Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Zvg4 Vitale»

geistvolle Gruppe: St. Joseph neben einem Tisch,auf welchem das Kind Jesus steht, und den Va-ter liebreich umarmet.

* virale (Alexander). Maler von Urbino, st.I6Z0. 5 oJ. alt. Derselbe war ein guter Copiste vonBarocci. So sieht man z. B. von ihm bey den Non-nen della Torrs zu Urbino eine solche Copie von ei-ner Verkündigung, die man für ein Urbild nehmenmöchte. Barocci bediente sich daher seines Talenteszum öfter», und verschmähte es nicht, die Arbeitdesselben zu ritocciren, diesen Dienst leistete er ihmvielleicht an einem Bilde von St. Agnese, im Domeermeldter Stadt, und an einem andern von St.Augustin, bey den Eremitanern daselbst.

tsr?. II. i52.

* — — (da Bologna) delle Madonne

genannt. Lanzi (Lä. ter?.) V. io u. 12 haltihn für einen Schüler von Franco, und Zeitge-nossen der Schüler des Giotto. Man kennt ihnvon 1020—45. In der Kirche all« Madonna diMazaratta zu Bologna sieht man von ihm eineGeburt, und im Pallaste Malvezzi einen St. Be-nedikt mit andern Heiligen. Seine Zeichnungwar trockener als die jener Schüler des Giotto,und seine Composition verschieden von den Ideendieses letzter». Baldinucci in seiner Uibiiotk.Lonon. nennt seinen Pinsel mnnum elexantissi-msm, woraus Lanzi, so wie aus seinem Bey-namen, neben Anderm, gegen Baldinucci denSchluß zieht, daß er eher aus des MiniatorenFranco, als aus des grandiosen, mannigfaltigenund ideenreichen Giotto's Schule entsprungen sey.Fiorillo II. 446 . dann nennt ihn ebenfalls:Sehr genau in der Ausführung, und in der Fär-bung des Fleisches angenehm. Seine Gemäldepflegte er mit seinem Namen: Vitalis zu bezeichnen.

— — (Candidus). Das Natürliche inseinen vierfüßigen Thieren und Vögeln, so wiedas Frische in seinen Früchten und Blumen,begleitet von seiner geschmackvollen Compositionund zartem Pinsel, machte ihn in seiner Gattung,in und außer Italien vor allen Andern gesucht.Auch hatte Cignani, der immer so aufmerksamwar, die Talente seiner Schüler zu prüfen, ihnauf diese Bahn geleitet. Lli. ter?. V.

208. „ Ob " (sagt einer unserer Freunde) « dieserKünstler etwa Eine Person mit einem AiclausLandidusvitale sey, dessen eigenhändig gemaltesBildniß sich (1780.) in der Samml. von Malerbilo-nissn des Grafen Firmian, auf dem Schlosse Leo-poldskron bey Salzburg befand, ist uns unbekannt.

* — — (Ti.. Claudius) der antike Baumei-ster zu Nero's Zeiten, s. im Lex. vitalis. vitaleheißt er bey Milizia. 1 .81 bloß im Vorbeygange.

* vital» ( ). So heißt auch ein uns sonst

ganz unbekannter Italien. Künstler, der das BildnißLorenzo's von Medicis, an der Spitze von Fabroni'sBiographie desselben ( 4 °. Lisis 734.2 Voi.) gestochen,und ohne Zweifel der nämliche, welcher noch in » 8 o 5 .an der 8ckoia Italien mitgearbeitet hat.

* vitalis, s. Felix den Freygelassenen, imLex. und in diesen Zusätzen.

*vire (Loren; Amon, auch bloß Anton).Derselbe malte noch im alten Giottischen Geschma-cke , mittlerweile sein Meister Starnina, und andrevon desselben Schülern, sich schon zu einem neuern,freundlichern wandten. La-rM L6. ter?. I. 50.Die Arbeiten im Capitolo von St. Niccolo zu Pisahatte ihm Srarnina übertragen.

* — — (Peter) von Urbino, welcher im Lex.s. v. Orere von Urbino und wieder unterUrbino (fZrete da) erscheint, war ein Bruderdes nachfolgenden Timorbeos, und arbeitete indem nämlichen Styl, doch von geringerm Werthe.Auch ist es nicht völlig gewiß, ob er mit jenemArere, einem Verwandten und Erben von Ras

Viterbd.

phael, Eine und dieselbe Person gewesen sey.

