Zinzendorf. -
tet. Man brachte ihm sein schlafendes Söhnchenauf sein Sterbebette, um es noch einmal zu sehenund zu segnen. Er soll dabei gesagt haben : „Mein„lieber Sohn , ich soll dich segnen , und du bist izt„schon seliger als ich, ob ich gleich bereits halb vor»Jesu Throne stehe!" (*) Zinzendorf sezte den Tagdes Verscheidens seines Vaters unter die Denktage,die er jährlich zu begehen pflegte. Sein Großvaterhatte sich wegen der Religion aus den österreichischenErblanden mit Hintansezung aller seiner daselbst ge-legenen Güter geflüchtet.
Seine Mutter, Charlotte Justine Freyin vonGersdorf, eine kenntnißreiche, verständige undfromme Dame, lebte bis 1764. (vier Jahre nachdem Tode ihres Sohns) wo sie im 8 ysten Jahr ih-res Alters zu Berlin starb. 1704. heirathete sie denPreußischen General - Feldmarschall von Nazmer,wo ihr Sohn ihrer Aufsicht entzogen wurde, undsie selten mehr sah, doch, wie er selbst sagt,nie ohne einen gesegneten Eindruk seines Herzens.„Ungeachtet aller Verschiedenheit unserer Führun-gen von aussen war immer mein erster Gedanke„bei jedem von mir abhängenden Geschäfte: wie es„die Frau Mutter am liebsten sehen würde? Ich»habe meiner Mutter Segen, wo ich gehe und
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(*) A. G. Spangenbergs Leben des Grafen von Aiw»zendorf, i Hh. S. r«.