Wannenwetsch.
genannt wird, der um 1780. die Dorfkirche zuSchareustetten (was, so wie Tommertingen, un-weit Ulm liegt) mit schönen Bildern ausmalte.Nach ihm hat I. G. Liielott das Wunderbild U.L. F. von Elchingen gestochen.
Wannenwetsch (Hans Georg), ein Glas-maler zu Basel, wo er 1621. sst. n6 starb. Ioh.Tonjola: Lasilsa sepultg. Las. 1661. 4^.x. 4-3.
Wann er (A.), ein Kupferstecher, und, demStyle seiner Arbeit nach zu urtheilen, vielleichtein Schüler von Match. Küssel. Er fertigte dieKupfer zu einem Büchlein in i 6 °, was ohne Ortund Jahr (vielleicht iu Böhmen) erschien, undbetitelt ist: Andacht zu vier glorwürdigen PatronenS. Joanne von Nepomuk, S. Antonio, S. JudaThadäo und S. Disma.
* Wans ( ). Derselbe hieß I. B., wie
derRaralog derB irkenstockischen Samm-lung besagt. Dieser rubricirt von ihm zwey Land-schaften, auf denen man Wasser mit Schiffen,Gehölz, weidendes Vieh, Caravanen rc. sah.Die darauf befindlichen Figuren waren im Ge-schmacke des van der Meer gemalt.
Wane (Osman), soll das Bildniß eines Carl'svon Bourbon, Kardinals und Erzbischofs vonRoucn, oval L°, gestochen haben.
*Waneol. So ist der Name des Dom.van Toll bisweilen verschrieben.
Wappler (Franz), Bildnißmaler zu Mün-chen. Laut einer Rechnung von 169h. wurden ihmfür ein Bild 48 ss. bezahlt. Gestochen nach ihmhat C. G. ab Amling das Bildniß des Churfür-sten Max. Emanuel, und Ph. Kilian dasjenigedes Kaiser Joseph I. in Ungarschem Costüm. Li-porvsky H. 274.
— — ( ). Ein Franziskaner Layenbru-
der zu München (bey Liporvsky ausdrücklich vondem Obigen verschieden), malte 1707. das Bild-niß des Bayerschen Franziskaner-Provinzials V.Zeidlmairs, welches sich gegenwärtig im Königl.Landesarchive zu München befindet.
Ward (Francis Swain), in Diensten derOstindischen Compagnie, hat im Fache der Land-schaftsmalerey viel Lobenswürdiges geleistet. In1787. legte er der antiquarischen Gesellschaft zuLondon so seiner Zeichnungen vor. Die Darstel-lung von Ruinen und alten indischen Pagoden ge-lang ihm vorzüglich wohl. FioriUo V. 721. Oonk.(Zentlemsn'Z ch,IX. ?. II. p. 706.
— — (Jakob), ein geschickter Englischer Lbier-maler. Nach seinen Bildern sind die Kupfer ineinem großen Prachtwerk verfertigt, welches seit1806. bey Doydell über die brittischen Viehartenherausgekommen ist. Lord Sommerville, einerder ersten Agrikulturisten in England, hat die Auf-sicht übernommen, und der bekannte SchriftstellerJohn Lawrence den Text dazu geliefert. Im I.i 8 o 5 . schickte er zur Schaustellung der Akademieein großes Bild, das eine Schaafschur in Walesvorstellt. Es ist zu sehr überladen, und im Ko-lorit schmutzig, um Lob zuverdienen*); indeß istdas Ganze mit außerordentlichem Fleiße ausgear-beitet, und gefallt, je genauer und spezieller manes untersucht Das Auge verliert sich in ein wei-tes Thal von Felsen eingeschlossen, welches diegrößte Mannigfaltigkeit der Gegenstände darbie-tet. Aber ganz vortrefflich in seiner Art ist einandres kleines Bild von ihm, das ebenfalls r 8 o 5 .erschien. Es stellt einen Jäger dar, der, vonseinen Hunden begleitet, einen Berg hinanklimmt,um das Auffliegen des Berghuhns zum Schusse
Würdigh. 4091
zu benntzen. So viel Erwartung und gespannterJagdeifer im Blicke, der Gang auf dem unebnenklippenreichen Boden, das zum Anschlag bereitliegende Gewehr, die wahre Figur eines abgehär-teten Försters, die trefflich gezeichnete Berggegend,Alles dieß ist so richtig und für den Jagdlieb-haber so interessant, daß man das Auge nichtabziehen und immer den Aufflug des Berghuhnsund den Schuß zu erwarten geneigt ist. ES istein Portrait des Baronets Wynne, wie er inschottischen Gebirgen mit seinen Hunden das Berg-huhn verfolgt. Fi'orillo V. 843— 43 . Gestochennach einem Z. Ward (wahrscheinlich nach demUnsrigen) sind auch von W Ward zwey schönefarbigte Blatter, welche Sommer und Winter,unter Gestalt junger Mädchen im landschaftlichenGrund darstellen. MM/er (Lc. Hn§I.) 2Z4.
