Wendland.
Wenceslaus.
Copien nach Dürer, alle übrigen nach Schön-gauer seyn. Noch spricht Barrsch (als von zweyzweifelhaften Blättern) von einer Frau, welche dieLaute spielt, in ganz andern Geschmacke gefertigtals die übrigen, aber mit dem W. bezeichnet, undhinwieder einem St. Wilhelm, mit dem eigenthüm-lichen Monogramm eines O. über einem ^V. Bloßdie N°. 22. u.48. tragen ein Datum. Die größtendieser Blätter sind N". 55 . u. 5 /. Dann N°. 55 .Dieses n" rc>'" hoch, 8" br. N°. 55 — 5 /.allein mangelt das Monogramm, und Barrschscheint solche einzig aus der Arbeit fürwenceslasArbeit erkannt zu haben.
Wenceslaus. Noch bemerkt uns einer unsrerFreunde: „Unter den Mitgliedern der alten Böhmi-schen Malerbrüderschaft, erscheint in der Mitte desXIV. Jahrhunderts ein sonlp. Dann
zu Anfang des XV. Jahrh, ein äs
Cn5t»-o und ein Wenzeslaus der ein Glaser war.(Riegger's) Materialien zur Statistik vonBöhmen. HeftVI. S. iZ 4 >
wenck oder weng (Johann Georg), Hof-tapezier des Bischofs von Augsburg 1766. Mrc.
— — ( ), ein Kupferstecher, von dem
Adelung's verzeichnißderLandkareen undtopographischen Blarrer Sachsen's S. 246.eine kolorirte Ansicht der Rudelsburg unweit Kosenanführt. Vermuthlich lebte er in der letzten Hälftedes vorigen Jahrhunderts.
Wenckebach (Heinrich Julius), ein Stein-metzgeselle von Wermsdorf in Sachsen, der 1679zu Dresden arbeitete. Mec.
wenckel (Johann Christoph), Cantor undCollaborakor der Stadtschule zu Beeskow. Er gabaus Licht: Beschreibung eines (von ihm) neu er-fundenen Copirs Cirkels. Berlin (Realschulbuchh.)1775, mit einem dazu gehörigen Kupfer, nachseiner eignen Zeichnung (4 Gr>). Dieser Zirkel isteigentlich eine Zusammensetzung mehrerer Zirkel,hat 7 Füße und kaun mithin die Lage von siebenPunkten zugleich bestimmen. Sein Erfinder sagt,er sey brauchbar zu allerhand Karten und Rissen,ganz besonders jedoch für freie Handzeichnungen derMaler, Sticker und Posamentirer.
Wenckheim oder winckheim (David),erlernte zu Dresden bey Hans Schwedler voni 6 i 5 bis 1621 die Goldschmiedskunst. Da er 1628seinen Lehrbrief abfederte, so mag er sich damalsirgendwo (nur nicht zu Dresden) als Meister gesetzthaben,
wend, sieh unten wende.
Wendel (Hans Urban genannt), s. obenUrban.
Wendel (Johann Georg), Kupferstecher zuLeipzig, geb. zu Egstädt bey Erfurt 1754. Bisum 1789 kannte man von ihm: Die Kreuz- undFrauenkirche zu Dresden. Henriette von Rosen-wald, vor Grossings Damenjournal. Die Kupferzu Breitkopfs Versuch über die Spielkarten. VieleVignetten, architektonische Zeichnungen und An-deres mehr. Mensel ll. Bey Ebendems. lll.(1809.) erscheint er, ohne neueres Hinzuthun vonArbeiten oder Schicksalen, noch unter den Leben-den. Dann aber bemerkt uns einer unserer Freunde:»I» 1785 ging Wendel nach Frankfurt am Main,und der Coadjutor von Daldcrg stellte ihn, mitdem Titel Professor, bey der dortigen öffentlichenZeichenschule (a. K. bey der Universität) an. Nachder Preußischen Occupirung überschickte er seinemneuen Landesherr» etliche Frankfurtergegenden inDeckfarben, worauf er ein gnädiges Antwort-schreiben, nebst einem beträchtlichen Geschenk er-hielt. Uebrigens sind seine große Wafferfarben-gemälde in Landschaften mittelmäßig; Figuren
soz§
versteht er nicht zu zeichnen, und seine radirtenBlätter bedeuten auch nicht viel. In 1808 lebteer noch". Irgendwo heißt es noch: „Er gab einekurze Nachricht von Schnepfenthal und dasigerGegend heraus, wozu er zwey Prospekte und eineLandkarte etzte (Preiß 2 Thier 6 Grosch. Colorirt3 LH. 6Gr.).
