Walker.
der Stelle, wo «inst Delphi stuhird, sö wie ersolche (1803.) nach der Natur gezeichnet hatte.Es war zu bedauern, daß der Künstler sich aufden Ort einschränkte, und die noch jetzt erhalte-nen Umgebungen, den majestätischen Parnaß, dasfruchtbare Thal u. s. f. nicht hinzunahm. Nochwaren auf gleicher Ausstellung von ihm vorhan-den: Die Ansicht von Corfu, die Acropolis vonAthen, und die Ruinen von Argos, Alles sehrgut bearbeitet. Fiorillo V. 7Z6.
Walker (W.) So heißt irgendwo ein Malerzu London (wohl schwerlich einer der VorgenanntenWilhelme), welcher auf dem Salon der Königl.Akademie 1791. ein Bildniß, in Gestalt einesjungen Cherubs, ausgestellt hatte.
* walkerr (Warnart van), nach Gandel-lini, und
*— — (Wilhelmvan),nachBasan(Lö. seo.)sind beyde wohl keine andern, als der Wernervan den valkaerr des Lex. und der gegenwärti-gen Zusätze. Basan's diesfällige grobe Irrthü-mer s. zum Theil an letzterm Orte. Dieser Pfu-scher führt ihn früher als valkaert, und dannwieder als Walkerr auf, macht ihn dort zu einem1690. gebornen Holländer, und hier zu einem Eng-länder, geb. zu Sommerset 1572.... Man möchtegrau werden!
walkhsf (Michael). So hieß ein Bürger,Seidensticker, zu Dresden, geb. 1599. in der Graf-schaft Barbi, und gest. zu Dresden 1673. Mi-chael. Frauenkirche. S. 4 ^ 9 -
wall (Joseph), ein Historienmaler, der sicheinige Zeit zu Dresden aufhielt, dann 1789. zuWarschau und 1792. zu Rom war. Alphabeti-sches verzeichn, d. Brüder Mitglieder b. d.Loge z. d. drey Granatapfeln in Dresden578 g. 6792.
*wallaert (D.) Von diesem Kupferstecherkennt man z. B. die Ansicht einer Wasserleitungnahe bey der Quelle von Vaukluse, nach de laCroix, und zwey Ansichten von Rochefort, nachI. Lernet. S. auch den gleich ff. Art.
«— — ( ). Einen Französischen Mari-
nen Maler dieses Geschlechts, aus der zweytenHälfte des XVIII. Jahrhund. nennt der ^lms-naok «les keaux-^rts von t 8 v 3 . unter den da-mals zu Paris lebenden, und eben so FiorilloIII. 537 - welcher ihn zu den vorzüglichen Künst-lern dieser Gattung zahlt. Zuverlaßig befand sichderselbe 1808. noch zu Paris (-Laucko» 8alon 1808.)Im ^Imsliaod (in Lommerce 1811. hingegenerscheint er nicht mehr. Daß derselbe mit demvorstehenden D- Wallaert Eine Person sey,scheint uns wenigstens zweifelhaft zu seyn.
Wallbaum ( ). So heißt bey Mensel
III. ein 1809. noch lebender Medailleur und Ku-pferstecher zu Bfaunschweig. Von ihm kannteman z. B. eine Schaumünze auf den sel. Abt Je-rusalem; dann ein Blatt, welches Ludwig XVI.seine Gemahlin und ihren Sohn darstellt.
Walldmann, s. oben Waldmann.
Wallee, ein Graveur, s. oben valle.
Waller (Jgnatius). So wird irgendwo Ign.Wallrer (unten erscheint er als walrher) irriggeschrieben.
Waller« ( ). Ein Bildnißmaler dieses
Geschlechts wird von Aorhnagel N°. 679. an-geführt.
