4o26 Watelet.
nier *); darunter warelets eignes Bildniß imSchlafrocke, am Fenster fitzend, eine Nachahmungdes Bürgermeisters Six; eine Flucht in Egypten,Nachtstück, wo St. Joseph eine Fackel hält, undein andres w» ein Engel eine Fackel trägt, beydenach Dietrich, voll Wärm« (kleine, aber wahreKunstjuwele); endlich ein jüngesMädchen nackendauf dem Bette, vor welchem «in sitzendes Frauen-zimmer zeichnet, eine »»ausgearbeitete Platte vonKembrandt selber, welche w. vollendet hat. —Ferner an die so Bl. in verschiedenen Manieren.Wie z. B.: Der Koch der Maler-Akademie zuRom, nach Saly (schon 1733.), zum Speyen kennt,iich; Venus fängt die Liebesgötter, nach Rubens;eine Wachtstube von Affen, nach Teniers; Land-Masten nach J.Both, K. du Jardin, Pannini undWateau; den kleinen Kuchenhandler nach Boucher;die Rückkehr der Amme mit ihrem Säugling nachGrenze; verschiedenes nach I. M. Pierre, zumTheil in Schwarzkunst geschabt. Dann Mehreres,ohne andern Namen als den seinigen; wie z.B.ein Denkmal dem H. Salvalette de Buchelai zuRom errichtet (1764.). Endlich drey Sammlungenvon Vasen nach Lorrain, Pierre und Vien; Allerleyaus dem Cabinet seiner schönen Müllerin; ihrHaus mit der schönen Jnnschrift: Lur vnlle per-rnutem 8abina äivitins opsrosiores? Damalshatte freylich der Ehrenmann seine Reichthümer —noch nicht verloren! (selten). - Die mehrern dieserBlatter, freylich meist geistreiche, liebenswürdigeKleinigkeiten, datiren sich zwischen 1749—72.k-lach ihm gestochen kennen wir einzig das Bildnißseiner Einzigen von L. l'Empereur. Lonf. M-rL/er-et LEeier. wi'nkler nennt unter den Blattern inRembrandt's Manier ebenfalls «in Bildniß derMadame le Comte, die in der Hand eine BirneHält; und unter eben dieser Rubrick drey Landschaf-ten mit italienischen Ruinen, nach Weirotter.Unter den Dariis führt eben dieser Katalog an:In 8tre§ns» avec öes Monuments
antigues. in. k* (schon 1782). Danneine Allegorie auf die Hochzeit der Madame leComte (1789. **)); eine Landschaft mit vier chine,fischen Kindern, mit der Unterschrift: 6rnve eonn zour »768. Im Katalog von Brandes fin-den wir nichts Eigenthümliches, mit Ausnahmeeines Bildnisses von I. I. Rousseau, nach Taraval(selten). In einem Verzeichniß meines sei. Vatersendlich zwey Blätter (isbo.) bey Gelegenheitmehrrr Pamphlete eines gewissen la Font de S.Mennes (Zeichners der Manufakturen von Tours undLyon) worinn von den Gemählden des Salons übelgesprochen wird. Basen (Lll. sso.) giebt w.Werk zu Zoo Bl. an***), und nennt, neben Andern,Venus welche die Amorine saugt, nach Rubens,das nämliche, was auch C> Gaste und späterSurugue bereits gestochen hatten; undGandellinir 4 Vignetten zu einer LyonersAusgabe der Geßner-schen Idyllen von 1762. — wareler's ganzes nichtin den Kupferhandel gekommenes, und somit höchstseltenes Werk von 18g Bl. verkaufte Heiaecke (1786.)um hundert Thaler.
WateIer ( ). Einen jüngern, wenig be-
kannten Künstler dieses Namen führt der Almanachdes Beaup-Arts von 1802., dann ein VerzeichnißLandons von 1808. und eben so der Almanach duCommerce de Paris von 1811. noch unter den da-mals.dort lebenden Landschaftsmalern, ohne wei-tere Bemerkung an.
Warerloo.
Warer (Peter van der), ein Kupferstecher undKunsthändler (zu welcher Zeit?) in Amsterdam.Schad» pmacochek S. 214.
