Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Viterbo.

viterbo (Franz da). So nennt Temanza(II. 184. ) einen Baumeister, der um 1825. unter A.da St. Gallo und M. Sän Michele gearbeitet habe.

— — — (F. Mariotto di Giovanni da)/auch kurz weg F. Mariotto da viterbo, einDominikaner von Viterbo / der sich i 444 - denVorstehern des Baues am Dome zu Orvieto alsGlasmaler anbot. Ein ihm zur Probe übergebenesFenster gefiel aber nicht / so daß man an seinerStatt den Gasparo da Volterra annahm. Indes-sen scheint er doch Beschäftigung in Orvieto gefun-den zu haben/ da der Peruginer-Mönch und Glas-maler Franz Barsni sich desselben und des MalersFranz Giovanni di Pierro (1448.) bediente/ umseine heimliche Entfernung von Orvieto zu ent-schuldigen. ä'ton'a riet I)rroMo är Orvieto p.120. 802. 38 Z.

— (Tarquinius da). Baglioni nenntihn vornehmlich als Prospektenmaler/ dessen Bil-der sein Freund/ Johann Zanna, ein Römer/mit Figuren staffirt habe. La-rsr Lä. ter^. II. i 38 .

— — — (Tosca von), s. oben Tosca.

* vithouk. Statt der Weisung im Lex.»S. A- Bloemaerr", l. S. wychoek im Lex.und in den Zusätzen.

viti (Franz). Ein solcher erscheint in demNeapolitanischen Staatskalender auf 1797. alsKöniglicher Ingenieur.

* vieo (Niclaus di) „Man kann ihn" (heißtes bey Lanzi (Lä. tors. II. 298) „wegen derSonderbarkeit seines Humors und der Neuheitseiner Spässe den Buffalmaco der NeapolitanischenSchule nennen. Uebrigens war er von ganz un-bedeutendem Werthe".

* -oder Virus (Don) Rost III. 218.

nennt ihn Dominicus Virus / Kupferstecher,geb. um i 836 . und (nach Malpe) soll aus einemseiner Blatter , mit 1876. datirt, welches dieMarter St. Bartholomäus darstellt, erhellen,daß er ein Mönch von Vallombrosa in den Apen-ninen war.*). Nach seinem Style zu urtheilen,mochte er sich nach Aug. Veneziano gebildet ha-ben, dem er bisweilen an Feinheit des Grabsti-chels gleich kam. Neben obigem Blatte kenntman noch von ihm: Die Keuschheit Josephs,nach Naphael (1878.); St. Joachim mit demRauchfasse, nach einer .Zeichnung von A. delSarto (1880.); Jupiter und Callisto (verargeMönch!); dann wieder eine Folge verschiedenerkleiner Blätter aus der Leidensgeschichte, mit Ein-fassungen von Vögeln , Fischen u. a. Thieren(wohl einer Art Arabesken); endlich verschiedeneantike Statuen , neben andern einen Flußgokt. RostI. c. Sein Monogramm giebt Brulliot N°. 3 ? 6 .

* vitoni (Ventura) Milizia (Lä. ter2>)I. 189 in dem Leben des Bramanke, nennt ihneinen wirklichen Schüler desselben, und seineKirche dell' Umilta, mit ihrem Portikus von Corin-thischer Ordnung, eine grandiose Baute. Im:^lmansck s. kom i8n. (Kunstkalender s. 6.März) wird seine Blükhezeit schon I-47V. gesetzt.

vitotius (Ascan) erbaute 1896. die sehrschöne Frauenkirche zu Moudovi in Piemonk.Ansicht, Durchschnitt und Grundriß derselben,

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auf drey großen Platten gestochen, finden sich im:lüöstre äes Dtsrs äu Ous äs 8nvo^e II.wovon die zweyte Aufl. bey Mortjens im Haag1700. sehr groß in Fol. erschien.

virre (Anton). Nach einem solchen soll et-was uns Unbekanntes gestochen seyn.

vierter (Lorenz de), f. oben den Art. L.van Rool.

