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Wolhauptet,
Wolfgang.
noch ber> denen, die ihn kennen, und Umgangmit ihm haben, um den Vorzug, wegen seinerEhr- und Redlichkeit, als überhaupt gutem Lebens-Wandel, und ist zu bedauren, daß er in so ho-hem Alter nicht nur einsam, (da er vor drey Jah-ren seine Frau verlohren) sondern auch bey Ab-nahm der äußerlichen Sinnen und Leibes-Kräftenzubringen muß; doch sein Geist zeiget sich nochallezeit gegenwärtig und kräftig jetzt" (1/67.).«Der Höchste seye ferner seine Hülfe und Stütze."
* N)olfgang (Johann Georg), des GeorgAndreas des ältern jüngerer Sohn, welcher imLex. unter dem Art. seines Vaters erscheint, geb.zu Augsburg iVös O- I>. 05 .) und gest. 1744(wonach das Lex. zu verbessern ist). Das mitseinem Bruder redlich getheilte Schicksal in Algierkennen wir schon. Nach seiner Rückkehr verhei-rathete er sich. Seine Copie der berühmten Stichevon Edelink, nach le Drun's Crucifix und denweinenden Engeln (welches 1699 in dem Augs-burgs-Lycaeum der Gesellschaft Jesu, als einThesenbild (?) bey einer Disputation aufgestelltwurde) und seine Magdalena, ebenfalls nachEdelink, erwarben ihm (171).), neben Heiß, denRuf nach Berlin. Zu seinen dortigen vorzüglich-lichsten Arbeiten gehört sein Stich nach Schlüter'svon Jacobi gegoßenen Ritterstatüe des ChurfürstenFriedrich Wilhelms (V 5 " hoch, 2^ 6" brD.Unter allen Künstlern seiner Familie wird er fürden beßten gehalten. Man sehe z.B. das schöneBildniß des künstlichen Goldarbeirers Dinglinger,nach Pesne, und ein anderes, B. N. de Koller,nach I. Harper. Noch nennt das oft angeführtePamphlet: Reisen u. s. f. S. 4 ». neben Anderm vonihm: Das große Dresdner-Carroussel in 3 oBl.nach der Zeichnung von A.M. Werner, geb. Haid;und Liporvsky das Leichenbegängniß Friedrich I.in 211 (?) Blattern. Rost I. 217 — 18.
»Jicolai. Dann besonders daö oft er-wähnte Pamphlet, ohne welches wir in der Genea-logie der Künstler dieses Geschlechts zum Oefternirregegangen wären.
- — (Samuel). Ein solcher lernte die
Schmelzmalerei bey J.C. Schnell, und malte auchsehr geschickt in Gouache. Derselbe heirathete eineTochter des Marrhaeus Rüßel. In wie fern erzu den klebrigen dieses Künstlcrgeschlechts gehörte,ist uns unbekannt. Immerhin aber wird er ir-gendwo irrig ein Sohn des (ehelos verstorbnen)jünger» Georg Andreas genannt. Ob er viel-leicht ein dritter Sohn des Andreas Marrhaeusseyn dürste? dessen jedoch jene Familiennachrich-ten keine Erwähnung thun — Wir zweifeln daran.Einer der oberwähnten Söhne von ChristianWolfgang kann er nicht seyn, da seine vorge-nannte Gattin auf weit ältere Zeiten deutet,
Ein Verzeichniß meines sei. Vaters führt von denvier dieser Wolfgange (Georg Andreas, AndreasMatthaeus, Joh. Georg und Gustav Andreas)141 Bildnisse an, welche dieselben nach folgenden42 Meistern gestochen haben: I. C. Beyschlag,B. Block, Böhm du Duißon, Cronbusch, Denner,G. Eichler, M. Engelbrecht, I. Fischer, Franke,J.P. Gerike, A.Graf, A.M. Haid, J.J.Haid,M. Haid, I. Heiß, I. B. Hofmann, G. Th- Hopfer,D-Hoyer, TH.Kayser, G.Kilian, D. Klein, J.J.Kleinschmidt, C. Labert, L-Laub, F. Lippold, A.Loescher, I. V. Mayr, A-Pesne, J.J. Pteisler,Ramond, Sandrart. D. Savoye, C. Schaeffer,Scherer, G. H. Schifflin, Schwarz, I Seuter,G. Spitzel, Tachmann, J.Umbach, Wolf. — Dannvon Geschichtlichem nach ff. 17 Meistern: I. vanAachen, Baumgartner, C-le Brun, G. Eichler,J.S. König, M. Oddi, I. le Pautre, F. Perret,R Rottenhammer, Sarburg, I. H. Schönfeld,J.Steger, I.C. Storer, J-A-Thelo.t, J.Umbach,
