Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Witte.

Wittig.

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Jungfrauen; der Genius des Kriegs; St. KarlBorromaus im Gebet vor dem Altar; eine aufeinem Rad, und eine andere auf einem Globusstehnde Figur, jene mit der Aufschrift: 8ervio,diese mit der Aufschrift: ksvso. Wo nun dasGastMal der Vesthi, Esther bittet den Ahasvcrusum Gnade,^ und Aarons Schwester, welche di'LTrommel rührt, welche obenLipowsky und deralte Katalog von Schleisheim nennt» Hingerasthcn seyen, ist uns unbekannt. Ferner weisen nochvon ihm auf: Die Gallerte zu Wien: St. Ste-phanus vor der H. Jungfrau knieend, eine H. Fa-milie mit St. Anna und dem kleinen Johannes dersein Lamm trägt, und den Martertod der St. Ursulaund ihrer Gespielen (vielleicht Scizze dessen zuSchleisheim), lauter ganz kleine Bilder. Eben-falls zwey kleine: Die Königin von Saba bringtSalomo Geschenke, und Christus mit der öffent-lichen Sünderin, nennt der Katalog von Vom-mersfelden, als von einem de wie, welcheaber wahrscheinlich dem Unsrigen gehören« Gesto-chen nach ihm, neben dem schon oben Angeführ-ten, werden noch genannt: Die 12 Monate desJahrs, und Tag und Nacht, von Ambling;etwas uns Unbekanntes, von H. David und E»^Sadeler; eine Geburt, von L Kilian; eine H.Farmilie, ein Abendmal, die Jünger von Emaus,die drey Marien am Grabe, Madonna mit St. Ste-phan und St. Lorenz, Santa MariaMegyptiaca,und die sieben Sakramente, alle von I. Sadeler;die Bayerschen Eremiten von R. Sadeler; dieMonate Mai und Julius von J.A. Zimmermann.Eine St. Ursula und ihre Gespielen, wieder vonI. Sadeler, nennt der Katalog von Brandes einschönes Blatt, und daneben alles Obige selten,weil die Platten (es lohnte sich doch kaum derMühe!) im Kurfürst!. Schatze zu München aufbe-wahrt, und Abdrucke davon nur ausgezeichne-ten (?) Personen verabfolget wurden. — Eineunserer Quellen scheint dafür zu halten, daß einFolioblatk, welches die HH. Franz und Leo zeigt,von ihm selbst geetzt worden sey.

Von unserm s)erer als Bildhauer und Bau-meister heißt es bey Miliz»« 1 . c. „ Herzog Albertvon Bayern berief ihn nach München, und dessenEnkel, Herzog Maximilian, der erste Churfürst,bediente sich seiner Kunst bey dem großen Chur-fürstlichen Pallaste. Dieses unermeßliche Gebäudewurde zu Anfang des XVII. Jahrh, aufgerichtet,und der Churfürst wollte dabey selbst der vor-nehmste Baumeister seyn. Doch glaubt man, wiegesagt, daß der Unsrige vielHand dabey gehabt;wenigstens wurden ihm alle innere Verzierungenanvertraut. Die Stiege ist ein Meisterstück, dieman heut zu Lag aber suchen muß, da der Ein-gang verändert worden. Ein andres schönes Werkvon «tandido ist das Grabmal Kaiser Ludwig desBayers in der Frauenkirche zu München, wasselbst St. Peter zu Rom zieren würde, an den vierEcken mit vier gigantischen Bildern von Soldatenmit Lanzen, als ob sie den Kaiserlichen Leichnamhüten müßten *)."

* wirre (Peter de), der jüngere. Eine mitk.vv. bezeichnete sehr schöne Landschaft, mit einerLanzgesellschaft staffirt, in der Gemälde-Samm-lung des H. Schmidt zu Kiel, wird für die Arbeiteines Künstlers dieses Namens gehalten.