* vieringa (Wilhelm), von Männlichsagt von diesem wenig bekannten**) HolländischenSeemaler: „Wenige seiner Gattung haben dieNatur mit mehr Wahrheit,,Geschmack und Kraftnachgeahmt als er; seine Färbung ist vortrefflich,die Zusammensetzung von guter Art (?), und dieBehandlung geistreich und reinlich." In Deutsch-land besitzt, unsers Wissens , die einzige Galleriezu Wien von ihm zwey kleine Seestücke auf Holz.Nach ihm, in lavirter Manier von I. G. Prestelgeetzt, kennen wir einzig ein bewegtes Meer mitSchiffen.

* vitrulio ( ). Nach Lanzi (Lä. ters.)

III. 182. scheint dieser alte Venezianische Künstlerzur Zeit des Bomfazio Veneziano (st. r 883 .) ge-lebt zu haben, und dessen Nebenbuhler gewesen zuseyn. Auch soll sich auf mehrcrn noch zu Vene-dig von ihm vorhandenen Bildern sein Name be-finden.

*vitruvius (Lucius), genannt Terdo, wieman glaubt von Verona gebürtig, ein Freygelaß-ner des Lucius, und Zeitgenosse des MarcusVitruvius. Von ihm sieht man noch zu gedach-tem Verona den schönen Triumphbogen de Gavigenannt, von Corinthischer Ordnung, mit der ge-zahnten und mit Sparrenköpfen vielleicht allzusehrüberhäuften Cornische, an welchem der (berühm-tere) Vitruvius pollio so viel auszusetzenweiß ***). Indessen hält Milizia Lä. ters. I.76. dies Monument eher für ein Grabmal vonvieren aus der gedachten Familie de Gavi.

* — — (Marcus), genannt pollio. Seinwahrscheinlicher Geburtsort Formia ist das heu-rige Molo di Gaeta. Sicher blühete er zu denZeiten des Kaisers Augustus, der ihm ein lebens-längliches Jahrgeld auswarf, und dem er nochin hohem Alter sein berühmtes Werk über dieArchitektur zueignete, ohne welches sein Namevielleicht nicht auf die Nachwelt gekommen wäre.„Dieses Werk voll Gelehrsamkeit" (heißt es beyMilizia (Lä. ters. I. 74. st 86gq.) «giebt dieRegeln der griechischen Baukunst an, und erhebtsich zu den wahren Grundsätzen derselben; durch-weg sind nützliche historische Notizzen über dieantiken Baumeister und ihre Werke eingewoben.Was indessen dem Buche vollends den größtenWerth giebt, ist der Geist und das Herz, den ervon einem Baukünstler erheischt, so daß keinerderselben die darin enthaltenen edeln Vorschriftenlesen kann, ohne entweder ein rechtschaffner Man»zu werden, oder, wenn er seine Lehren verschmähtund dagegen sich lieber niedrigem Interesse ergiebt,wenigstens über sich selbst erröthen muß." Hier-auf erhält die italiänische Uebersetzung des Vitruvsvon dem Marchese Galiam gefertigt, die ver-dienten Lobsprüche ^). Von Gebrechen sey üb-rigens des Römers Werk, so wenig als jedes

*) Dasselbe ist nämlich mit pom. Oräinis Vsllis uwdrosse bezeichnet. Aus diesem Ooai. mag das Oo»des Ler. nach Gandellini, irrig herrühren.

2») Darum (bemerkt Hemecke n. 66.) weil seine Arbeiten meist unter B- Peeters und andern berühmtenNamen verkauft werden.

Und doch sind Einige einfältig genug, denselben für ein Werk — dieses letzter» zu halten.

4 ) 2 »s Holländische übersetzte ihn schon im xvi. Jahrhundert (meisterhaft) Peter Robeck, ins Französische(vortrefflich) Ll. perrault, ins Deutsche kihobe. Eine ältere Französische von Ienir Martin erschienschon 1547. z» Paris, begleitet von einer Abhandlung des berühmten Jean Goujou,, von dem uus sonstkeinerley schriftliche Aufsätze bekannt sind. Ein Marchese Polani, welcher gegen eine Stelle in der Schrift