M. Waldmann, I. Werner. Wir bemerken hier,mit Vorbeylassung des unter den vier Wolfgangschon genanntem: Der Gerechtigkeit und Wahr-heit Triumph über das Unrecht, nach van Aachen,die Taufe eines heidnischen Königes nach Oddi,OvidischeVerwandlungen (19Bl.) nach lePautre,ein Götterbanket und ein Viehstück nach Schönfeld,die von einem Engel geführte Frau, Krieg undHunger, und etliche Landschaften, Alles nachUmbäch. Endlich erscheint in jenem Verzeichnissenoch Verschiedenes ohne Anzeige des Malers, wiez. B. Kaiser Leopold und seine Gemahlin auf denKnieen vor dem H. Sakrament, die Beleuchtung zuBotzen bey der Vermählung des Erzherzog Josephsu. d. Prinzessin von Parma 1760, dann mehrereH. Familien, Heiligenbilder, u. s.f.
Wolfgang, ein Goldschmied und Kupfer-stecher des XV. Jahrhunderts, von dem manein Blatt kennt, was die Maria mit dem Kindedarstellt, welches von einem knieenden Abt oderBischof angebetet wird. Oben liest man: I.uä>v/icus abbas snno äomini i477- und unten:
aurlkaber; alles dies verkehrt auf-gestochen. Die Original-Platte wurde zu Endedes XVIII. Jahrhunderts in Augsburg aufgefun-den. Larkc/rX. 16.
— — Diesen Namen findet man endlich
auch auf einem alten, mit dem Wappen derStadt Nürnberg gezierten Holzschnitte,
wolfgraeber (Joh.Georg), aus demCle-vischen gebürtig; hatte von Natur eine gute An-lage zur Malerey und Baukunst. Der Churfürstvon Brandenburg ließ ihn 1661 auf seine Kostendrey Jahre lang in Holland unterhalten und vonden beßten Meistern unterweisen. Er reifte 1664auf gleiche Kosten zu Theodor van Thuldennach Herzogenbusch, und darauf nach Antwerpen.Nicolai.
Wolfram (C. F.), vielleicht von Manheimgebürtig, befand sich um 1732, (damals etwa16 Jahr alt) als Theatermaler bey der (herum-wandernden) Schauspielertruppe eines gewissenAbt. Zu gedachter Zeit, wo diese Truppe in Göt-tingen sich aufhielt, machte Wolfram einige ge-ringe Versuche im Radieren. (I-n.
* w 0 lfs, s. oben u. im Lex. Wolf.
wolfsheimer( ). So soll, dem Akrnsberger-Taschenbuch zufolge ein (181g.) noch leben-der guter Miniaturmaler zu Nürnberg heißen.
Wolfswinckel (Jo. a). Ein Kunstlieb-haber namentlich der Malerey um 1614; derMaler Herm. van Vollenhoven, der sein Freundwar, widmete ihm auch ein von S. de Paasnach ihm gestochnes Blatt.
wolgast (Georg), ein Glockengießer zu Halleim Magdeburgischen. Dort goß er i5g8 die Stun-denglocke des Galgenthores mit zierlichem Blumen-werke; dann 1600 eine Glocke für die Ulrichs-kirche, an der man die 12 Apostel, andere Heiligemehr, Wappen rc. sieht. G- Dlearii Haly-graphia. Leipz. 1667. 4°. S. 338. 342. Unterden Gießern für diese abgedachte Stadt erscheintauch Joachim Jancken und Johann Roch, diegemeinschaftlich 1662 eine Glocke gössen, welcheaber bald so schadhaft wurde, daß sie 169hdurch den Hall'schen Gießer Johann Jacob Hof-mann umgegossen werden mußte. DrephaziptBeschreib, des Saalkreises I. 11>83.
wolbaupeer (Emanuel C.), ein Maler tuFulda, s. oben Wohlhaubrer.