r2 Zinzendorf.
Eindruk auf ihn, und wir werden später sehen,wie die Empfindlichkeit für iusse Lieder und Ge-sänge ein Hauptzug feines Characters auf fein gan-zes Leben geworden. Er sagt es selbst, mit einerkindlichen Naivetät, „er habe steh allemal viele„Wochen voraus auf die Adventszeit und Weihnach-„tcn gefreut und sein Herz habe ihm dabei gehüvft,„denn er habe gedacht: Nun wird man was ganz„apartes vom Heiland erzählen, was er gemacht„hat; nun wird man die Lieder singen: Vom„Himmel hoch da komm ich her rc. O Welt sieh„hier dein Leben rc. O Haupt voll Blut und„Wunden u. a. Da habe er sich sehr gefreut,„daß er das mitsinge», und sich einmal so recht„dahinein würde verfezen können, als wäre er dabei„gewesen.« (*)
Man bemerkte früh eine besondere Herzensgu-te, die ihm auch auf fein ganzes Leben blieb. Alsman chm in seinem 6 ten Jahre anfieng ein Sak-geld zu geben, verschenkte ers der ersten Person,die ihm in den Wurf kam. Aber auch Flüchtig-keit, Hize, ein durchsezendes Wesen, und Tadel-sucht. Bisweilen (er sagte dieses in seinen spätern Jah-ren selbst) hat sich von Zeit zu Zeit Standes - Thor-heit und Eitelkeit eingespielt, aber nie auslange. (**)
Als
(*) Kinderreden. S. -9.
(**) Monatl. Gespräche. Berti 1741. S. 21z. aus ei-ner Schrift des Grafen»