« Zinzmdors.
„stehe" (*) Sie war zwar oft über die ansseror-dentlicheri Wege ihres Sohns bedenklich; ja wohlunzufrieden, aber wenn sie wieder berichtet wurde,allemahl fehr zärtlich gegen ihn , wie alle ihre nochvorhandene Briefe beweisen.
In einem Gedichte sagt er:
„Ich war ein Zinzcndorf: die sind nicht le-
benswcrth,
„Wenn sie ihr Leben nicht zu rechten Sa-chen brauchen :
„Drum hat die Sorge mich beinahe ganz
verzehrt,
„Zu früh, und ohne Nuz' der Erden, aus-zurauchen." u. f. f.
Mancherlei Umstände seiner Jugend liessenetwas besonders von ihm erwarten, und wirktenunauslöschlich tief auf feine Bildung:
Seine Erziehung bei feiner vortrcflichen Groß-mutter war ungemein fromm. Täglich hörte er le-sen oder las selbst in der Bibel, in Luthers, Spe-ucrs u. a. frommen Männer Schriften. Morgensund Abends hielt seine Tante, Henriette Sophievon Gersdorf, eine Betstunde mit ihm : „Dieser„sagte ich mein ganzes Herz, und wir trugen es
„dann
(*) Svangenberg, aus einer Schrift des Grafen.
S. i6.