Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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5018
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zoiZ Weinbkenner.

mal auf die Schlacht von Leipzig gerieth ihmvorzüglich wohl, es ist ein colossales Werk undvon origineller Erfindung, »überhaupt zeichnensich seine Produkte stets durch enen großartigenStyl aus. Eine besondere Aufmerksamkeit wandteer auf die Theorie des Theaterbaues. Er hattedie alten Theater gesehen und überzeugte sich,daß die Form derselben, auch itzt noch, die beßtesey, sowohl in optischer als in akustischer Hinsicht.Weinbrenner hat daher nach diesen Grundsätzendas neue Theater in Carlsruh und das Inneredes neuen Sladttheaters zu Leipzig erbaut. BeyGelegenheit des letztem Baues erklärte er sichausführlich über Bau und Form unserer heutigenTheater, in der Abendzeitung (Zahrg. 1817.

144.) nachdem er schon früher bey Herstellungdes neuen Hoftheaters zu Carlsruh: Ueber Thea-ter in architektonischer Hinsicht geschrieben hatte.Mehrere seiner klar und lichtvoll abgefaßten Schrif-ten find in Meusels gelehrtem Deutschlandangezeigt. Conversaeions -Lexikon.

Weinbrenner (Hans), s. unten Wyn-brenner.

weindl (Paul), ein Kupferstech er zu Wien umz 8<x,. Derselbe etzte mehrere Blätter zu Spalark'sVersuch über das Kostüm.

wein eck (Georg), Stiftsbaumeister und Gra-narius zuNaumburg 1800. In 1810 scheint er nichtmehr am Leben gewesen zu seyn, da eine andre Per-son in seiner Stelle genannt wird. Wir sind unter-dessen nicht gewiß, ob er auch selbst Künstler war,und ob der Titel Baumeister hier seiner gewöhnlichenBedeutung nach zu verstehen.sey. Mn.

— — (Johann Jacob). Ein solcher erhielt1786 auf der Kunstakademie zu Kopenhagen einePreißmedaille im Zeichnen nach dem Modelle.Runst - Historie iDanmark, af Weinrvich.

Werner (Blasius), ein Werkmeister s. obenWaynner.

* — — auch weyners (I.), hießJohann. Bey Liporvsky wird er Kupferstecherund Maler zu München genannt; und Ebendas.im Anhange S. 274—72. heißt es: „Von die-sem Künstler ist noch zu bemerken, daß er beider damaligen Herzogin von Baiern, Maximilians,als Kammerdiener angestellt, und ein Schüler desFriedrich Süstris gewesen. Er machte 1610 deni2ten Jänner sein Probestück zu München, undstudirte nach Christoph Schwarz. Was er nachdieses Künstlers Werken in Kupfer gestochen hat,dann daß sein Monogramm in (HannsWeiner) und einer Weintraube bestanden, wurdebereits angeführt *)". Malpe, der ihn Weynersschreibt, will (aus welcher Quelle?) wißen, daßer um i 5 go zu Coburg geboren sey. Dann rühmter ihn (wir erfahren ebenfalls nicht nach welcherKunde) als Landschaftsmaler für seine feine sammt-artige Toccirung und für sein kräftiges Colorit,so wie als Kupferetzer für seine leichte, flüchtigeNadel, und will in dieser Gattung eine Folge kleinerLandschaften von ihm kennen, welche Marc Sadeler1626 aus Licht gestellt; bann einige Blätter nachChristoph Schwarz, die mit 1611 datirt seyen".

— — s. unten auch Weinhör.

weinert (Carl Friedrich), General - Accis-Baudirector in Dresden, geb. zu Hayn 1760 lerntedie Architektur unter dem General-AccissBau-Direktor Locke. Nach Beendigung seines Cursesgieng er 1778, auf Veranlassung seines Lehrers,nach Warschau. Dort blieb er bis zum I. 178h,wo er wieder zurückkam und die Anwartschaft aufseines Lehrers Stelle erhielt, welche er denn auch

Weinhör.

seit dem September 1794 bekleidet. In Warschausowohl, als auch auf verschiedenen adelichen pol-nischen Landgütern hat er ansehnliche Gebäudeaufgeführt. Er lebte noch um 180g. Mensel III.

