Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Zabaglia.

seinem Abgänge von Leipzig nach Kiel gewidmet.Im Dezember 1795. Leipzig 4°.

* Zabaglia (Niclaus). Dieses sonderbareGenie hatte Alles von sich ohne Lehrmeister, jaselbst ohne lesen zu können, erlernt. Eine Vor-lesung, die der Geh. Rath Langhaus in der Akademieder Künste zu Berlin 1793 hielt, beschreibt kürz-lich die kunstreiche Weise wie Aiclaus, der dieMaschinen zum Baue der Peterskirche fertigte,eine alte Kapelle unversehrt 70 Palmen weit vonihrem Orte transportirte, und dann 10 Fuß tiefin die Erde, unter den Altar einer andern Kirche,versenkte. Das in seiner Art einzige und sehrprächtige Werk, was er in italiänischer undlateinischer Sprache zu Rom 1742 (irrig sagt dasLex. wohl 1746) >n gr. Fol. heraus gab: Lsstsllie ?onti, enthalt 54 Kupfertafeln und 23 BogenText. MlllZia (blä. Isrs. 1 '. II. 5 '>l—62.)bemerkt: Daß der berühmte Baumeister vanvieelli eine Vorrichtung zur Sicherstellung derschadhaft gewordenen Kupole der St. Peterskirchezu Rom sich zugeeignet habe, ungeachtet solchedem Unsrigen gebührte, so wie letztrer hingegeneine schon 1702 von Carl Fontana erfundeneBrücke, um das Kreuz auf die Julia (denObelisc vor St. Peter) aufzustellen, wovon erdie Idee bloß bey einer neuen Gelegenheit benutzt,für seine eigene Erfindung ausgegeben.

Zabala (Don Hieronymus). » Unter den Ad-lichen und andern angesehenen Männern" (heißtes bey FiorillsIV. 340.) „die sich während derRegierung Carls II. nicht bloß als Dilettanten,sondern ernstlich mit der Kunst beschäftigen, be-hauptet derselbe den ersten Rang. Er wird vonden Spanischen Malerbiographen mit großer Hoch-achtung erwähnt."

*Zaballi oder Zabelli (Anton), Kupfer,siecher und Etzer, geb. zu Florenz um 174», undblühend zu Neapel 1780. Reben den schon imLex. bemerkten Bildnissen, hauptsächlich von derFamilie Medicis, nach V. C. Cambiagi's G.Panzi's, I.Zocchis, u.a. Zeichnung, kennt manvon ihm Stiche nach einigen der beßten Gemälde,die sich damals zu Neapel befanden. So z. B.die drey Marien am Grabe sprechen mit dem Engel,aus der Galerie della Torre (das nämliche, wasschon früherRoullet so schon gestochen hat), nachH. Caracci; Jesus und Johannes begegnen sich,nach dem berühmten Gemälde in der Sakristei)der Hieronymiten-Vater, von Guido; eine Fluchtin Egypten, nach Ebendemselben, und eine MariaMagdalena nach Guercino, diese beyden aus derGalerie Cariati. Rost (V. 233 — 38 . Lrmrcies.Mec.

Zabakza (Don Michael de), Ritter vonSt. Jago. So hieß ein SpanischerKunstdilettante,den man 1758 mit dem Diplom der Maler-Akademiebeehrte. FioriUo IV. 399.

*Zabbo!i (Jacob), s. Zoboki im Lex. undunten.

Zabel (Georg), ein Goldschmiedsgeselle, der,während er bey Johann G. Binnius zu Wolfen-büttel konditionirte, dort in bejahrtem Alter 1668starb. (kFn.

Zaccheriae und Zaccharias, s. untenZachariae und Zacharias.