*warerloo (Anton). Maler, Zeichner, Kupfer-etzer und Kupferstecher. Lange Jahre wohnte er, nachBarrsch (ysintrs Orsvenr) II. 3. namentlich aneinem Ort zwischen Maarsen und Breukelen beyUtrecht, und st. nach von Männlich 1682.^). Diegedachte enge beschränkte Gegend war das haupt-sächliche Studium seiner Kunst; daher findet sich indem Locale seiner Bilder wenig Abwechslung; abersie sind darum nicht minder gesucht wegen der Leich-tigkeit seiner Lüfte, der guten Färbung und demgeistreichen Blätterwerk. Da er in Darstellung derFiguren und Thiere nicht glücklich war, so ließ ermit dergleichen seine Gemälde durch Andre staffiren.Alle Kunstgeschichtschreiber stimmen übrigens darinüberein, daß er seinen verdienten großen Rufweniger seinen (seltnen) gemalten Bildern, als dergroßen Menge seiner unvergleichlichen Etzarbeitenzu verdanken hakte. Immerhin aber scheint es uns,daß warelee von den erster» allzuwegwerfend alsospricht: „Wir haben nichts von ihnen zu sagen,als daß sie zu wenig abwechselnd sind; dennochwerden sie wegen de» leichten Himmeln, der gute»Färbung'und dem geistreichen Laubwerke gesucht."Don solchen finden sich übrigens in deutschen Galle-rten, unsers Wissens, einzig eine zu München:(jetzt zu Schleisheim) Das Innere eines Wal-des, wo Reisende von einer Bande Räubern ange-fallen werden (2^8" hoch, 2^4" br.) aufHolz, undzu Dresden zwey gebirgigte die eine ( 6 ^-^br.4/ -s" hoch) auf Leinwand, die andere < 2^ 3 ^' br.1^7" hoch) aufHolz; jene mit einem Fluß und Zie-gen mit ihrem Hirten; diese mit einem stürzendenWaldwasser und ein Paar Figuren. Dagegen lautetdie Charakterik seiner Arbeiten dann, so wie solchefreylich hauptsächlich aus seinen Etzarbeiten erhellet,bey Rost VI. 99 — loo. (wesentlich nach Barrsch)wie folgt: „Seine Landschaften sind ganz ländlich,und haben den Charakter der größten Simplicität.Ein Gehölz, eine Waldspitze, «in krummer Weg, eineinsames Dörfchen, eine entlegene Eremitage, eineMühle über einem Wasserfalle find gemeiniglich dieGegenstände, die er vorstellt. Da er die Figurennicht gut machte, gieng er deswegen in seinen Sti-chen sehr sparsam damit um. Die wenigen, die mandarinnen findet, beweisen seine Schwäche in diesemTheile. Seine große Stärke besteht in der Ausfüh-rung, darinnen er Meister ist. warerloo, als Stecherbetrachtet, befolgte eine Dcrfahrungsart die ihm ei-gen ist. Er ätzt« seine Platten schwach, ohne siejemalszum zweitenmale zu übergehen, wie hingegen Her-man Sastleeven und einige andere Künstler verfuh-ren. An dessen statt bedeckte er manchmal seineHintern Gründe, um sie vor der großen Wirkung desAetzwassers zu schützen, und dadurch das Zurück-weichen vom zweyten und ersten Grunde zu erlan,gen. Am öftersten ätzte er seine Platten in einemganz gleichen Grade von Starke; alsdann brachteer durch den bloßen Grabstichel die Uebereinstim-mung der Töne, und die Verstärkung der Schattenhervor, wie man davon unter seinen Stichen vieleBeyspiele findet. Ueberbaupt brauchte dieser Künst-ler den Grabstichel häufig, nicht allein zu seinerBlätterung, sondern auch vorzüglich zu seinenBaumstämmen. Die kleinen Aeste setzte er oft allein.mit diesem Lieblinasinstrumente hinzu. Da aber diePlatten unsers Künstlers leicht geätzt, und stark mit
") „Er legte sich" (sagt sein Freund k'Lvesque, oder vielleicht er selbst von sich) „in den letzter» Jahren seines Le-bens darauf, Rembrandts Manier zu suchen und nachzuahmen; er fand den Handgriff derselben, und ist vielleichtzu entschuldigen, wenn er die Kunst selbst nicht fand, .die nur durch einen Künstler von der tiefsten Wissenschaftwieder hervorgebracht werden kann."
In 1762. (!) reiste watelet mit ihr nach Italien.
Wohl zu hoch ! Ein anderes Verzeichniß von Grills in Meuselo Museum XV. ,ZZ—6i. führt ihreran die 120. namentlich au.
-f) watelet sagt, wahrscheinlich am richtigsten: 423. alt ,660.