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Zoller.
Zoppo,
Zolle«: (Franz, a.K. F.C.), nach Einig«»geb. in der Schweiz, nach Andern richtiger zuInnsbruck 1745, Zeichner und Kupferstecher, lerntezu Wien bey Jakob Schmutzer, zeigte vorzüglicheAnlagen zum Etzen von Landschaftsblättern undProspekten, und befaß die dafür erforderlichengründlichen Kenntnisse in der Geometrie und Per-spektive, welche ihm auch die Stelle einesStraßen-Inspektors im Tvrol erwarben. Vonihm kennt man z.B. eine große Ansicht von Wien,seiner Vorstädte und Umgegend, aus dem Lust-schlosse Belvedere genommen 1782, welche, zumalcolorirt, großen Beyfall fanden. Nicolai Rei-sen IV. 491. Mensel III. nennt ihn Kupfer-stecher zu Jnsbruck seit 1786 (vorher zu Wien),setzt ihn um 1809 noch unter die Lebenden, undführt von ih«n, neben dem Obigen, noch an:Antheil an den Abbildungen des Gräfl. LascyschenParks zu Dornbach bey Wien, nach des DirectorsSchmutzerZeichnung. Anderwerts werden noch vonihm genannt: Lyrolergegenden; dann die Ansichtder Kirche Mariazell in Steyermark (diese nacheigener Zeichnung); die Aussicht gegen Weickers-dorf, nächst Baden (diese nach I. Schmutzer)sehr gut, u.s.f.
* Zollinger ( ), hieß Johann.
Z 0 llmann (Friedrich), ein Landkartenzeichner,der schon um 1717 vorkömmt. In 1728 erschienbey Homann zu Nürnberg seine Karte der Graf-schaft Hanau von R.A. Schneider gestochen; und1702 eine des Herzogthums Obersachsen, näm-lich wie dasselbe in uralten Zeiten beschaffen war.
— — (Johann Wilhelm), vielleicht einBruder des vorstehndeu Friedrichs. Der Unserewar Ingenieur- und Artilleriekapitain, so wieauch Professor der Mathematik an dem Gymnasiumzu Weimar um 1744. Nach seiner Zeichnung er-schien bey Homann zu Nürnberg, ein Grundrißder Stadt Metz nebst ihren Festungswerken; dann1747 eine gute Karte von Thüringen. Man hatauch von ihm ein Buch über das Vermessen undAufnehmen des Landes, betitelt: vollständigeAnleitung zur Geodaesie. Halle 1744. Fol.Er, der zu seiner Zeit als Mathematiker nichtunberühmt war, wandte sich später nach Dres-den, wo er als Jngenieurhauptmann 1749 starb.Lei! Lebensuinstande O. Mark. LuthersTh. I V. Leipz. 1764. 4 °. S. ZZi.
— — (I. L.). Nach der Zeichnungeines solchen hat zu der dritten Auflage desI. G. Pardies: Opera mstkematica. ssenos1721. 12°. I. B. Brüh! das allegorische Titel-kupfer gestochen. Mrc.
— — (Philipp Heinrich). Der Sohneines Geheimen, Rathes zu Zeitz in Sachsen. Ergab eine Flußkarte von Teutschland, bey Homannzu Nürnberg heraus, die mehrmals nachgestochenworden ist. Haubner's Historie der Land-karten S. 122. Eben dort erschien auch 1701eine Karte von Sachsen, welche er und sein ab-gedachter Bruder Friedrich gezeichnet hatten.
— — ( ), ein Münzgraveur zu Wis-
baden in I 8 i 5 . M§c.
Zolner (Dietrich), erhielt auf der Kunst-akademie zu Kopenhagen 1767 und 1770 Preiß-medaillen im Modelliren; auch 1767 eine dergl.im Zeichnen nach dem Modelle. VDeinwichBunst-Historie i Danmark.
* Zompini (Cajetan), geb. um 1697, einSchmer von Nicolo Bambini, war, gleich seinemMitschüler, Hieran. Brusaferro, ein Nachahmervon Ricci, und schuf sich so einen vermischtenStyl, der immerhin noch sein Originelles hatte.Fruchtbar in Erfindung erhielt er ehrenvolle Auf-träge aus Spanien, hatte auch im Kupferetzeneiniges Verdienst *), und st. 76 I. alt 1778.
(L6. tcrr:.)III. 262 — 66.
* F 0 n, s. Son oben u. i. Lex.
*Zsnca (Anton). Nach ihm soll das Bild-niß eines Grafen Jac. Cassetli gestochen seyn.Mrc.
— — (Viktore), ein geschickter Italiänischer
Baumeister, Mechaniker und Mathematiker zuAnfang des XVII. Jahrhunderts. Das Studiumder Werke des Ramelli soll sein besonderes Talentzur Erfindung neuer Maschinen geweckt undbefördert haben. Er beschrieb die letztem in einemBuche, betitelt: Xovo Deutrc, «ll Maclllne eöLcllticu, was zu Padua 1621 und M6 in Fol.erschien. Mc.
* Zonoi (Dominicus), s. Zenoni im Lex.und oben.
Zoppacher, s. unten Zuppacher.
* Zoppo (Augustin), ein Bildhauer, s. Zottoim Lex.
* — — (Marc) von Bologna.
(Lä. tem.) III. 54. nennt ihn seinem LehrerSquarcione noch ähnlicher, als seinem Mit-schüler Mantegna, und von ehrenvollem Andenken,als Stifter der Bolognesischen Schule., Noch aneiner andern Stelle (I. c. V. 18.) hält er denLippo delle Madonne für seinen ersten Meister;nennt, als seine Mitschüler bey Squarcione,Puzzolo und Darms von Treviso, denen er gleich-gekommen, so wie er dem Mantegna öfters denSporn gegeben. Dann besuchte er für einigeZeit auch die Venezianische Schule, und malte zuVenedig für die Observantiner von Pesaro eineMadonna auf dem Throne, von St. JohannBaptist, St.Francisc und andern H.H. umgeben,das mit: Mar-co ^sox>x>c> äa llolo^ua rllp. inVinexia,471 bezeichnet ist. Dieses ist sein größ-tes von ihm bekanntes Bild, aus welchem, sowie aus mehrern in gedachter sowohl, als inKirchen zu Bologna befindlichen, man seinen Stylerkennen kann. Die Composilion gleicht derjenigender Quattrocentisten, besonders der Venezianischen,welche er zu Bologna einführte, und die bis aufFrancia fürdauerte und keine weitere Veränderungerlitt, als daß man etwa an die Stuffen deSThrons der H. Jungfrau noch ein Engelchen mitoder ohne Cithare setzte. Der Styl ist freylichweder so schön noch so geschlank, wie Mantegna's,und neigt sich bisweilen zum Groben, besondersin der Zeichnung der Füße. Dagegen ist er min-der gradlinicht in den Falten und leichter, auch
1) So soll er z.B. 1753 nach eigner Zeichnung geetzt haben: Eine Folge von 60 Blättern, welche die Aus-rufer und Handwerker Venedigs in kl. Fol. darstellen (wir kennen davon die ersten zo Nummern, die ineinem guten Style behandelt sind); dann nach Paul Veronese» das Gemälde zu Jacob dell'Orio, was dieH.H.Hieronymus, Lorenz undNicläus enthält; letztrePlatte hatAsmpini unbeendet gelassen. Noch heißtes, daß Jac. Leonardis nach dein Unsern eine histvrirte Folge von 12M. in Kupfer gebracht habe, welche dieApostel darstellten,