H)itte (W.), Erbherr auf Falkenwalde undGrafendorf, bey Barwalde und Gräfendorf, kün-digte in 180g an: Ein Werk über DeutschlandsRindviehracen, von ihm selbst gezeichnet und ge-stochen. Ein Heft (ZBl.) soll, nebst dem Textein gr. qu. Fol. kosten r Spez. Duk. illumin. unters.Aufsicht (schwarz 12 Gr. wohlfeiler).

— — (de) ein Holländer, der um 1790Ingenieur-Oberstlieutenant in Russischen Dienstenund zugleich Kaiserlicher Wasserbaudirektor an derDüna war. Georg» Beschr. v. Gr-Derers-bürg 1790. 8°. S. 34 ». In dem NordischenArchive wird er UIN 180s als Ingenieur-Gene-ral genannt; damals fertigte er Entwürfe undPläne zu einer Vereinigung des Riemens mit derDüna.

* — — s. auch Wie und Wirt oben u. i.Lexikon.

* Witte! (Caspar van), ist der CasparVanvirelli, des Lex. und der gegenwärtigenZusätze.

— .^7 (Johann Georg Gottlieb), wird indemWörtemberg,sehen Adreß-Handbuchauf 1768 unter den Dienern des Klosters Adel-berg rubricirt als: „Clostersgüter- und Bau-meister."

Witte mann (Hans), Zimmermeister, dannVeiten Fischer von Golha , Maurermeister, undHans Friese nebst Jeronymus Hochheim beydesSteinmetze von Langensalza, erbauten von 129Zbis » 5 g 4 die Kirche zu Haßlöben in der Graf-schaft Schwarzburg. Friede Rhore Ein-weihung der neuen Lirche zu Haßlöben.Erfurt i 5 g 5 . 4°

Wirten becher(Georg Niclaus und JoachimMariin), zwey Zimmermeister zu Hamburg 1806.

Wittenberg (Ludolf von), und Wenzeslausvon Schwer; zwey Münzmeister, denen »364 zuCöthen die fürstliche Münze auf drey Jahre verliehenwurde. Leckmann's Historie des Fürsten-thums Anhalt IV. 554 .

Wittge( ). Gemälde von einem solchen,uns sonst ganz unbekannten Künstler besaß 1809die Volkmar-Forsterische Galerie zu Nürnberg.H 4 urn berger-Alman.

*w »reich, s. im Lex. und gleich nachfolgendWirrig.

Witrgref (Peter Joachim), ein Steinmetz-meister zu Hamburg 1806. Mrc.

Wirthauer (I. C-), ein Maler, nach demLeonh. Heckenauer den Prinzen Carl Friedrich vonAnhalt in gr. Fol. gestochen hat.

* wittig (Bartholomö). Nach Dlabaczwürd derselbe geb. »63c> und st. zu Nürnberg.Sein 1649 gemaltes und im Lex. erwähntes Bilddes Westfälischen-Friedenö befindet sich auf dem

-) Beyläufig bemerkt hier Milizt-7, mit gewohntem Scharfsinn: „Erwähnte Madonuenkirche zu Münchenist eine jener Gothischen Bauten des XV. Jahrhunderts, welche offenbar beweisen, daß'es nur dre Geräu-migkeit und Weitschlchtigkeit derselben ist, welche ihnen Pracht verlieht, und daß Verzierung sie bloß ver-schönern kann. Gedachter Lempel ist. ohne einige Ai-kde, grandios, und flößt Ehrfurcht ein. In der Mittedes weiß marmornen Fußbodens befindet sich eine kleine Vertiefung in Form eines Menschenfußes. Nimmtman darauf seinen Standpunkt, so bemerkt man im Gebäude kein Fenster, obgleich deren viele, und zwarso hoch als das Kirchenschiff sind. Denn das nämliche Jahrhundert, das den menschlichen Geist aüfAnagrammen, Allegorien und ähnliche Possen verleitete, brachte auch diese architektonische Thorheitenhervor."

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