Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Weinhold.

zielende seltsame Triumphbogen, eine» davon nachChr. Schwarzen Erfindung (L. 8. luv. i 58 i.). AllesUcbrige ohne andere Namen als des Unsrigen,oder mit dessen Monogrammen bezeichnet, die beyBartsch zu finden sind, der dagegen der Appiarnischen Landkarte, und des Blattes von Einstürzedes St.Michael-Thurms keine Erwähnung thut.Drey der Bildnisse sind bey ihm ausdrücklich mitluven, et-'see. versehn. S. oben, jeneKarte betreffend, auch den Art. G- weickmann.

weinhold (August Siegmund), sonder Zwei-fel der Sohn des folgenden Johann Gottfrieds,Hofstückgießer zu Dresden, wo er, 58 Jahr alt,1796 starb. Dresdner- Anzeiger Jahrg. 1796.v!°. 23 . Er war als ein geschickter Künstler seinesFachs bekannt.

— — (Carl August). Der Sohn eines Raths-boten, geboren zu Dresden 1786, studierte aufder dortigen Akademie seit 1804 die Architektur.IkFrc.

— — — gewöhnlich August), geb.

zu Meißen, woselbst sein Vater Guterbeschauerwar, 1784; erlernte die Architektur unter demHofbaumeistcr Hölzer zu Dresden seit 1800, undsetzte sich, nach rühmlichster Beendigung seinerStudien, als Mäurermeister in seiner Vaterstadt,wo er noch i 8 i 3 lebte. Er beschäftigte sich zu sei-nem Vergnügen damit, gleich Pfeifer, Exchaquetrc.Gegenden nach der Natur in erhobener Arbeit ab-zubilden. Ohne eine Anleitung dazu erhalten zuhaben, sah er doch seine Bemühungen bald durchden glücklichsten Erfolg gekrönt. Seine besondernErfindungen in dieser Gattung sind jungefähr fol-

enoe: Eine für diesen Zweck berechnete abgesürzreAufnahmsmanier; eine Modellier-Masch ine,mittelst welcher das Original-Modell schneller undrichtiger gebildet wird, als es bloß aus freyerHand möglich wäre, und die jede selbst sich insUnbedeutende verlierende Erhöhung oder Vertie-fung einer Fläche, so wie auch alle Vertical-Entfernungen mit der größten Genauigkeit angicbt(selbst ein geübter Künstler würde Monate, jaJahre nöthig haben, um das, was diese Maschineinnerhalb einiger Tagen bewerkstelligt, auszufüh-ren); die Möglichkeit, das Original-Modell zuvervielfältigen (ein gleiches wollte der FranzoseAlleaume verstehen, (s. oben Franz verzy, unddann der Schweißer Rudolph Meyer). Danebenhat seine Verfahrungsart noch die Vortheile, daßer große Reliefs nach der Natur (die man sonst nur,wie z.B. in der Schweiz innerhalb mehrerer Jahreund mit einem Kostenbedarf von Tausenden zu be-werkstelligen weiß) in Monaten und mit wenigemGeldaufwand vollendet'?). Nicht minder, daß, sowie die Reliefe andrer Meister gut und vorsichtiggepackt werden müssen, die des Unsern solchesnicht bedürfen **). Absichtlich ließ man eines sei-ner Reliefe ohne Emballage, und mit Büchern be-lastet, eine Reise von 60 Meilen machen, ohne daßes im mindesten beschädigt wurde. Es hielt da-bei eine schnelle Erwärmung von 2»° nach Reaumürund eine Einwirkung von 5 ° Kälte unter Null aus,und wich nicht um den zwölften Theil einer Pariser-Linie aus seinen Dimmensionen ***). So fest unddauerhaft aber diese Masse ist, die weder Zeitnoch Gewürm zu zerstöhren vermag, eben so leichtist sie dabei an Gewicht. Bey der Gelegenheit, daßweinhold die Ehre hakte, Sr.Majestät dem Königevon Bayern, dem Minister Graf Montgelas u. s. f.zu München 1810 eine Probe seiner Kunst vorzei-gen zu dürfen, hielt sein Bruder der Arzt Carl.weinhold eine Vorlesung über diese Kunst, dienachher unter dem Titel: Ueber die geometrische