*Weinert( ) hieß T. G- Er etzte nicht 1760,sondern 1771 einenBlumenstrauß nach I. Pillementin 4°. Uebrigens war er, auch unserer Meinungnach, kein Kupferstecher von Melier, dagegen etwaein Maler (allenfalls Architekt) der (dies sicher)um 1771 seine Studien auf der Dresdner - Akademiemachte. Vermuthlich starb er frühzeitig, oder kamauf andre Weise abhanden, indem er weiterhinnicht mehr unter den Dresdner-Künstlern genanntwird. Mrc.

weingartner (Bernhard), ein Zimmer-mei»er zu Riech, und Albrecht Tag, ein italiäni-scher Steinmetz und Mäurermeister, bauten dieStadtkircbe zu Ummerstadt im Hildburghäusischen,i 65 s von neuem auf. I. W- Rrauß Beirr,zur Sachs - HüburghausischenRirchen- Gchul-und Landeshr'storie I. 833 .

— — (Joachim von), geb. zu Sulzbach imNabkreise. Von ihm ist das Choralaltarblatt inder Kirche auf dem Annaberge bei dieser Stadt,mit künstlichem Pinsel gemalt. Dieses Gemäldestelle die H.Anna sitzend vor, wie sie ihrer Toch-ter ein Buch vorhält; Joachim steht ihr zur Seite.Liporvsky.

Weingartens ). Ein Bildnis in Mi-niatur, sah man von einem solchen auf der Aus-stellung zu Dresden i 8 o 5 . Mn.

weinharr (Andreas). So hieß, nach demStadtzunftbuche zu München, ein dortiger Bild-hauer um r6o<». Liporvsky S.275.

weinher, s. gleichfolgend Weinhör.

weinhör, auch weihner, Wernerund w e i n h e r (Peter), um 1 58 o Herzogl. Baieri»scher Münzwardein zu München, erhielt 20 Guldenfür drei das Leichenbegängniß H.Albert V. betref-fende Blätter. Er hat auch die Appianische Land-charte von Baiern auf 22 Platten gestochen 1676 her-ausgegeben, und dem erwähnten H. Albert V.gewidmet. Von ihm sind ferner bekannt: Lava-rias Quenm tunc vivsntium, Albert! Quois,Lrnesti Lpiscopi krisinZensis, 6uiIIielmr stkeräinsnäi etc. vivas imsAmes cum eoruminsiAiübns. Auch hält man ihn für den Kupfer-stecher eines Blattes in kleinem Folioformate, dasdie Michaelis-Hofkirche zu München in dem Mo-mente vorstellt, wie der oberste Theil desKirchcn-thurmes, der noch nicht ausgebaut ist, ein-stürzt. Die Unterschrift dieses Blattes heißt so:„Anno ihgo den io. May des newenCalenders um8 Vhr Vormittag ist dieser herrliche und hoheLhurman der Jesuiterkjrche zu München vmbgefallen, vndein Theil der Kirchen mit eingeschlagen worden,welches Anno i 585 mit sehr großen Unkosten zubawen angefangen vnd bis daher vollführet war".Dieses Blatt hat weder.jden Namen des Künstlersnoch dessen Monogramm. Aus den vielen kleinenFiguren, die theils jammern, theils davon laufen,und die gar zu flüchtig und malerisch (?) radirt sind,laß' sich schließen, daß der Kupferstecher auch einM^ler gewesen. Liporvsky. Bartsch dann, s.v.Weinher (IX. 55 i —57.) nennt zwölf Blatter vonihm, die mit 1573 — 81 datirt sind, daruntersechs Bildnisse, deren oben schon Liporvsky gedenkt;ferner ein Mausoläum des Herzoges Albrecht, und«in Bayersches Wappen. Dann von Geschichtli-chem: Christus vor Pilato (2l/'hoch, i 4 "Ü^br.);endlich drey allegorische, auf die Leidensgeschichte

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