Weinrauch,
Künstler Bauer/ Modelle, und gieng hernach mitdiesem Bauer nach Wien. Dort arbeitete er für dieKaiserin Königin Marie Theresie viele Kunststücke inMarmor und Alabaster. In verschiedenen Schwä-bischen und Bayrischen Klöstern, besonders zuMönchsroth, Ottobeuren u.a. sieht man Arbeitenvon ihm. So hieß es schon um 1789 beyMensel II. der ihn auch lll. (1809.), doch ohneweiteres Hinzuthun, noch unter die Lebenden setzt.Namentlich zu Ottobeuern sah' man von ihm, beydem dortigen Prälaten, eine Statue des MutiusScaevola hoch, meisterhaft aus röthlichemMarmor gearbeitet. Eine Zeitlang hatte er sichzu Augsburg niedergelassen. Liporvsky.
H)einrauch ( ). So nennt Mensel III-
(1809.) einen Kupferstecher zu Wien, von demman ein Blatt kenne, welches die Rückkehr desKaisers und des Kaiserin zu Wien am 18. Jan.1806 darstellt. In Eben deß. Archiv II. (Z.)i»>. heißt es „ieine der neuesten und gelungenstenArbeiten dieses Künstlers, welche, ais interessantfür Gegenstand und Ausführung, mit besondern»Wohlgefallen aufgenommen und beträchtlich be-lohnt wurde". Dann findet man von seiner Ar-beit in den Wienerischen Taschenkalendcrn undMusen - Almanachen, die bey Pichler 1801—6.erschienen waren, und wurde er überhaupt füreinen der geschicktem jungen Künstler seiner Gat-tung geachtet. — Einer unsrer Freunde setzt dieGeburt unsers Künstlers um »765 im Würtember-gischen, und den Anfang seines Aufenthalts zuWien um 1790 an. Dann aber folgt von ihmein von dem obigen etwas verschiedenes Urtheil:«Mir haben von seiner Hand eine Menge kleinerLitelkupfer und dergl. gesehen, die er für Wiener-und andre Buchhändler meist nach eignen Zeich-nungen, dann aber auch nach Ramberg rc. fertigte.Obwohl nun diese Blätter, im Ganzen genommen,steif und kalt genug ausgefallen und dabei auchverzeichnet sind — die Figuren zu lang und zu dünn,die Köpfe zu klein, so kann man öfters doch nichtumhin, die Feinheit und Zärtlichkeit der Ausar-beitung seiner Platten zu bewundern" Irgendwoführt, man von ihm, nach eigner Zeichnung denEmpfang Kaiser Joseph II. in den elisäischen Fel-dern Fol. an.
— — s. auch unten Weirauch.
Weinrebe (Melchior^, ein Goldschmied zuWolfenbmttl um »6oo. <5. Wolrereck's Lbro-nick von Wolfenbütkel. Helmstadt »747. S. 3-4».
Weinrich (Hieronymus), ein Goldschmied,der Sohn eines Rektors der Schule zu Lisenach,hier geb. löos und hier gestorben » 63 » oder 32.
HinZularis Veiurlalnana. Nürnb. 1728.8°. Die Stammtafel.
Weintqens, )
W--D°n,
Weinzyrel (Michael), Münzmeister derHerren von Königstein, den diese ib»6 von Oet-tingen nach Nördlingen schickten, wo sie die dasigeEuldenmünze pfandweise inne hatten. Michaelversah solche bis 1H08. D-E- Beyschlag Bey-trage zur Runstgeschichre von Nördlingen.Stück VII. S. 5 .