Lll. ter?. II. g 5 .

* vire (Timotheus della) von Urbino. Nach-dem er etliche Jahre zu Bologna unter Franciagelernt, ging er auf eine Weile nach Urbino zurück,und alsdann nach Rom, wo er seine Studien inder Akademie forschte, welche Raphael, seinVerwandter, im Vatikan eröffnet hatte. A laPace half er demselben bey der Fertigung der be-kannten schönen Sibyllen. Hierauf kehrte er,man weiß nicht warum, aufs neue nach Haus,und blieb dort bis an seinen Tod. Nach Romhatte er noch etwas von der Manier der Quattro-centisten mitgebracht, wie solches aus einigen sei-ner Madonnen im Hause Bonaventura und imCapitel zu Urbino , so wie in einer Kreuzerfindungbey den Conventualen zu Pesaro ersichtlich ist.Dann aber vervollkommnete er sich unter Raphael,und nahm von dessen Grazie, Stellungen undFärbung ein Ziemliches an; aber in der Erfindungblieb er immer beschränkt, und sein Pinsel furcht-sam, mehr genau als grandios. Zu seinem Beß-ren noch vorhandenen gehört seine Empfängnißbey dem Observanten zu Urbino ^), und eindlolime tsnAsre in St. Angelo zu Cagli. Ob, wieHuber ( natürlich zu des Unsrigem großen Lobe)meint, mehrere von seinen Werken Raphaels Na-men tragen, ist uns unbekannt. Lanr-r (L6. ter?.)II. 94—96. Nach Zeichnungen von ihm aus demKabinet Crozat geetzt und braun ausgetuscht gabder Graf von Caylus: Moses, aus dem Nil ge-rettet, und Herse die dem Merkur den Zutritt zuAglajen nicht gestatten will; und aus dem Königi.Kabinet eine Geburt der H. Jungfrau. Anderenennen noch jenes Bild der Dreyeinigkeit, voneinem Unbekannten, mittelmäßig zu einem (beyMainardi zu Urbino 4°. 1700. gedruckten) Brevieregefertigt. Eine kräftige Federzeichnung von ihm :Zahlreiche Familie, die sich aus dem Schiffbrucherettet, besaß noch »8io. das Kabinet Paignon-Dljonval zu Paris.

*virel(van). So nannte man auch dieFamilie vanvttelli in Italien.

virelli (Lucas). So heißt im B> Drsini'sDosen? ä'^scoli <p. 2Z8) ein Maler von Ascoli,Schüler von Ludwig Trasi, der besser in Frescoals in Oel gearbeitet habe, und 17^0. in hohemAlter zu Rom verstorben sey. Plafonds von ihmsollen sich in Pallasten zu Rom befinden. AllerleiMittelmäßiges von seinerHand findet man zu As-coli: In Lunetten der Kirche St. Venanzio, ausdem Leben der H. Catharina von Siena; in einemPlafond der Kirche Et. Annunziata der PP. Mi-nori Osservanti die Figuren von Moses und Aa-ron ; in St. Agostino ein Altarblatt mit der Mar-ter St Crispins und St.Cnspinians, in trocknen»Styl und ganz nachgedunkelt, doch mit einigengraziösen Engelchen in der Glorie, und endlich eine— Standarte für die Bruderschaft von St.Spirito. 1 . c. » 36 . 182. »99. 208.

*vitenrv»el,s. wptenrvael j. Lex. u. unten.

vieerbel, ein Baumeister, der »481. zuerstden Schleusenbau erfunden, und »497. die Schleuseauf der Brenka erbaut haben soll. Nachricht überihn sollen Frist ( äel mollo äi reguläre i Kamie i torrenti »762., dann 1768. 4 °.) und Zedrmk(I.eAgi e lenorneni, re^olsrions eci nsi clellsacyus correnti. Vene?. » 74 ». 4 ° ) geben.Beckmann Litteratur der älteren Reisebeschrei-bungen B. I. Stück II. Göttingen 1808. 8. S.216. Vergl. auch oben Simon Srevin.

viterb 0 (Anton von) genannt il Vastura,ein geschickter Maler der 1489. die Mauern überdem Chöre in dem Dome zu Orvieto bemalte.Ltoris ä. Dnonio cli Orviotc, p. » 35 .

s. t>. (vielleicht das Nämliche): Eine Dreyeinigkeit, in der P. P. Aoccolanten-Kirche zu Urbino.