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*Zacchetti (Bernardin), ein Maler vonReggio, lebte um 1628. Einige halten ihn, dochohne genügsamen Grund, für einen Schüler vonRaphael. Dazu mochte eines seiner Bilder zuSt. Prospero Anlaß geben, das im Geschmackedes Garofalo gezeichnet und colorirt ist, nebstetlichen andern, welche wirklich in etwas Raphae-lisch erscheinen. Andre ') wollen von dem Unsri-gen auch Arbeiten in Rom finden, und behaup-ten gar, er habe Michael Angel» in der SixtinaBeystand geleistet, (Lä. tsrs.) IV. 4 >-

Dieser Künstler ist wohl nicht mit dem PiemonteserGaccherri des Lex. zu verwechseln, nach welchemC. Alet einen St. Andronicus und Achanasia ge-stochen hat.

* Zacchia (Loreuz). Von einem solchen kennteiner unserer Kunstfreunde ein, etwa le Lombnräs guatre oavaliers rubrijirtes seltenes Blatt inQuerfol., nach dem bekannten PreißcarHn vonda Vinci, mit der Aufschrift: Opus sumtumex tabella 1 >sonaräi Vincii pcopria manu pieta,ä Dar-rerrtro ^acc/u'a, Imoensi, ab soclsru^uenune exeusum i 558 . Dasselbe ist mit des Unsri,gen Monogramm (einem verschlungenen L. u. ^.)bezeichnet. Unser Freund glaubt, unser L. Zacchiadürfte mit dem Zacchia des Lex., welcher untenPaul der Alre heißt, Eine Person seyn. Wirzweifeln daran; eher möchten wir ihn, aus denDaten zu schließen, etwa für einen Sohnssohndesselben halten.

— — (Paul), von Rom, Leibarzt Papst

Jnnocen; X. Derselbe war neben mehrern Wissen-schaften, auch in den schönen Künsten, der Ma-lerey, Dichtkunst und Musik bewandert, schriebverschiedene Werke, und st. 76 I. alt 16hg.Jocher.

* — — ( ), von Lucca, hieß Paul,

und trug den Beynamen des Alten, um ihn vondem Folgenden zu unterscheiden. Wohl mag er sei-nen Unterricht zu Florenz erhalten haben, obwohlsein Styl dem Geschmacke der alten Toscani«scheu Schule nicht immer gleichet; seine Starkebestuhnd in der Zeichnung, seine Schwache hinge-gen in den allzuharten Umrissen. Lem« (Lä.tsrr.)I. 82. S. auch oben den Art. Loren; Zacchia,und dann den Schluß des gleich ff. Art.

-- — ( ), der Züngele genannt, ganz

das Gegentheil von Obigem, hatte sanfte Um-risse, war stärker im Kolorit, dann aber in derZeichnung und allem Uebrigen schwächer. Vonihm sieht man einzig ein Bild in der Staats-kapelle zu Lucca; von Zacchia dem Alren hin-gegen kennt man Verschiedenes in andern dortigenKirchen, wie z. B. eine Himmelfahrt der H. Jung-frau in St. Augustin, eine schöne und wohlge-dachte Arbeit, wahrscheinlich eine von seiner letzten,welche das Datum von 1627 trägt. Andre rühmennoch mehr seine Himmelfahrt bey St. Salvator,zumal wegen der daraus erscheinenden, damalsseltenen Kunst im Perspektiv und in den Verkür-zungen. Eine Madonna mit mehrern Heiligen,welche einst in der Landkirche von St. Steffanostuhnd, fand sich (1809 noch) in der schönenSammlung des H. Marchese Jac. Sardini zu ge-meldtem Lucca. Auch die Blüthezeit des jüngererZacchia fällt wahrscheinlich in die Mitte desXVI. Jahrhunderts. (Lä. ters.) I. 82.

* Zacchio (Zacharias). Er war der erste,

1) So z.B. Azzärk 1-ror. eceier. ili tVlsaiovÄ Ik. 5l2. Sein Bild bey St. Prospero (St. Paul) nennt ervon großer Wärme und wunderwürdiger Kraft. Dann befinde sich von ihm in der Sakristei) St. Peter inVinculis zu Rom ein Fries in Mosaik, und in der Kapelle St. Helena das Gewvlb, eben so, von ihmsehr kunstreich ausgeführt. Fiorills 33-.