Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Viertel.

viertel (I. August, gewöhnlich August) derBruder des Friedrich Wilhelm, geb. zu Leipzig1790. Er lernte auf der Leipziger-Akademie,wies auf der Dresdner-Ausstellung 1807. eineAllegorie auf Amor in Sepia, zeichnete dann von1809. bis »o. auf der Dresdner-Akademie beydem Unterlehrer Fechhelm, ging darauf nach Leip-zig, wo er bey Berggolddie Oelmalerey studierte,kam wieder nach Dresden und malte Gläser fürden Glasmaler Mohn, gab dies aber 181Z. auf,und wurde Canzellist bey der Könrgl. SächsischenMilitär-Intendantur zu Dresden.

Viertelshausen (I. G- W.). Ein 1765.von einem solchen zu Jena gemaltes Bildniß desGottesgelehrten I. C. Korcher hat Bernlgerothnach ihm gestochen. Auch von der KupferstechersI. D. Sysang kennt man Bildnisse nach ihm.

viertmaper (Joseph). So heißt ein KK.Münzgravenr zu Prag, geb. zu München i/IZ.schon (1778.) bey Mensel I. wo von ihm, nebstverschiedenen in Wachs poussierten Bildnissen,eine Schaumünze zum Gedächtnisse der Installationdes Wischerader-Probstes, Grafen von Schaf-gotfch angeführt wird. Bey Mensel II. erscheinter nicht mehr; dann aber wieder Ebend.III. (also r8og. noch) unter den Lebenden. Li-porvsky weiß nicht Mehrers von ihm.

Viesac vergleiche unten vinsac.

vierh (Auguste von). Dieses Fraulein,vielleicht eine Schwester des Folgenden, zeigteauf der Dresdner-Kunstausstellung 1804. eineLandschaft in Kreide, und eine solche, nach Ruis-dael, in Sepia. Auf der von i 8 o 5 . aber, eben-falls nach ietzterm, ein Kloster; dieß in Del. Siewar damals eine Schülerin von dem ältern Wi-zani zu Dresden.

— — (Friedrich Ludwig von), Lieutenantbey der Sächsischen Leibgarde zu Fuß in Dresden.Er besaß viel Neigung zur Kunst, und schon aufder Dresdner-Ausstellung von 1786. fand manvon ihm, nach dem Leben mit Silberstift gezeich-nete Bildnisse. Später befliß er sich der Minia-tur unter Casanova, nahm dann seinen Abschiedvom Militair, und vertauschte um 1804. Dresdenmit Wien , wo er ganz sich seinem Lieblingsfachewidmete, unter Füger seine Studien fortsetzte,und, wie wir hören, noch um -812. als ein ge-schickter Künstler in Miniatur arbeitete. Nacheiner seiner Zeichnungen von 1796- hat Gottschick1811. den Kopf des Kapellmeisters Joseph Schu-ster in Medaillen-Form 8°. gestochen.

— — (I. G.). Eine Buchhändler-Anzeigevon 1800. rubricict: Musterzeichnungen zurUebung für die Jugend in Bürgerschulen,gezeichnet von I. G. vierh, gestochen un-ter B erger's Aufsicht, und in Beziehungauf das allgemeine Lehrbuch für Bürger-schulen herausgegeben von C. p. Funke,Ltes und letztes Heft, qu. Fol. Preis 16 Groschen.

vierri ( ), ein Maler, der etwa gegen

Mitte des vorigen Jahrhunderts in England ge-arbeitet haben soll; und von dem es heißt, daßArdell ein Bildniß der Clara Pitt, Schwester desLord Chatam, nach ihm schabte.

vierrt ( ). Von einem Bildhauer dieses

Namens fand sich Arbeit auf einem Salon, derin i 8 c> 5 . zu Turin, aus Anlaß der Gegenwart desErsten Consuls Buonaparte, daselbst eröffnetwurde.

Vieuville (derRitter). NachBasan(L6.sec.) hat ein solcher, nach eigener Erfindung,eine Folge von Katzengeschichten gestochen, undsolche einer (dort ungenannten) Dilettantin vonderley Thieren zugeeignet. Auch der Katalog vonPaignon-Dijonval nennt von ihm ro Bl. Figu-

Viggrani. Zozr

ren, Landschaften u. s. f. nach Callot,^ einerGräfin von P. (wahrscheinlich der schon erwähntenDame) in 1728. zugeeignet.

