Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Wolf.

Wolf (Johann Conrad), Hofstuccaturer zuCassel, geb. daselbst 1768. „Derselbe lernte zuCassel die Anfangsgründe der Dildhauerey bey denBrudern Heyde aus Hildburghauscn. Im 1 .179«gieng er nach Dresden, und studirke unter derLeitung des Direktors Casanova. Das Jahr dar-auf rcisete er nach Nom und wurde Schüler desberühmten Bildhauers Trippel, und machte zweyMarmorbüsten, die zu Cassel im Museum stehen.1 .1794 wurde ihm nach Rom die Anwartschaft aufdie Hofstuccaturstelle an dem Casselischen Hof zu-gesendet, mit dem Befehl, sich dort als brauchba-ren Decorattur auszubilden. In »796 kam er überMayland, wo er sich noch eine Zeit lang auf-hielt, nach Teutschland zurück. Außer mehrernDekorationen im Schlosse Wilhelmshöhe und an-derwärts, modellirte er zu Hamburg an dem, demverstorbenen Professor Busch errichteten Denkmalein Basrelief. Auch goß er dessen Brustbild inBronze und arbeitete es aus. Eine Beschreibungdes Basreliefs, unter der Aufschrift: Die Choe-phoren auf Büschen's Ehrendenkmahl, findet manin der Allgem. Litt. Zeit. 180Z zu Anfang deö ätenTandes. (Vergl. Justi in den Hessischen Denk-würdigkeiten Th. 4 - Abtheil. i. S. 47».). Nach-her verfertigte er in dem neuen Schloß zu Wei-mar die Dekorationen; und in der Folge deko-riere er zwey Zimmer in dem Residenzschloße zuCassel und einige zu Hanau. — Auch ein Denk-mal für den Clubb zu Offenbach. Mensel III.

— — eigentlich woIffs(JohannGerhard),Lehrer in der Zeichenschule zu Münster 1798.Mänsterscher Hof- und Adreßkak.

— — (Johann Gottfried), lernte in seinerGeburtsstadt Dresden, bey Joh. Christoph Schulzals Goldschmied, wurde hier 1697 Meister.', undst. 1714. Mrc.

— — (Johann Gottlieb), gebürtig von Dres-den, ein Schüler des berühmten Goldschmiedsund Jubeiiers Joh. M. Dinglinger, bey dem ervon 1711 — 1717 lernte. Mrc.

— (Johann Heinrich) , ein Maler zu Go-tha, dessen man 1716 gedenkr, wo er der unferngelegenen Dorfkirche zu Endeben ein vergoldetesCruzifix, nebst zwey — Würzgarten schenkte. H.B. von Gleichenstein kurze Beschreib,der Abrey Burgelin. Jena 1729. 8°. S. n 5 .der Dokumente. Vielleicht ist er Eine Person mitdemjenigen Hofmaler Wolf zu Gotha, der 1719vorkommt.

— — — — Königl. Medailleur zu Kopen-hagen, geboren daselbst, studirke zu Paris^und zuRom. In 176h ward er Mitglied der DänischenKünstler-Akademie, und arbeitete seither bey derMünze zu Altona. Bernouilli Samml. IV.884. Von ihm kennen wir eine Medaille auf dasAbleben des Dänischen Königs Friedrich V. mit1766 datirt, so wie er auch schon 1745 u. 1746 zweyzur englischen Historie gehörigen Medaillen ge-schnitten haben soll. Weinwich S. 176.

— — (Johann Joachim) und sein BruderJohann Jonas Wolf, beyde Kupferstecher nndKunsthändler zu Nürnberg. Der letztere lebte noch1717, um welche Zeit dagegen Johann Joachimstarb. Wir wissen weiter nichts von ihnen, alsdaß der Kupferstecher Georg Lichtensteger ein Schü-ler dieser Gebrüder war.

— — (Johann Jonas) s. vorstehnden Joh.Joachim Wolf.

