4064 Wael.
in einer Herberge anlange«) von ihm 1654 . zuRom gemalt."
wael (H. von), s. unten wel.
* — — (Johann Baptist« de), der älrers(Vater des vorstehenden Cornelius) ist, nachBarrsch, der nämliche, den das Lex nach Des-camps, bloß Johann nennt, geb. zu Antwerpeni 55 ? oder 58 . Nach Houbracken reifte er miteinem andern seiner Kunstgenossen, Johann vanMayer, nachPariö, wo er sein Glück machte, undst. i 633 *). Van Dyk hat sein Dildniß geetzt,und aus der Unterschrift erfahren wir, daß erFiguren gemalt. Immerhin aber sind seine Bil-der sehr selten, und eben so die von ihm gefer-tigten Blätter, wovon die gewohnten Kupferstich -Kataloge wenige Notitz geben; vielleicht jedochfinden sie sich häufiger in Italien, wo sie zu Rombey Vincent Billy aus Licht gefördert wurden.Dieselben verrathen viele Kunst, durch ihre miteiner festen geistreichen Nadel vereinte gelehrteZeichnung. Der in solchen Seltenheiten hocherfah-rene Barrsch (V. 5 — 9.) giebt davon ausführ-liche Kunde; sie bestehen aus einer Folge von 14nummerirten Blättern 9—1^" br. 3 ^ 2 — 3 ^"hoch): Titel mit der Zueignung an einen Casparde Roomer. Dann: Der Fischer, die Falkeniere,der Wagen, das Maulthier mit den zwey Gän-sen, die Frau welche den Esel besteigt, die Spie-ler, die Pilgrimme, der Dudelsackpfeifer, die Bäl-ger, die ausruhenden Reisenden, die Mutter, undder Dorfschärer. Diese Blätter finden sich frey-lich zum Theil, aber mit minderer Genauheit, quchbey Winkle« verzeichnet, der nur den folgendenjünger» Jod. Baptist kennt. Eine Handzeichnungvon dem Unsrigen: Jesus, an der Tafel mit sei-nen Schülern auf Betten gelagert (n"br. 8" hoch,mit der Feder ausgetuscht) besaß 1810. noch dasEabinet Paignon-Dijonval zu Paris.
* — — (JohannBaptist de), der jüngere,wahrscheinlich Sohn oder Neffe, gewiß aber Zeit-genosse von Cornelius. Dieser ist nun wahrschein-lich (das irrig angegebene Geburtsland und denLehrmeister Franz Frank ausgenommen) Eine Per-son mit dem Johann bey Descamps I. 227.,von dem es dort heißt, daß er Achtung in seinerKunst verdient habe, jung gestorben, und ein Mit-glied der Malergesellschaft zu Antwerpen gewesensey, auch derjenige, von dem es bey Bartsch(V. p. 3 .) heißt, daß er von fünf Blättern nachCornel. de Wael, welche die Geschichte des ver-lorenen Sohns darstellen, zweye geetzt habe, diemit seinem Namen und der Jahrzahl i 658 **) be-zeichnet seyen. Von diesem jüngern Joh. Bapr.spricht also wohl einer unserer Freunde, der seineBlatter nach Cornel. de wael mit einer leichtenNadel geetzt nennt, und seine Blüthezeit in dieMitte des XVII. Jahrhunderts setzt. .
* — — oder vael (Lucas de), Sohn Joh.Baptista's des altern, welchen letzter» das Lex.und Descamps l. 400. bloß Johann nennt. SeinTodesjahr ist uns unbekannt. Von seinen und sei-nes Bruders Cornelius Landschaften, nnd ihrenBildnissen zu Cassel s. oben den Art. des letztem.
* — — s. auch vyeenwael im Lex. und ingegenwärtigen Supplementen.
waenberghe (van), s. unten waeyen-berghe.
Waendig (Christian Gottlieb), geb. zu Groß-
Waerdigh.
schönau bey Zittau 1779., erlernte die Malerkunstbey seinem Landsmanne dem Professor Schenauzu Dresden seit 1801. und wurde nachher als Mu-stermaler bey einer Damastfabrik in seinem Ge-burtsorte bedienstet. In letztrer Eigenschaft er-scheint er schon 180/,.