Wendel ( ), ein Goldschmied, der viel-
leicht im XVII. Jahrh, zu Nürnberg lebte. DesZ. R. Curieuse Runst- nnd Werk-Schule.Nürnb. 1705. 4 ° l- S. 2glj. giebt von ihm, einzu den Goldschmiedskünsten gehöriges Recept ohneWeiteres.
wendelius (Jacob), war als Zeichner beydem Antiquitäts-Archiv zu Stockholm 1729 ange-stellt. A. I. von Henel das Anno 1729fiorirende Schrveden. Lübeck 4° S-116.
Wendelmuth (Jacob), vielleicht der Vateroder ein andrer Anverwandter der im Lex. ge-nannten Margarerha (w.)> Wir finden seinenNamen Jacob Wendelmut auf historischen undbiblischen Handzeichnungen, die ziemlich fluchtigmit leichter Hand und feinen Federumrissen ent-worfen, bisweilen auch leicht angelascht sind.Man kann immer dieselben interessant, oft auchsehr geistreich nennen. In Dresden sieht manbisweilen dergleichen; so z.B. — wenn wir nichtganz irren — unter dem Nachlasse des berühmtenDietrich auf dem Kupferstichsalon, wo aber, alsReferent solche 1812 besichtigte, sein Name nochunbekannt war. Gewöhnlich legt man auch solcheandern guten Meistern bey, da er äußerst seltensich zu benennen pflegte, und die Kunstgeschichte sei-ner leider nicht gedenkt. Er mag im XVII. Jahr-hunderte (vielleicht der letzter» Hälfte desselben)geblüht haben.
Wendelftaedt ( ). Der Sohn eines
Arztes, geb. zu Wetzlar um 179s. Da er früh-zeitig eine Waise wurde, so nahm der DoktorGrambs in Frankfurt am Main (ein bekannterKunstliebhaber) sich seiner an und ließ ihm dieMalerei erlernen. Das Talent das er blicken ließ,bewog nachgehends den ehemaligen Großherzogvon Frankfurt, ihn zur weiteren Ausbildung nachParis zu senden. Dieser geschickte Künstler lebtenoch 1816 zu Frankfurt. Dort, in der Weiß-frauenkirche, trift man ein gutes Altarblatt vonihm, was unsern Heiland am Kreuz nebst andernFiguren darstellt.
wenderoth (August Friedrich), wird indem Brandenburg-LulmbachischenAdreßkalender auf 1765, als fürstlicher Cabinets-schreiner zu Baireuth genannt.
— — (Carl), ein von Cassel gebürtigerMaler, der von i 8 yZ bis 1310 seine Kunst inDresden studirte und dann nach Warschau ging.Auf der Dresdner-Ausstellung 1805 fand sich vonihm eine Leda; 1808 Johannes der Täufer undein weibliches Bildniß; i8io Amor und Psyche —also recht mancherlei.
— — (J-Georg), Hoftapezier zu Cassel 1786.
wendisch ( ), ein Zögling der Zeichen-
schule zu Meißen. Er fertigte Blumen, und Frucht-stücke in Gouache, meist Kopien nach Rache! Ruisch,Hinz, Arnold Lindner; einiges jedoch nach eignerErfindung. Man sah diese Malereien auf denDresdner-Ausstellungen von 1806 bis 1811. Ver-muthlich ist er itzt Maler an der Porzellainfabrikezu Meißen.
wendland (Johann Christoph), Churfürst-licher Gartenmeister zu Herrnhausen bey Hannover,pflegte zu seinen botanischen Werken die Kupfer,nach eigner Zeichnung, zu etzen, zum Theil auch