V r i e s.
hann zu Drcslau, findet sich an einem Altar(stakt des Alrargemäldes) bey dem Eingang insPresbyterium» eine trefflich von ihm gegossenePlatte, die den H. Vincenz auf dem Roste dar-stellt. Beschreib, d. Stadt Breslau. Brieg1794- S. 85. Garzom sagt, daß er für KaiserRudolph II. sowohl Bilder aus Wachs poussi-ren, alS auch zu Prag i5c>3., 8 Fuß hohe Sta-tuen habe gießen müßen.
vries (A- de). Einer dieses Geschlechts etzte inneuern Zeiten (1758.) eine unbedeutende Titelvig-nette zu den Oeuvres pkilosopbiques äe I.eib-nit2, publ. p. R. L. Rssxe 40.'^msterclsm stHeips. 7H5.
* — — (Johann Fredemann de) auch Freibemann Frisills genannt. Man hat von ihmein Buch mit Monumenten, unter dem Titel:Loenotspkiorum,tumulornin et mortuorumrnonumentornm, 156z. zu Antwerpen durch Hier.Eock edirt *). Die dazu gehörigen Stiche sindgeetzt, und mit vieler Einsicht mit dem Grabsti-chel überarbeitet. S. Rost V. 3n, unter demArt von Simon Frisius. Ein Verzeichniß mei-nes sel. Bakers dann nennt von oder nach ihm:Horkorum, Viriclsriorumqus elcAsntss et mui-tixlices formse sst Arckiiteetcmlcsc srtls normamrielineatw i6l5 <A'ci/r. exc. Lolon.
1 5 . k. (dieß, wir haben es vor uns, geschmack-los). — ?snopkis, seu ärmentsrium so,Or-naments cum srtinm so oyiüciorum, turnetism exuvisrum msrtislium, qus spoiis quo-nne sliis sppellsri consusvere. ^ntrv. sp.2/rsost. La//aen»r 17. k. — Oist'srens ?ourc-trsits äe mennissrie etc. /'st. Laste exc. —Variss ^robltecturoe kormss. Tsteost. Lastae«§exc. 1601. 5o. k. (dies und die folgenden wohlmit dem gleich anfangs Angeführten eine unddieselbe Arbeit). — s)oenc>taplns etc. Lau. Mast-/eiF exc. — Lsr^stiäes etc. Ler. ste Abaste exc.
16. ?. — Brunnen 24. k. — ^rtls xerspcctivsssormnlse ^8. k. — Descamps I- 135—37- er-zählt, wie dieser Künstler Perspektive zum Täu-schen gemalt. Viele Bilder und Zeichnungen vonihm sollen sich auch zu Augsburg, Prag und Parmabefinden, was somit auch Reisen desselben durchDeutschland und Italien vorauszusetzen scheint.Als in 1570. Carl V. Tochter nach Italien reiste,errichtete er in Antwerpen, zu Ehren derselben,einen Triumphbogen inner fünf Tagen, wofürihm 60 Rchsthlr. bezahlt wurden. Neben denschon im Lex. und oben angeführten Werken vonihm, nennt Descamps auch Zeichnungen fürDerer Balren's Architektur-Ordnungen, welcheunter dem seltsamen Titel: Vdestrum vitsc ku-Msnos erschienen waren, da solche nämlich un-ter den Bildern der Compositen bis zur Toscani-schen Säulenordnung die verschiedenen Stuffendes Alters (ciels vieillesss?) bis zum Tode darstell-ten. Von deutschen Gallerten besitzt von ihm,unsers Wissens, die einzige KK. zu Wien daskleine Bild des Inwendigen einer großen Gothi-schen Kirche, ohne Figuren. — Noch lesen wirin den Notizzen eines unserer Freunde: „SeinBildniß wr. 77. hat zu seiner Perspektive in qu.Fol. blenr. üonöius 1604. in kl. 40, gestochen;dann sollen sich solche auch in der Suite des P.v. d. Aa, und in der neuen Lufl. des C. vanMander, (der die beßte Nachricht über ihn undseine Söhne giebt) — dies von l'Admiral ge-stochen — vorfinden. Er hat zu Antwerpen, Mercheln, Braunschweig, Hamburg, Danzig u. Praggearbeitet. Die Litteratur seiner Schriften überdie Baukunst und Perspektive ist weitläufig undverwickelt; die öfter» Auflagen, die bloßen Ver-änderungen der Titelblätter, die Uebcrsctzungenin andere Sprachen und die Hinzuthaten andererSchriftsteller find hieran schuld. Wir kennen sonst
Vasari nrnnt de» Unsrigen, bey dieser Gelegeuhi
Vr-ints. 4o§i
noch, von ihm gezeichnet, zwey nummerirte Sui-ten in qu. kl. Fol. mit, nach architektonischenRegeln entworfenen, Garten-Rissen. Die ein«von 20 Bl. und einem Litelkupfer erschien beyPhil. Galle zu Antwerpen 2583., die andere von8 Bl. trägt auf N°. i. die Bezeichnung: Aka»-«§ ste ^5-estma, inveutor, bUlippus
Oslleus excuält; beyde ohne Namen der Ste-cher. Irgendwo rubricirt man auch: Vsrie oc-cslli c tiori novsmente poste insieme psr 6us-tus Lsäeler et ints^liste psr Z'o. i4
. Bl. in 40. Ob dies fich aber auf den unsernbeziehen möchte?"
