Wolke.
Wolke, s. oben Wolcke.
Wollet.
tz049
wolkenstein, s. oben wolckenstein.
"wolker (Johann Georg). Von ihm siehtman in der ehemaligen Jesuiten- jetzt St. Georgen-kirche zu Amberg zwey Altarblatter: Den H. Schutz-engel, und Aloys von Gonzaga, in 1764 gemalt;und in der Kirche der Englischen Fraulein zu Bam-berg — wieder den H. Schutzengel. Liporvskp.Nach ihm kennen wir ein Blatt mit Heiligen,von Georg Kilian, und in Schwarzkunst geschabtvon I. G. Rugendas eine Madonna mit demKinde, St. Jgnaz. St. Franz Lavier, St. Aloysund Cvnsortcn. Mrr.
WoIkon» (Feodor oder Friedrich), ein Russi-scher Baumeister, wurde von Jugend au in derAkademie unterrichtet, und zeichnete sich frühdurch seine großen Fortschritte aus. In Parisarbeitete er mit so vielem Beyfall, daß der dor-tige Architekt Duval sich seiner zur Erbauung desTheaters der französ. Comödie bediente. Eine feu-rige Einbildungskraft, und die Schnelligkeit derglücklichsten Ideen, hinderten diesen vorzüglichenKünstler oft, sich bey den einzelnen Theilen auf-zuhalten, und über ihre Vervollkommnung nach-zudenken. Er verschönerte Petersburg vorzüglichdurch die Branntwein- und Salzmagazine, dieStadt-Bierbrauereycn auf d. Wiburgischen Seite,die Orangerie, das Gäctnerhaus und einige Flü-gel des taurischen Pallastes. Für den Fürsten Po-temkin, dessen Einbildungskraft gleich lebhaft undumfassend war, verfertigte er viele Zeichnungen,die aber nicht ausgeführt wurden. Späterhinverfiel er in eine Art von Tiefstnn, der ihn zwarnicht ganz am Arbeiten hinderte, nach und nachaber seine Sinne sehr schwächte, bis er endlichi.J.i 8 o 3 an der Wassersucht starb. Hall. A.L-A-i 8 o 5 . Jntell. Bl. N". 44 « Anderwerts lautet esvon ihm, zwar nicht im Wesentlichen, aber dochin den Umständen verschieden, wie folgt: EinMann von vielem Talent, und Enthusiast fürsTheater. Er errichtete eine Russische Bühne zuJaroslaw, bey der er anfangs Schauspieler,Theaterdichter, Dekorationsmaler, Maschinenmei-ster rc. kurz Alles in Allem war. Nachdem dieKaiserin Elisabeth davon gehört hatte, so beriefsie i/hs ihn und seine Truppe als Hofschauspielernach St.Petersburg, sichrer'« Russischejssiiszellen III. 172. Er, den man einen vortref-lichen Schauspieler (und guten Künstler?) nennt,st. (hier heißt es 1760) zu St. Petersburg. N 0 r-dlsche « Archiv auf 1803. S. 83 . Sein Bild-niß soll Tchemisow gestochen haben. Ohne Zwei-fel ist es immer der nämliche, der wieder ander-werts kurz Russischer Maler und Akademiker ge-nannt wird, von dem man auf der Kunstaus-stellung zu St. Petersburg einen Ganymed sah,der dem Adler Ambrosia reicht ; ein Bild, dassehr gerühmt wurde.
— — (de) 8c. und 6e Narrow 6el. So istohne Weiteres ein im Geschmacke Geyser s (demAnsehen nach um 1780) radictes Bildniß einesjungen Mannes (in Profil in Med.) bezeichnet.Vermuthlich ist es das Bildniß des Stechers selbst,da in unserm Exemplar mitDinte bemerkt ist: rie^o/Loro, Ltisr^ö cl'Lssalres äs ku88is ävreaäe.Andertwerts heißt es, dieser Kunstliebhaber hatteauch eine Landschaft radirt, welche einen Markt-flecken an einem Flusse zeigt. In 1778 erscheintals wirklicher Kaiserlicher Geh. Rath zu St. Peters-burg ein Dlmerri wasfijerv wolkorv; wirzweifeln aber ob dieser der Unsere (vielleicht dessenVater) sey?
w 0! Iarb (Johann). Der Svhn eines Pfar-rers, geb. zu Hervelsingen 1684, lernte die Maler-kunst anfangs zu Heidenheim bey Leonhard Enslen,und dann zu Ulm bey Christoph Refch. In 1708ging er nach Wien, wo er sich einige Zeit aufhielt,dann nach Ollnütz, Breslau, Dresden- Berlin-Leipzig u. a.w. wanderte, und hierauf 1721 sich zuUlm niederließ, wo er auch 1726 starb. Mankennt dort von ihm keine Malereien mehr. SeineLeichenpredigt gab I.^. Herrenstem. Ulm 1726^4°. Weperrnann Aachr. v. Gelehrten u.Künstlern aus Ulm. S. 553 .
