619 S
Zoppo.
vielleicht irr der Farbenwahl harmoßiöfer. DasNackte ist immer so gesucht (ricercato?) als. beySignorelli, oder andern seiner Zeitgenossen, undin Figuren und Beywerken äußerst fleißig ausge-führt. Endlich war er auch ein hübscher Oreatisteauf Häuserfa?aden. So z.B. auf der FaradsColonna (?) mit 1498 datirt.
* Zoppo (Paul) von Brescia, st. um i 5 x 5 ,2. h. um i 53 o. Jene auf Crystall gemalte Mi-niatur *), (deren das Lex. erwähnt), welche ihmauf der Reise nach Venedig zerbrach, und worüberer sich zu Tod grämte, wollte er dem dortigenDoge Gritti zum Geschenk überbringen. Beweisevon feinem Styl finden sich noch zu Brescia;wie z.B. ein Christus auf dem Gange zum Calrvarienberge zu St.Peter in Oliveto (was sonstetwa irrig dem/oppa zugeeignet wird), und zeigen,daß er sich namhaft dem neuern Styl näherte,und den Dellini muß gekannt haben. Lausn(Lä. ter2.) III. 6i.
* — — (Rocco). In Privathäusern zu Flo-
renz sieht man viele Madonnen von ihm, worinnman seinen Meister Perugino erkennt.
(Lli. terr.) I. 8o.
*— — (lo, de Gang»), welcher im Lex.
s. v. Gangi erscheint, lebte im XV 1 H- Jahrh.Im Dome zu Castro Giovannni sollen sich ver-schiedene seiner Bilder befinden Laus-r (Lll. tsr^.)Il- 342.
— — (di Gensva), s. Micona in dengegenwärtigen Zusätzen.
*— — (di Lugano), s. Discepoli im
Lex. und in diesen Zusätzen.
— — (di vicenza), s. de'Piers in dengegenwärtigen Zusätzen.
Zorbe (Martius), ein Roth- und Glocken-gießer zu Zittau 1672. G. T. Eckartb Be-schreib. des Dorfes Berydorf. Herwigsdorf» 749 - 4 °. S-t 8 .
Zorel. Unter diesem erdichteten Namen sollAug. de Sr. Äubin, ein Blatt nach Steph.Fessard kopirt haben. Hkc.
* Zorg (Heinrich Rokes, auch HendrickMartensz. genannt), eines Schiffers MartinRokes Sohn. Den Zunamen Zorg erhielt derVater von der Sorgfalt, die er auf sein Ge-schäft verwandte. Heinrichs zweyter Lehrer,Buytenweg, war ein Conversations-Maler. Vondem Unsrigen nennt Descamps II. 523 . vor-nehmlich zwey Bilder: Eine Italienische Messe,und einen.Fischmarkt, beyde offenbar nach derNatur gemalt; dieselben befaß noch 1764 desKünstlers Neffe, Heinrich Zorg, Sensal zuAmsterdam. Ueberhaupt schätzt man seine Ar-beiten noch neben denen von Teniers. Zu Parisbesaß das Kablnet Vence von ihm eine Tabagie fastin der Manier von Brouwer; im Haag H.Fagelein angenehmes Conversationsstück, H. Lormier«ine Bauerngesellschaft und eine Köchin die Fischesiedet, H. Acosta ein Bauernfest, H. van Bremendas Innere eines geschmackvoll verzierten Zimmersmit drey Figuren; zu Amsterdam H. Braamkamp«ine artige Bauernmalzeit. H. von Männlichhält es für wahrscheinlich, daß er hauptsächlichauch nach Brouwer studiert habe, da der Schmelzseiner Behandlung viel Aehnlichkeit mit diesemletztem hat, und rühmt von ihm, daß er sich
Zorzi.