Ward (I.), ein Englischer Kupferstecher, gabin 1806. eine Abnehmung vom Kreutze, in Schwarz-kunst, nach Dietrich, welches gerühmt wurde.
— — — s. auch den gleich ff. Art. vonWilhelm W.
— — (Wilhelm), Englischer Maler, Zeich-
ner und Stecher in Schwarzkunst und in Punktir-manier, geb. um 17ha. und blühend zu London1780. Die Schabkunst lernte er bey I. R. Smith,von welchem er einer der vorzüglichsten Schülerwar. Geliefert hat er, theils nach eigner Erfin-dung, theils nach G. Morland, I. Opie, W.Peters, nach seinem Meister Smith, R. M.Paye, I. Ward und Weatly, meist häusliche Co-stüme-Blätter in dem bekannten Englischen Ge-schmacke; wovon besonders: tks ksrmers 8rsblsaus dem Kabinet Dudley , the kruit8 ok Larl^loäustr^ et Oeconom^, und tlis ellscts ok^outk foul LxtrLV3§auce, alle drey nach Mor-land in Schwarzkunst geschabt, vorzüglich dasdritte, dann a Visit c>5 tlie läranllkatber nachSmith, bey Winkler gerühmt werden. Dann einPaar Bildnisse nach I. Hoppner. Von Geschicht-lichem kennen wir einzig: Den Tod des Oedipus,nach H. Füßli, und: Pilatus wascht sich die Hän-de, nach G. Honthorst. Seine Blätter dakirensich meist von 1784—92. Doch wird noch irgend-wo von ihm ein Schwärzkunstblatt von 1806. (derStrohdecker) wieder nach einem der schönsten Bil-der von Morland angeführt. Rost IX. 262—64.Gestochen hinwieder nach ihm, finden wir ein-zig: LvsniuA ov tks llelapse (junge Dame,in einem Stuhle sitzend) von I. Grozner, inbrauner Punktirmanier. S. auch
den gleich ff. Art.
*— — ( ), der Bildnißmaler des Lex.
ohne Taufnamen. Nach ihm hat Dixon einBlatt: tke Isssbob of ^.rcot sehr schön geschabt.Ob er etwa mit obigem Wilhelm Eine Personseyn dürfte, ist uns unbekannt.
Wardigh (D. G.), geb. zu Hamburg 170s,lernte dort die Maierkunst bey dem altern Nor-vic; hielt sich verschiedene Jahre als Hofmalerzu Eutin auf; studirte nachgehends sieben Jahrein Amsterdam nach den Werken des van Huysum,v. d. Heyden und H. Zaftleeven; lebte daraufbis 1766. zu Hamburg, und kaufte sich endlich inPloen an, wo er 1789. starb. Man hat von ihmgute Vlumenstücke und Landschaften; letzkre stellenGegenden von Amsterdam und vom Rheinstromevor. Lunst-Historie i Danmark af Wein-rvich, S- si 3 , woselbst, als Quelle, das Ge-maldeverzeichniß des Advokaren Schmidtin Riel, S. 14h, citi'rt ist. Grsrh's ver-zeichniß der herzoglichen Gallerie zu Schwe-rin. Das. 1792. 8°. S. 70 und S. 19. desRegisters, rubricirt eine von ihm 1749. gemalte
9 Andre rühmten gerade daran, die trene Darstellung, gute Gruppirung, vortreffliches Wasser und schönenBaumschlag.
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