* vries (Johann Regner de). „Seine Land-schaften" (sagt der H. von Männlich) „sindgewöhnlich gesperrt; eine Mühle, ein -Bauem-haus mit Bäumen umgeben, von der Sonne be-leuchtet (?) sind die gewöhnlichen Gegenständeseiner Bilder." Von ihm besitzen in Deutschlanddie Gallerie zu München eine kleine Landschaftin gemeldtem Geschmacke; diejenige zu Salzrha-lum einst ebenfalls eine solche, mit Figuren; die-jenige im Goeder zweye; der H. Kaufmann Fi-scher in porsdam eine, durch ihn mit Gebäudenstaffirke, von Ruysdael, und (180g.) das Kabi-net des H. Hof - und Landgerichts - AdvokatenSchmidt zu Liel viere: Eine Dorfgegend mitHolzung und Reisenden; den vor einer mit Blu-men beschatteten Hütte auf dem Dudelsack spie-lenden Hirt mit Frau, Kindern und Schaafen;endlich zwey Landschaften mit Ruinen, wovonbesonders das zuerst genannte Bild als „herrlichbeleuchtet" und „Ruysdaels würdig" rubrizirtwird. Endlich nennt auch der von dem H. vonMecheln verfaßte Gantkatalog der LausbergischenGemäldesammlung sieben Bilder, keck und pastosauf Hol; und Leinwand gemalt, die mit R v.vries bezeichnet waren, und die hier unsermJohann Regner zugeschrieben werden. Siezeigten theils mit alten Gebäuden versehene, theilsbaumreiche Landschaften; dann auch niedlich aus-gefertigte Seestücke. A. Waterloo hat nach demUnsrigen geetzt. Noch bemerken wir, daß Hei-necke II. S. 48. INot. n. ihn „einen beßernZeichner als Maler" heißt. Zeichnungen von ihmsah' er zu Amsterdam, mit 1657. datirt.
* vries (Paul Fredeman de), welcher im Lex.
unter seinem Vater Johann Fredeman Vrieserscheint. Nach Fiorillo's Deutschland II.5o3. malte Er (nicht Johann, wie es im Lex.heißt) in ein großes Bild des Abendmals vonJoseph von wimphen das Architektonische.Derselbe hatte auch einigen Antheil an den Schrif-ten seines Vaters; so z. B. zeichnete er zu demWerke: ^rciiltecturs bsstsencls in v^s msuls-rsn van Lllisttlen, sls 'skuscsna, Oorics, To-nics, Lorlntlnca, ensts Oomposita etc. Ahsln-venteert stoor Aoü. priese en8s Se-rien 8one /'ari/o /^»-ier 1606. lloor kstenr.
Ronäius.. Eine fran;ösische Auflage hiervon er-schien Amsterdam 1620. qu. Fol., mit eben sol-chen von Hondius gestochenen Kupfern. Vergl.auch oben Derer Srephani.
* — — (Regnart de), s. oben Joh. Reg-ner de vries.
* — — (R. v.), s. oben den Schluß ebendieses Art.
* — — (Simon), s. Frisius im Lex. und ingegenwärtigen Zusätzen.
* vrinrs (Joh. Baptist). Gestochen von ihmnach O. Vaenius nennt ein Verzeichniß meinessel. Vaters das Bildniß Ludwigs von Orleons.Dagegen bemerkt einer unserer Kunstfreunde:« Daß derselbe selbst Kupferstecher gewesen, davonhat sich zum wenigsten nie eine klare Anzeige ge-lt, Yarrse-