die Kenntnisse aller seiner Lehrer zu Nutze gemacht,ohne darum ihr Nachahmer zu werden; seineZeichnung sey richtig, die Farbe wahr, und dieBehandlung leicht, fleißig und geistreich. InDeutschland besitzen von ihm: München (jetztSchleisheim) eineSchmauchgesellschaft; Dres-den eine Fischhändlerin; und: Das Gleichnißvom Herrn des Weingartens; Salzxhalum einsteine stille See, auf welcher Schiffe gehn, eineBauerngesellschaft bey einer Tafel, und wieder:Die Arbeiter des Weinbergs (?). Gestochen nachihm kennen wir einzig eine Ansicht von Leiden,von J.P. le Bas; dann von Guttenberg das Innereeines Dauernhauses, wo ihrer zwey an EinemTische trinken und schmauchen; von Marin betrun-kene Bauern, u.s.f. Zu diesem Art. fügt nocheiner unserer Freunde hinzu; »Da Zorg auchSorg geschrieben wird, und ein H. oder H.M.Sorg als Figurenmaler erscheint. — der Katalogder Sammlung zu Cassel von einem HeinrichMarxens (d. i. Sohn von Martin) Zorg zweyGemälde (ein ländlicher Gemüse- und ein solcherFischmarkt, beyde auf Holz, hoch 1 Fuß i^Z.br. iF. 3 Z.) rubricirt — man auch einen MalerM. Sorg hat, der um 1643 malte — so möch-ten wir aus alle diesem schließen, daß der letztreMartin geheißen, und der Vater des Heinrichoder Heinrich Marxens Zorg gewesen sey, sowie dieser nur Eine Person mit dem H. oder H.M.Sorg ausmache. Obwohl nun das Lex. denVater des Heinrich einen Marktschiffer nennt,so konnte er doch eben so wohl als iein Sohn,der gleichfalls Marktschiffer war, den Pinsel ge-führt haben. Vergl. auch oben H. M. Sorg inunsern Supplementen; wobey wir noch erinnern,daß das Bildniß des Viceadmirals Witte, Cornelißde Witte (wie er richtiger heißt) auch von I.Houbraken (A. Schoumanclel) nach ihm gestochenworden ist. Mrc. S. auch gleich unten Zorque.
Zorobabel, ein aus dem Königlichen Ge-blüts Davids entsprungener Prinz, leitete nebstJosuah, unter Cyrus, den Wiederaufbau desseiner Zeit durch Nebucadnezar zerstörten Tempelszu Jerusalem.
Zorque (P.). Nach einem solchen stachI. Bacheley, für den Verlag des le Bas, eineAnsicht von Leyden zur Winterszeit, in qu. Fol.Ec. Ob er nicht mit obigem H. Zorg EinePerson sey?
Zorrilla (Johann de). So nennt Fiorillo V.220. kurz einen Spanischen Maler des XVII. Jahrh,von dem man einige Bilder in Alcala de Henareskenne.
Zoruti (Franz), ein Dildnißmaler, der indes pinelli Katalog angeführt wird.
Zorzi (Andreas Graf) aus Trevigo, einDilettante in der Architektur, nach dessen Ent-würfe der Palazzo di Dottori zu Padua 1775erbaut Wurde. Lranäolese cir/Äüiovs
x. 22. 5 o 8 .
— — (Dominicus), ein Maler aus Verona,Schüler von Joh. Betkino Cignaroli. Die Tafelnder beyden ersten Altäre zur Rechten, in derBarfüßer-Kirche des H-Hieronymus zu Padua,sind von ihm gemalt; die vordere zeigt denH. Johann vont Kreuze (clslls Ooo«), die Hin-tere die H. Theresta. 6 r 2 n01 ess p. 96, 3 » 8 .
— — (Tiberius), f. den Art. Vielmo de"Grands in den gegenwärtigen Zusätzen.
i) Sie stellte die Zerstörung vo» Brescia (,512.) durch Gasten de Foir dar.