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Bildung merkwürdiger Gebirgsparthien undihre Vervielfältigung in erhobener Arbeit.Dresden 1811. 8°. 22 Seiten gedruckt wurde. Sehrist es zu bedauern, daß unser talentvolle und inso vielen Dingen geschickte Architekt und Künstler,noch keine für sein Verdienst würdige Anstellungerhalten hat; und eben so, daß seine treflicheErfindung (die er als ein Gemeimniß noch fürsich bewahrt), schon bey ihrem Entstehen, ausMangel an Theilnahme und Unterstützung, dem Un-tergänge und der Vergessenheit entgegen eilt. Mrc.

Weinhold (David), lernte zu Dresden beiMartin Alnpeck von 1676 bis i 58 o die Goldsschmiedskunst. Sein weiteres Schicksal ist unsunbekannt, ^c.

— — (Friedrich Gottlob), ein Conducteur,f. oben pirsch.

— — (Heinrich August), Hofstückgießer zuDresden, vermuthlich ein Sohn des obigenAugust Siegmund (W-); fi- dort 1808 set. 33 °Dresdner-Anzeiger Jahrg. 1808. S> i 3 o°Ueber hundert Jahre hatten seine Vorfahren und ergedachtes Amt mit Ruhm verwaltet; sein Nach-folger aber war nicht aus dieser Familie, undhieß Friedrich August Otto.

* -- — (Johann Gottfried), der Sohn desnachfolgenden Michael'«, geb. zu Dresden 1700«Er folgte dem Vater in dessen Bedienung und st.als churfürstlicher Gießerei-Inspektor und Stück-gießer zu Dresden 1776. Dresdner-AnzeigerJahrg. 1776. bl°. IX.

— (Michael). Dieser geschickte von Dan-zig gebürtige Künstler, war Hofstück- und Glocken-gießer zu Dresden. Er st. dort, nach dem er diesemPosten einige 3 o Jahr vorgestanden hatte17Z2set. 70. Rern Dresdnischer Merkwürdig-keiten Jahrg. 1732. S-99.

— — (Michael Goktlieb), vielleicht ein Sohndes vorstehnden, ein nicht ungeschickter von Dres-den gebürtiger Goldschmied. Er lernte dort berBöhme von 1716 — 21, erhielt das Meisterrecht1734, und st. daselbst 1769 vst.6v.

— — (Tobias), geb. zu Dresden, erlerntedort die Goldschmiedskupst bey Jacob Linck bis1614, und wurde später zu Klagenfurt Meister,woselbst er sich auch verheirathete. Der evange-lischen Religion wegen mußte er von dort flüchtigwerden, weswegen er 1628 nach Dresden zurück-kehrte. Die Dresdner-Innung der Goldschmiedenahm ihn 162g zum Meister auf, ohne daß sieihn von neuem ein Meisterstück machen ließ, daer sich mit Armuth und Hauskreuz entschuldigte;obwohl er nichts desto weniger das herkömmlicheGeld fürs Meisterrecht (21 meißnische Gülden11 Groschen) entrichten mußte >f), und auch(des nicht gemachten Meisterstücks wegen) nichtso viel Gesellen und Lehrjungen als ein andrerMeister halten durfte- Er lebte noch zu Dresden1648, nicht mehr aber 1676.

Weinkopf (Anton). Ein solcher erscheintum 1784, 88. u. 91 als adjungirter Sekretär derAkademie der bildenden Künste zu Wien, wo erPreise vertheilte und an die Kunstjugend Redenhielt. Mensel's Misc. XXI. 186. 36 r.Ebendeß. Mus III. 76. und XVI. 280.Ob er selbst ausübender Künstler war, ist unsunbekannt.

Weinlig (Christian Traugott), Kurfürstlich-Sächsischer Hofbaumeister, und Mitglied der Kais.

S) Ob aber auch mit gleicher Nichtigkeit, ist wohl eine — ganz andere Frage.--) Das wäre! !.'

4 ) Bravo k