4 ozo Borgt.
und Frescomalerey. NachgehndS fertigte er dennauch viele Bildnisse in Oel und Miniatur; maltein seiner Geburlsstadt, und zwar in der Johannis-kirche, die Brüstung am Chor in Oel, so wie fer-ner einen Thurm am Brückenthor und verschie-dene Privathäuser und Gärten al Fresco; endlichauswärts auch die Kirchen zu Euerbach undGochsheim mit biblischen Historien in Oel. AlsSchreiner, welchen Beruf er bis an seinen Todfortführte, lieferte er treffliche Mobilien aus Nuß-baum - oder Eichenholz, mit schön gezeichnetenFiguren, die zum Theil ausgeschnitten und einge-legt, zum Theil nur schwarz schattirt, zum Theilmit lebendigen Farben gebeizt, nnd dabey trefflichlackirt oder polirt waren. Sie gingen bis nachWien, Würzburg, Werthheim u. s. f. NebenObigem war Volt, der 1796. zu Schweinfurtstarb, nicht minder geschickt in der Verfertigunggroßer und kleiner Sonnenuhren.
voigt oder Foght (Johann oder HansChrist.) Weinwich's Bunsthistorie i Dan-mark benennt ihn auf letztere Art. Derselbe erhielt1808. auf der Akademie zu Kopenhagen einePreißmedaille im Zeichnen.
— — oder Vogt (Johann Christoph). Sosoll ein von Sagan in Schlesien gebürtigerGoldschmied heißen, dessen Bildniß Christian Ru-gendas, nach der Zeichnung von Joh. Lor. Hayd,geschabt habe.
— — (Joh. Gottlieb Lebrecht), Schreibemei-ster an der Churfürstlichen Landschule zu Meisten,zeigte 1782. in öffentlichen Blattern an, daß ereine Gründliche Anweisung zur Calligraphieauf Pränumeration (20 Groschen) herauszugebengedachte. Sie sollte aus drey Tabellen und eini-gen dreyßig gestochenen Vorschriften bestehen; de-nen letztem wollte er zu jedem Exemplar, bessererEinsicht wegen, noch mehreres eigenhändig inHandschrift hinzusetzen. Ob übrigens dieses Werkwirklich erschien, ist uns unbekannt,
— — (Joh. Heinrich), gab, zufolge Beug-hem's kiblioxr. Llatkemstlcs, heraus, ein:Schreib - Formular. Hamburg 1670. 8°. Ver-muthlich war er ein Schreib - und Rechenmeister,indem hier noch mehrere mathematische, astrono-mische u. a. Abhandlungen von ihm rubricirt sind,die meist in Hamburg, dann aber auch in Stadeund in Lübeck von i 6 V 5 —8i. erschienen.
— — (Johann Heinrich), ein GothaischerHofgärtner. S. oben Wilh. Ludw. Steitz.
— — eigentlich voigdr, (I. C-), stachsehr schlecht zu Hamburg nach der Zeichnung vonRond, einige allegorische Figuren und einen Pro-spekt gedachter Stadt zu: Neu vermehrtes Ham-burgisches Gesangbuch 171b»
— — (I. C. W.) soll eine petrographischeKarte vom Hochstift Fulda (Preist 16 Groschen)entworfen gezeichnet ».herausgegeben haben. Der-selbe war, so viel wir vernommen, ein Bergwerks-verständiger aus dem Weimarischen, den der Fürst-bischof von Fulda vor ungefähr dreyßig Jahren,auf eine Zeitlang zur Untersuchung des mineralo-gischen Bestandes seines Landes berufen hatte.
— — (Martin), ein Bauwerkmeister. S.oben Martin Sora.
— — oder Vogt (Moritz), ein Pater, derum 1720. bey Zieger zu Nürnberg eine schöneKarte des Königreichs Böhmen in zwey Bogenherausgab. Haub er Historie d. LandkartenS. go. Irren wir nicht, so hat M. Kauffer die»selbe gestochen.