Wall ich (Aaron W.), ein von Kopenhagen
Wallis. 408Z
gebürtiger Theatermaler, studirte auf der dortige»Akademie, und erhielt 1801. die kleinere und 1802.die größere silberne Preismedaille im Zeichnen.Er gieng darauf ins Ausland, besuchte Rom,und kehrte 1810. in seine Heimath zurück, waraber 1811. gesonnen von Neuem eine Wander-schaft anzutreten. Weinrvich Kunst-Historiei Danmark S- XXI. und 20h. rc. Obwohler in diesem Werke bald Arnold oder AronWallich, und dann wieder Aron w. Wallichheißt, so halten wir, aus verschiedenen Gründen,doch die letztere Benennung für die richtigere.
*Walline (Franz), und sein Sohn Hein,rich, der erste zumal Monsu Studio genannt.So verhunzt heißen bey Lanzi (Lä. ter- ) n.268. offenbar Franz van der Lappen und Hein-rich van Ltnrh des Lex. S. dort ihre Art. Siewaren demnach bloß Landleute, nicht Vater undSohn, der erste ein Geschichts-, der zweyte einLandschaftsmaler, welche aber wahrscheinlich denerwähnten Beynamen von dem ängstlichen Fleißetrugen, womit ihre Werke ausgeführt waren. Donseinem Franz wallint nun sagt Lanzi: „Ermalte kleine Landschaften und Marinen mit sehrgenau ausgeführten Figuren; allein, ihm mangelt«jenes Gefühl, das ein Geschenk der Natur ist,und jene Mürbigkeit, die in den Welschen Schu-len so wohl gefällt"; und von seinem so genann-ten Sohn (hier ohne Taufnamen): „Er habe diegleiche Manier, doch mit etwas geringerm Ruhmals der Vater, erreicht." So hätten wir aber-mals einen Augiasstall von Irrthümern geräumt:
Wallis (Charlotte Auguste, Prinzessin von),geb. 1796. in Carltonhouse, in 1816. dem PrinzLeopold von Coburg vermählt, und 1817. verstor-ben. Diese in England allgemein geschätzte Prin,zeffin, verstand nicht allein mehrere Sprachen undwußte mehrere Instrumente zu spielen, sondern siesoll auch geschmackvolle Landschaften nach derNatur gezeichnet haben-
— — (N.), ein von ihm verfaßtes Werk:l'ke moäern Kölner 4°, wurde 1796. von deut-schen Buchhandlungen für 3 Thlr. feilgeboten.Anderwärts heißt der unsre ein Baumeister zuLondon, der, in englischer Sprache, einen Schatzder Zimmermannskunst mit 16 Kupf. heraus-gegeben habe.
— — ( ). Diesen Namen findet man
(doch, wegen der kleinen Schrift, sehr undeutlich)auf einer Siebenbürgischen Huldigungs - Schau-münze der Königin Maria Theresia von 1741.Samml. ber. Medailleurs S. 85 .
— — ( ), ein vorzüglicher Schottischer
Landschaftsmaler, befand sich bereits 1802. inRom (damals der einzige Brittische Künstler da-selbst), wo er sich seither vollends niedergelassenhat. »In seinen Compositionen« (heißt es vonihm inFernoro's Sitten - u. Rulrurgemaldevon Rom S. 2642) »zeigt er sich so sehr alsNachahmer des Gasparo Poussin, daß er dasGroße meistens auf Kosten der Schönheit suchte,und, da es ihm an Studium des Details gebricht,jene Großheit gewöhnlich charakterlos und leerward. Sein Colorit ist weder wahr noch reißend,und der Vertrag seines Pinsels roh, da er in demIrrthum steht, daß der hohe Styl, den er sucht,die charakteristische Wahrheit im Detail nicht ver-tragen möge. Mehrere seiner Lhemate hat er auSdem Ossian gewählt; da er selbst aber keine Fi-guren zeichnen kann, so läßt er sich die Staffagengewöhnlich von andern Künstlern verfertigen."Günstiger lautet über ihn das Urtheil bey FiorilloV. 835 . »Einige ossianische Landschaften von i'miin der Sammlung des Lord Bristol sollen vortreff-
') Und von dort entlehnt in wtsma^r's Epheineriben S. ital. Litteratur, Jahrg- IV., Heft V., undim Mrusrl'schen Archiv H. (--) -37>
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