* vieux (le). Nach ihm hat I. L. Roulletdas Bildniß deS Karmeliters P. be St. Andre,und le Veaux ein Blatt: Den NeapolitanischenSchäfer, gestochen.

v, evoeg (David). So hieß ein, von einemunserer Kunstfreunde genannter, Drechsler-Ge-selle von Borna, der 1676. zu Dresden arbeitete.

* vigarani oder vigarini, siehe imLex. und bald unten viggrani.

» vigarney (Philipp de), auch Philippde Borgonna genannt, unter welch letzten« Na-men er im Lex. erscheint. Bey Fiorillo IV. 78.Anm. 9 heißt es von ihm: » Derselbe war ein be-rühmter Spanischer Architekt und Bildhauer,der, vorzüglich zur Zeit der Rückkehr des Berru-guette aus Italien , viel zur Veredlung der Skulp-tur, so wie überhaupt zur Verbreitung einesbessern Kunstgeschmackes in Spanien beygetragen.Neben Andern, bestimmte er die Verhältnisse desmenschlichen Körpers so, daß er zum Ebenmaaßedes Pompon. Gauricus, das aus 9 Gesichtslän-gen besteht, noch ein Drittheil hinzufüge.

vigee (C.). Von einem um 1760. lebendenFranzösischen Zeichner dieses Namens sah man(1810.) im Kabinet Paignon-Dijonval zu Pa-ris: Die Matrone von Ephesus nach la Fontaine,mit Bleystift aus Velin gefertigt. Wahrscheinlichnach ihm, oder dann nach dem gleich folgendenL- vigee (mit welchem er auch derselbe seynkönnte) gestochen, sind 7 andere Erzählungen nachla Fontaine, ohne Namen des Stechers, abermit: 0. /^i§ee luv. fignirt.

— (L.), geb. um 1727. Nach ihm

kennt man die Bildnisse des Wundarztes I. C.Petit, und des Generalfermiers A. I. I. la Richede la Popeliniere, beyde von I. Balechou; desWundarztes G. de la Faye; des Arztes Astrucvon I. Daulle; des Polizeylieutenanks de Sar-'tine von Littret; des Mathematikers Forest's deBelidor von I. G. Wille; dann zwey Gaktungsrblatter: Nicodeme und Babichon von F. Bakanund Voderf. Dann uns Unbekanntes, wie wieglauben von Gautier-Dagoty und Maloeuvre.

— — (Louise Elisabeth), vermählte leBrun, die schon oben in diesen Zusätzen unterletzterm Namen erscheint. Nach ihr gestochenkennt man das sehr schöne Gesellschaftsbild desDauphin (nachherigen Ludwigs XVII.) und derMadame (itzigen Duchesse d'Angouleme) von leBlot. Dann von Gattungsstücken: la Hn-lrosssmaternelle von Avril; IJnnoeence 86 reknAlant«lans les bras 60 la lustlce, sehr schön punktjrt,von Bartolozzi (1788.); la Vortue irresolue vonDennel; Venus Haut leg Alles «le l'Xmour,von C. G. Schulze; endlich la ?slx ramenantl'Hchonäance, von Viel. Vielleicht daß auch vonden oben dem L. vigee zugeeigneten Bildnissenein Paar ihr zugehören dürften.

vigel (Carl), vielleicht, ein Franzose. Erwar 1791. Theatermaler (neben Zurreck) bey demTheater der Jvftphsstadt in Wien. wieneri-sches Boniinerzialschema. Wien 1791. 8°.

vigelius (August Friedrich Franz), wohn-haft zu Templin, erscheint in dem Berliner-Adreßkalender auf i 8 o 5 . (in dem von 1801.noch nicht) unter der Rubrick: Baubediente,Conducteurs und Feldmesser.

* viggrani, auch vigarani oder vi-garini (Caspar). Derselbe baute, neben An-dern,, die Kirche St. Georgio zu Modena ineinem seltsamen Geschmacke, so daß sie, wie esbey Volkmann I. S. 4,5 heißt, mehr einemRedoutensaal als einem Tempel ähnlich sah.