— — oder vielmehr Vogt (Nikol.), Gehei-mer Legationsrath, ehemals (oder jetzt noch) Pro-fessor und Bibliothekar in Mainz, ein bekannter
Voille«
patriotischer Gelehrter, und zugleich geübter Zeich-ner , der sich zu Anfang des laufenden Jahrhun-derts namentlich auch mit der neuen Erfindung,auf Marmor Zeichnungen zum Abdrucken zu fer-tigen , beschäftigt hatte. Dann erschienen zu Frank-furt am Main bey Peroux: Pantomimische Stel-lungen von Henriette Hendel (26. Bl.) Fol. vonihm beschrieben, und, wie wir glauben auch(freylich heißt es irgendwo: »mit unsicherer, in-korrekter Hand") gezeichnet und in Umrissen geetzt.(Pr, 6 Thlr.) Eine sehr unvortheilhafte (aber da-bey Wunderkrause) Beurtheilung derselben s. in derJenaer Lirrer. Zeitung 1810. (26. Aug.)
voigt (Niclaus), Königl. Dänischer Hofgart-ner und Schloßverwalter zu Friedrichsberg 1756.
— — (Paul), Goldschmied zu Dresden. S.oben Friedrich voigr.
— — (Ulrich Adolph), Königl. DänischerHofgärtner zu Freudenlund 17^6.
— — eigentlich voit (Wilhelm), einMünz-meister des Pfalzgrafen von Veldenz um 1^82.Eprers versuch einer Sammlung pfälzi-scher Münzen II. 214.
— (Wilhelm), ein Bildformer in Erde.,f. Vogt im Lex.
— — (Wolfgang), ein Maler zu Halle imMagdeburgischen, geboren i 584 . gestorben zu ge-dachtem Halle i 656 . Er hatte fünf Söhne ge-zeugt. A. O/earii Loe-«rte»'M»r
S. iäi.
— — — — So hieß auch ein Goldschmiedzu Zug in derSchweiz, welcher in i6oZ. in das dortigeBuch der Bruderschaft in die Ehre des H.Evangelisten und — Erzkanzlers Christi,St. Lucas, eingeschrieben wurde.
— — (von), ein aus dem Hessischen gebür-tiger junger Edelmann, der in 179. . zu Göttin-gen studirte, und hier bey Zimmer Unterricht imZeichnen nahm', auch nach seiner Lehre einigeLandschaften sehr mittelmäßig radirte. Er starbeinige Jahre hernach in seinem Vaterlande.
— — ( ). Irgendwo rubricirt man un-
ter den 1792. in Dresden angekommenen Frem-den einen Architekt voigt aus Anspach. Obhierunter etwa der obige Carl Ludwig (v.) zuverstehen wäre? Schwerlich.
— — eigentlich Vogt ( ). So heißt ir-
gendwo, ohne Weiteres, ein Goldschmied ausSachsen, welcher einzig durch sein Bildniß be-kannt sey, und wohl kein Anderer, als der obenangeführte Joh. Christoph v- seyn mag.
voigtlander (Carl Johann Heinrich, oderJohann Heinrich). Ein Stempelschneider, gebür-tig von Bettmar an der langen Wiese, eines dor-tigen Herzog!. Lüneburgischen Amtmanns Sohn.Er lernte die Kunst bey Christian Wermuth, derseine Schwest mr Frau hatte, und kam nachErsurth als M ' - Eisen- (a. d. Stein-) Ste-el - und Wap schneider. S. Das jetzt lerende Erfurr i/oZ. u. Lochner's Sammt,merkwürdiger Medaillen, Lh. VI. in derVorrede.
voigtlini (ChristianConr.), Architekt, f.obenvögtlini.
voigrmann (Carl Gottlob), zu Berlin,wird in dem Berliner-Adreßkal. auf i 8 o 5 .,nebst andern mehr, unter der Rubrik: Baube-diente, Condukteurs und Feldmesser aufgeführt.
voigts s. oben voigr.
voille ( ). Nach einem solchen hat le
Brau das Bildniß des Rußischen GroßfürstenPaul Petrowiksch gestochen. S. auch oben viol.