— — (Johann Loren;), Chursachsischer Con-

Wolf. 60 /i 3

dukteur bey dem Festungsbaue zu Wittenberg1686. Tk^rc.

Wolf (Johann Peter). Eine mittelmäßigradirte vor uns liegende Landschaft ist ohne Wei-teres bezeichnet: Zu finden bey Joh. per. wolffin Nürnberg. Schad's pinacorhek S. 216.sagt 1793 , daß die Nürnberger Buch - und Kunst-handlung von I. p. wolfsss Erben jetzt Mar-tin Pech ganz allein besäße, nachdem Wo^fallirt habe; Pech ließ solche von seinem alternSohn, unter seiner eigenen Firma fortführen.

— — (Johann Siegmund), Bildhauer zuDresden, arbeitete (gleich den obigen ChristianFriedrich u. s- f.) bey dem Baue der 1792 vol-lendeten Kreuzkirche daselbst, und namentlich,neben Friedrich Wilhelm Müller, die Verzie-rungen in Holz, an der Orgel, Kanzel u. s. f.Derselbe lebte noch 1798. Merkrv. d. Dresd-ner Lreuzkirche.

— — (Jonas), Vater des oben angeführtenAndreas, und Sohn des nachstehenden Mat-thäus, starb zu München 1680. Von ihm kenntman ein Altarblatt in der Klosterkirche zu Tegern-see, welches den H. Vitus darstellt. LiporvskyII. S. 174. u. 27V.

— — (Joseph), vermuthlich ein Künstler zuWien um 1800. Nach ihm soll Pfeiffer dasBildniß des Schauspielers Joseph Lange, alsAlbrecht in der Agn.Bernauerin, hoch Fol. punk,tirt haben. Mrc.

— — — — ein Glasspinner, um das I.17ZZ zu Glatz geboren. Im I. 1788 hielt er sichzu Langenau, einem auf der Gräfl. Philipp Kins-kyschen Herrschaft Bürgstein im Leikmeritzer Kreiseliegenden Dorfe, auf, wo er in einem Zimmer,von niemandem beobachtet, seine Kunststücke ver-fertigt hat. Die Werkzeuge, deren er sich dazubediente, waren, seinem Vorgeben nach, ganzeinfach, und nur dreyerley; nämlich eine lang-lichte Nadel, in der Dicke einer starken Fristrna-del; eine ähnliche, aber flach am Ende auslau-fende Nadel, und eine kleine Zange. Mit diesenbildete er nach der Natur nicht nur einzelne Stücke,als: Obstbaume, Blumen- Thiere u. s. f., son-dern ahmte ihr auch im Großen nach. Er machteeine Vorstellung des Venezianischen Lustgartens,und des Meers, die er im April des I. 1787in Prag gezeichnet hat. Ob er seine Arbeitenaus eben den rohen Stoffen, aus welchen mandas gemeine Glas fabrizirt, zusammengesetzt, oder,ob er gemeines Glas wieder einschmelzte, um dieMasse daraus reiner zu bekommen, welcher Far-benmischung er sich bediente, und woher er die,selbe nahm, waren Geheimnisse des Künstlers.G. von Rieggers Statistik von Böhmen.Heft II. S. 417—419. wo die Ankündigung ganzabgedruckt zu lesen ist. Dlabacz. S. auch obenJohann Wolf, mit welchem der Unsrige indessenEine Person ist.

— — (Jo.) So soll ein Kupferstecher heißen,der nach M. Angelo, N. Poußin und Rubensgearbeitet habe. M-c.

— — (I. E. F.) wird, unter der Rubrick:Baubediente, Condukteurs und Feldmesser, indemBerliner - Adreßkalender auf 1800, als znRheinsberg aufgeführt.

— — (Levin). Des Reichard's Passagier.4 te Aufl. Berlin 18 li S. 1064 sagt, man habevon ihm einen trefflich in Landkartenformat aus-geführten Grundriß Hamburg's mit seinen Umge-bungen 1811.

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