄN8 son tauäls» nach A. Both.

* vienna (Norberts ), siehe Norbert imLexikon.

vrenne (de). Ein solcher war (1789.) Hof-gärtner zu Scoonenberghe in den OestreichischenNiederlanden.

* vien not (Niclaus), geb. zu Paris, nachBasan (Ld. 8ec.) 1657., aber vielleicht wohl 5 c>I. früher. Nach Melan gestochen kennt man vonihm einen Loth mit seinen Töchtern; nach Voueteine St. Catherina auf den Knieen. Von Bild-nissen: Philipps IV. und der Königin Elisabeth,beyde nach Rubens, oder vielmehr nach Pontius,im Kleinen, sagt Basan (von welchem das Lex.hier schöpfte) denn doch nicht, daß sie „vortreff-lich", sondern bloß, daß sie „sehr genau copirt"seyen. Noch finden sich von ihm noch andereBildnisse, ohne weiter» Namen, als den seinigen;z. B. dasjenige des Kardinals du Netz, I. F.de Gondy (i 633 .). Ueberhaupt scheint der Uns«rige auch Maler, oder wenigstens Zeichner gewesenzu seyn. S. oben den Art. Johann vallet.

Vienots ). So heißt im Almanack duOommercs de ?aris 1811. ein damals dort leben-der Bauten - und Kutschenmaler.

Vtenville (Chevalier de) soll 1728. eineFolge von io Bl. geetzt haben, die einer Gräfinvon Parabert zugeeignet sind, und ehedem wenig-stens im Königl. Kabinet zu Paris zu sehen waren.

* vier» siehe Vieira jm Lex. und oben.

vierdanck (Hans), ein geschickter Schrei-ner zu Wittenberg in Sachsen, der sich zugleich

Viertel.

mit dem Orgelbau abgab. In 1626. lebte er noch,in 1628. aber nicht mehr.

vierenklee (Johann Ehrenfried). Nachder Zeichnung eines solchen erschien bey HomannsErben 1749. eine Karte von dem Bezirke des Wit-tenberger-Consistorinms. Adelungs Verzeichnißder Landkarten und topographischen BlätterSachsens, S. 46. nennt es die erste brauchbareKarte jener Gegend. Der unsere war damalsRecktor zu Dobrilugk in Sachsen, wurde sodannals solcher nach Herzberg und endlich 1764. alsPrediger nach Rehfeld versetzt.

Vierer (Barbara) siehe unten volckamer.

vierfanr ( ). So heißt in öffentlichen

Blattern ein Baumeister zu Arnhem, Aufsehereiner dortigen Zeichenschule i 8 v 5 . OeffentlicheNachrichten.

vieri (Marcel). Ein Bildniß der MariaLouise Jnfantin von Spanien, Erzherzogin vonToskana, soll C. Faucci gr. Fol., nach einemsolchen gestochen haben.

— — (Ugolino) siehe oben veri.

* viero (Theodor). Von ihm kennt manauch B. eine Madonne mit St. Philipp vonNeri, nach I. B. Cignaroii, und eine Geburthnach I. da Ponte. Dann gab er (1776.) in achtgroßen Blattern die Lebensstuffen einer Baurin,nach guten Bildern (das Blatt ä 40 Kr.) Erlebte noch 1779. Zu Venedig, und hatte dort einenKunstverlag, für welchen, neben Andern: CarlOrsoloni einen St. Vincenz de Paula, und V.

I. Giampiccoli 48 Landschaften nach M. Riccigestochen hat, in welchen letzern Figuren von I.B- Tiepolo geetzt waren, von Murr Iourn.

II. 273—74.

* Vierpol (Johann), vergl. oben Verbi!.

viert (Anton und Joachim du). Nach demerstern kennt man, von I. l'Enfant (1672.) ge-stochen, ein Bildniß des Maltheser-CommandeursI. de la Mothe-Houdancourt; und, nach Einemvon Beyden, in I. P. Firens Verlage: Lauva-AS3 armnene8 en Kranes pour etre ill8trnit3Hans 1 a — Religion (de ) i 6 i 3 !

viertel (Carl), ein von Koppenhagen ge-bürtiger Bildnißmaler, der auf der Akademie seinerVaterstadt studierte, hier 1789. und 1790. Preis-medaillen im Zeichnen nach dem Modell erhielt,und 1811. noch in Koppenhagen lebte. Eine Zeit-lang arbeitete er auch in Stockholm. Lvein-wich Bunst-Historie i Danmark. S. 198.Nach ihm hat Gerhard Ludwig Lahde ein Bildnißdes I. G. Marezoll gestochen.

— — (Friedrich Wilhelm, gewöhnlich Wil-helm), geb. zu Leipzig, der Sohn eines Kutschers,studierte auf der dasigen Kunstakademie die Ma-lerei und Dekoration und erlernte dabey dasKupfer - und Notenstechen. Er wandte sich daraufnach Dresden, benutzte auch dort die Akademie undhalf dem Glasmaler Mohn in seinen Arbeiten.Einige Zeit später verließen jedoch er und ein and-rer Gehülfe Mohns, Namens C. Siegmund,denselben, und ließen sich selbst gemeinschaftlichdaselbst als Glasmaler nieder. Ihr dießfallsigesAvertissement in dem Dresdner-Anzeiger aufi8t2. besagte, daß sie schönere und wohlfeilereArbeiten liefern würden, als solches bisher vonandern geschehen sey. Mohn erinnerte dagegenin gleichem Anzeiger, daß sie leicht wohlfeilerePreise machen könnten, indem sie während der Zeit,daß sie vordem bey ihm gemalt, Quantitä-ten der von ihm präparirten Farben auf die Seitezu bringen verstanden hätten. Ende i 8 l 3 . (da,mals 20 Jahre alt), trat vierte! den sächsischenFreiwilligen bey. Ein Weiteres über ihn ist unsunbekannt.