eigenen Gebrauche malte, erhielt nachgehends derbekannte Madai in Halle für den Spottpreis von6 Carolin. Mensel nennt den unsern noch 1814als zu Baireuth lebend.
Wunder (Wilhelm Ernest), BrandenburgischerHofkomissar und Hofmaler zu Bayreuth. Menselsetzt seine Geburt in 1713. Derselbe studirte erstTheologie in Jena: in Weimar aber widmete ersich der Malerey, unter Anführung seines Vetters,des Hofmalers Rentsch Nach Erwerbung dernothwendigsten Kenntnisse gieng er nach Erfurt,und erwarb sich durch kleine Bildnisse undKöpfe der Heiligen in den dortigen Klöstern schonviel Beyfall. Um sich aber zu vervollkommnen,begab er sich nach Bayreuth in die damals dortblühende Kunstakademie, und wurde in Ausbil-dung seines Talents von dem Markgrafen Friedrichnachdrücklich unterstützt. In seinen jungen Jah-ren malte er Thier- und Jagdstücke» und einigeBildnisse; alsdann Perspektive fürs Theater,Decken in Kirchen und Sälen. Nachher aberthat er sich in Blumen- Frucht- Thier- undKüchenstücken hervor. In seinen letzten Jahrenbeschäftigte er sich am liebsten mit Verfertigungkleiner Bauerngesellschaften und Schlachten. Erst. zu Bayreuth 1787. Meusel II.
— — ( ). Ein Künstler unsrer Tage,
zu Nürnberg. Das Titelkupfer von L. T. Becker'sMoosrosen. Nürnberg s.a. 8°. ist von ihm, nacheigner Zeichnung, sehr mittelmäßig radirt; sowieauch mehrere (für das gemeine Volk) selbst ge-zeichnete, radirte und kolorirte schlechte Bataillen-stücke in F. Campe's Verlag, iHrc.
wunderer (Franz Taver), ein Maler vonLandshut. In der Kirche zu Oberaltaich ist dasAltarblatt: Joh. vonNepomuck, von ihm gemalt.In der nunmehrigen Universitäts - Kirche zu Lands-Hut: Die Heil. Anna. Zu Freising zierte er dasInnere der ehemaligen Stiftskirche zum H. AndreasmitFrescogemälden. Lipowsky. Derselbe scheintihn (1810.) noch unter die'Lebenden zu setzen. S.auch Stich in gegenwärtigen Zusätzen.
— — (Wilibald), ein geschickter Malerund Mitglied des innern Raths zu ... . er-richtete 1784 eine enge Gesellschaft von Menschen-freunden zu Unterstützung wahrer Armen, die sichBündniß der Menschenliebe nannte. Jour-nal von Deutschland TH.II. S.214.
Wunder! (Corbinian), erscheint 1788 alsBauübergeher in Diensten der Stadt Wien.
Wunderlein, s. oben Winterlein.
wunderlich (Carl), Doktor, ein Kunst-dilettante, um 1790 Pfandamts-Actugr zu Erfurt,lebte noch daselbst 1318. Derselbe malte sehrschöne Mignatur, dann auch in Pastell, ließ aber,zumal ersteres, seiner Augen wegen liegen. Dabeywar er auch ein guter Virtuose auf der Violoncelle.Stinghan neuer Taschenkalender für Er-furt 12°. 79h. S. 70. i 5 o. M§c.
— — (Christian Gebhard), Johann Christ,und I. H. (w.) der jüngere (dieser wohl einSohn von Christ. Gebhard); alle drey Mäurer-meister zu Hamburg 1806. Wrc.
— — (Georg). Der Sohn eines Chirur-gen , Bürger, Glaser und Glasmaler zu Görlitz,wo er in Armuth 1676 (etwas über 48Jahr alt,wie eine Neisebeschreibung sagt) starb. S. Le-bensbeschreibung des Rathes Joh. wun-derlich'« von I. N. Lochner 1738.(Dresden) 4°. S. 4 > 5 .
wunderlich (Gottfried). Ein Kunstmaler zuOhrdraf^i« Thüringen, schenkte 1700 ein von ihmgemaltes Nacbistück , was Luther« bey einem Lichteschreibend darstellt, in das dortige Fürstlich-Hohcn-loesche Schloß. I. B Heller zehn Samm-lungen sonderbarer Merkwürdigkeiten Thü-ringens. Jena und Leipzig i/ 5 i. 4°. <2.671.
— — (Johann Christ.), s. oben ChristianGebhard W.
— — (I-H.), s. oben ebenfalls ChristianGebh. wunderlich.
— — (Michael und Joseph Marquard),beyde von Plänen, erhöhten und erneuerten denThurm der großen Stadtkirche zu Schneeberg von1670 bis 76, nach den Rissen Joh. Heinr.Böhm'sdes ältern. Die dazu gehörige Gteinmetzarbeit fer-tigte Joachim Ländler vonZwickau.MitMichaelscheint man unzufrieden gewesen zu seyn; er erhieltbald seinen Abschied. C. Melzer's erneuerteChronick von Schneberg S. 104.
— — ( ), ein Maler aus Arnstadt
malte um 1728 die Dorfkirche zu Gräfenheim, imHerz.Gotha, aus; jedoch sind Kanzel ».Orgel vomGothaischen Hofmaler Doerffling. (G 0 thai sch.Lirch u. Schulstaar TH.I. St. V. S. 18.).
— — ( ) zu Sondershausen malte in
Miniatur und lebte in der letzten Hälfte desX VIII. Jahrhunderts. Gerber's Le-e. der Ton-künstler. II. Anh. S. 63 .
— — ( ). Don ihm sah man Bild-
nisse auf der Dresdner-Ausstellung 1797 u. 1798;man nannte sie mittelmäßig gemalt. Mn.
— — ( ). EinZimmermeister zu Braun-
schweig, wo er mehrere große Häuser erbaute.Er lebte noch 1789. Ribbentrop's Beschr.von Braunschweig I. 8.
— — ( ), wird in der Schlesi-
fchen Jnstantien-jJotitz auf 1792, als dama-liger Conducteur bey der Breslauer-Kammer an-geführt.
wund sch, s. gleich unten Wunsch.
Wunhard t (Andreas), Bildhauer zu Mün-chen, wo er um 1417 noch in hohem Alter arbei-tete und bald darauf starb. Er besaß eine vor-zügliche Geschicklichkeit, den Köpfen seiner ge-schnitzten Figuren natürliche Haare so täuschendeinzusetzen, baß es schien, sie wären aus demKopfe gewachsen. Auf solche Art verfertigte erein Kruzifix anderthalb Spannen lang, einen lei-denden Christus in sitzender Stellung (Christus inder Rast, auch Herrgottsruh gewöhnlich genannt),und ein Ecce Homo. Diese drey Stücke hatte erfür seine Tochter, die sich in dem Kloster, derNidler, oder auf der Stiegen genannt, in Mün-chen als Nonne einkleiden lassen wollte, welcheaber wenige Tage vor dem Eintritt in dasselbe starb,bestimmt; daher der Vater nach ihrem Tode diesedrey Stücke dem genannten Nonnenkloster zumAngedenken gab. Lob- Dank- und ehren-reiche Gedächtniß von dem Jungfrauklofterauf der Stiegen (deren Riedler benamset) zuMünchenrc. (München 1695.) S. 14 — 17. undS. 91. Lipowsky II. 276.
Wuniansky ( ), ein Maler zu Prag,
nach dessen Zeichnung Anton Dirckhardt (v. 1720.)gestochen hat. Dlabacz.
Wunsch (Johann Georg), Mänzmeister in