H)eirauch (Hans). In einem handschrift-lichen Werke von Christian Juncker verfaßt,und betitelt: Ehre der gefürsteren Grafschaft
Weirotker. 5021
Henneberg, lesen wir (im zweiten Buche) daß esfast schiene als ob ein solcher zwischen » 57 » und1679 Fürstlich Hennebergischer Münzmeister zuIlmenau gewesen sey.
weirauch (Matthäus), Maurermeister zuJohann-Georgenstadt in Chursachsen, fertigte 1691zwey Risse wegen Erbauung eines neuen Kirch-thurms zu Sosa; allein derjenige seines Mitkonrkurrenten I. G. Pauls gefiel besser, und wurdevorgezogen. C. H. Hecht Geschichte desChursachs. Bergfleckens Sosa. Hof u. Leipz.1778. 8°. S.49.
weirengue ( ). Ein solcher erscheint
lm ^lwsuacb 6es Lesux-Arts » 8 o 3 unter derRubrick der damals zu Paris lebenden Zeichner inallerlei Kunstgattungen. JmTLImsusoK 6u Lom-liieros 6s karls 1811 hingegegen finden wir ihnnicht mehr.
*N)eirmann, s. unten und im Lex.weyermannn.
* weirotter (Darius), sieh varorari imLex. und oben.
* — — (Franz Edmund), Maler und Kupfer-
etzer, geb. zu Jnsbruck 1780. Derselbe hatte vonJugend an Neigung für die Kunst. Die Anfangs-gründe des Zeichnens lernte er zu Wien; dannging er nach Mainz, in Frankreich und Italien(woher er mit einer großen Anzahl Studien nachder Natur zurückkam, welche so viele Gegenständeseiner geistreichen Etznadel wurden), hierauf wie-der nach Paris, und ward endlich r7(-7 als Pro-fessor nach Wien berufen, was alles schon dasLex. erzählt. Dort lebte er um 1771 und st. da-selbst, den meisten Nachrichten zufolge 177Z. InItalien besonders hatte er seine Manier vergrößertund veredelt. Dort kannten wir ihn 176,. Erwar ein kleines, artiges, (man sehe sein Dildniß!)ä In kran^alss aufgestütztes Männchen, das nichteigentlich wußte, ob er Johann Winkelmann, oderden damals zu Rom anwesenden Watelet, undbesonders die den letztem begleitende Madamele Comte mehr vergöttern sollte. Um 177t befander sich zu Wien. läse 171. Handzeich-
nungen dieses geistvollen Künstlers in Rothsteinbemerkte Berruch (II. 14.) 180h. in den Zimmernder Kupferstecherschule zu Wien. „Sein Vortragals Etzer" (heißt es bey Rost ll. 197 — 198.)„ist leicht, sein Licht ist wohl vertheilt, und iiZseiner Zusammensetzung herrscht gute Harmonie;er gefällt vorzüglich durch seine schönen Figurenund Gebäude. Seine Handzeichnungen sind ge-wöhnlich in Bistre, und verdienen den nämlichenBeyfall; auch werden seine Blätter noch sehr vonKennern gesucht und geschätzt. Sein ganzes Werkbesaß der sei. Minkler in 178 Bl. in Quart- undOktavform. *). Bey Rost(I-c>) werden die vierersten Nummern einer vierten aus 12 Bl. bestehn-den Folge **) italienischer Gegenden für vorzüglichin Absicht auf die schöne Wirkung deS Helldunkels,und bey Winrler zwey gebirgigte Gegenden bey Vcr-nonnet in der Normandie als sein Vollendetstes ge-nannt. Neben so Vielem nach eigner Erfindung kenntman von ihm Verschiedenes nach Andern, wie z.B.nach Dietrich van Goyen, Vallee-Poußin, IgnatzVerriet, und I. G. Wille. Hinwieder haben nachihm gestochen und gcetzt: N. du Four, F. Gäbet,Germain, H. Guttenberg, C. A. Litkret, C. Mechel,Pariset, Schlatker, le Veau und WeiSbrodt, wovonbey Winkler besonders eine Folge von 12 Bl. von
«-) Es dürfte also sehr irrig seyn, wenn solches anderwerts auf 400 Bl. angegeben wird. Sei» erster Versuchim Etzen waren 12 kleine Landschaften mit Figuren. Hütten und Wasserfallen. Indessen behauptet docheiner unserer Freunde: Basan habe ehemals das Werk von M. zu Paris in 200 Bl. verkauft.
"-) Andre nennen noch eine fünfte solcher Folgen.