* w 0 llast 0 n, s. im Lex. u. unten Woolaston.
Wollenschlaeger, s.untenwoUschläger.
k wollet oder w 0 0 ler, richtiger aberwooller (Wilhelm), Zeichner und Stechermit der Nadel und dem Grabstichel, geb. zuMaidstone in der Provinz Kent 1735 und gest. zuLondon 1786. Sein Lehrer in der Stecherkunstwar John Tynney, von dem wir verschiedeneBlätter nach Hogarth haben; aber die Vollkom-menheit in seiner Kunst verdankt er allein seinemGenie. Von ihm heißt es bey warelet undl'Evesque: „Er wiedmete sich vorzüglich demLandschaftstechen, und vereinigte einen vortref-lichen Geschmack, und'eine besondere Kraft desTons mit einer großen Nettigkeit. Seine geetztenBlätter sind in der Manier, zu der Balechoudas Muster gegeben hatte, welches Woollek ver-vollkommnete: Seine Felsen können nicht besserbehandelt werden; sein Blätterwerk, feine Baum-stämme sind sehr malerisch. Er bediente sich einesstarken Griffels, um die Baume, die Terrassen,und alles was eine rauhe Arbeit erfordert, zustechen. Viele finden, daß in diesen Gegenständendie Striche zu breit und kräftig sind, um sich mitder Bearbeitung der Figuren seiner Landschaftenzu vertragen; und dieser Fehler ward durch seineNachahmer noch übertrieben. Besonders in seinenletzten Lebensjahren legte er sich auf den histori-schen Stich, und hatte in seiner Behandlungimmer einen ihm eignen Character, dessen Ver-dienst man fühlen muß, den man aber nicht ohneBeurtheilung annehmen darf." Rost IX. 249 — 60.Dort finden sich von ihm verzeichnet: Vörderstzwey Folgen von 6 Di. Englischer Prospekte vonVillen, Garten, Brücken, Kanälen u. s. f. Dannfolgen über 5 o Bl. nach verschiedenen Meistern;darunter zwey Bildnisse: König Georg 111 . nachA. Ramsay, und Rubens nach van Dyck. VonGeschichtlichem: Die beyden mit Recht hoch be-rühmten Blätter: Tod des General Wolfe undSchiffschlacht von la Hogue, beyde nach B. West.Alles klebrige ist landschaftlich (vieles davon mithistorirten oder mythologischen Staffagen) meistnach den größten, theils Italienischen, theilsEnglischen Meistern, als: H.Carracci, C-Gelee,TH.Hearne, LH.Jones, PH.Lauri, Mortimer, W.Parrs, Pillemcnt, C. Poußin, I. Richards, C. duSart, H. Swanefeldt, G. Smith von Chichester,G Slubbs, R. Wilson, R. Wright, u. F. Zuccarelli.Ein Verzeichniß meines sei. Vaters fügt noch hinzu:Brinkmann, Ph. Roos, I. Smith, und Sullivan;Andre noch mehrere. Geholfen waren ihm biswei-len bey seinen Arbeiten: Browne, B- F. Pouncy,Elisab.Ellis, E.Rooker, W. Thomas, desllnsrigenSchüler, und Vivares. Die schönsten seiner Blat-ter hier zu nennen, wäre ein Ueberfiuß; sie sind,den oft überschwenglichen Glanz ausgenommen,beynahe alle wunderschön *), und datiren sichvon 1760 — 87. da einige erst nach des KünstlersTod, von dessen Wittwe herausgegeben wurden.Rost 1. c. S. 25 o— 55 . Look. Lat. cie Zrainiex
H Doch, wenn wir einige Wahlen sollten, so wären es ein Paar nach Cl. Gelee; wie z.B. die heroischeLandschaft im Pallast Altieri zu Nom, mit dem Apollo-Tempel und einem antiken Opfer, »nd jene andere