* waerd, s. weere, Werd, Werde undWerth, im Lex. und unten.
wa erden (D), ein Maler nach welchem C.Dankert, für eigenen Verlag, einige Blätter sehrmittelmäßig in kl. 4° radirte, welche Halbfigurendarstellen, jedoch, vorzüglich in den Handen, ver-zeichnet sind. Nämlich: -) Ein die Geige spielen-der Mann (Gehör); 2) ein solcher der aus seinerHand eine Maus hält, und auf dessen Halse sicheine Katze befindet (Gesicht); 3 ) ein solcher der,indem er ein gefülltes Glas erhebt, lächelnd aufeinen umgeworfenen leeren Krug zeigt (Geschmack);4 ) der Schäfer: Celadon; 5 ) die Schäferin:Astrea; 6 ) ein Mann der einen Krug mit beydenArmen hält. Hiervon sind N°. r und 4 ohne deswaerden Namen, und N°. 5 und 6 ohne jedeKünstler- und Verlagsbezeichnung.
* — — s. auch werden unten und im Lex.
* waerd igh oderWa rd ig(Cats). Elsabö),welche im Lex. als Waerdsng ohne Laufnamen er-scheint, Gattin des nachfolgenden Domim'cusGottfried w- besaß viel Kunsttalent, welchessie in der Manier ihres Mannes fleißig übte. IhreGemälde stellen Gesellschaftszirkel, oder Scenenaus der Geschichte, nach der Art holländischerMeister vor; am häufigsten aber das Innere vonKüchen, mit Gemüse, Früchten und Blumen, wel-che letztere sie vorzüglich der Natur getreu abbil-dete. Sie starb sehr frühe in Hamburg. Ham-burgische Bünstler - Aachr. S. 47 » 3 " demKabinette des H. Hof- und Landgerichts-Advo-katen Schmidt zu Riel befand sich von ihr einStillleben: Tisch, mit Caffee- und Theegeschirr,was in dem diesfälligen Katalog ein gutes Bildheißt.
— — (Dominicus Gottfried), den das Lex.nicht kennt, geb. zu Hamburg 1700. Schon inder frühesten Jugend widmete er sich der Malerey,und erhielt den ersten Unterricht von Christian Ja-cob Norwic. Darauf reisete er nach Holland,und studirre zugleich mit la Fargue unter Anwei-sung des berühmten van der Heyde Waerdigbwurde bald ein geschickter Maler; er copirte dieWerke der größten niederländischen Künstler, undbildete sich aus ihren und seines Lehrmeisters Ma-nieren eine eigne sehr gefallende. Nach seiner Zu-rückkunft in die Vaterstadt trieb er einen Gemäl-dehandel, der ihn veranlaßte, öftere Reisen nachHolland zu machen, auf denen er die vorzüglichstenWerke der ersten Künstler zu sehen und zu studi-ren Gelegenheit hatte. Er ahmte sehr viele Mei-ster nach, vorzüglich G. Douw, Mieris, Poe-lenburg, Berghem, Wouwermann, Grissier, H.Saghtleven, de Heem, van Huysum in Blumen,und seinen Lehrer van der Heyde. Jeden dieserKünstler ergriff er in seinen Gemälden aufs täu-schendste, nur daß er ihn durch zarte Behandlungund einen sanften Pinsel fast noch veredelte. Diemeisten Werke seiner beßten Zeit stellen Rheingegen-den und dergleichen Landschaften vor, die er bey-nahe so gut wie ein H Saghtleven und Griffierauszuführen wußte. In spätern Zeiten malte erviele Prospekte von Traventhal, Plön und Eutin,
Aber nun höchst sonderbar, daß Descamps 1. 227. seinem Johann dasselbe Geburtsjahr, wie alle übrias»Nachrichten, giebt, aber ihn jung sterben läßt. Daß dann Aasan (L>>. seo.) diesen Johann Saptikden ältern einen ziemlich mittelmäßigen Maler nennt, und sagt, daß er Einiges nach seinen Söhnen geetzthabe, ist — Alles aus der Luft gegriyen!
sn) winkle« hat 165-. Kok v. giebt dieser Folge, wohl irrig, g Blätter. So auch Vasan (Lä. ,«c.)welcher sie, wieder irrig, insgesammt der Nadel des Cornelius zueignet- Nach Dartsch sind dreye der-selbe» anonym, und könnten also freylich diese de- Cornelius Arbeit seyn.