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da er das XckS von NrntWnenn ein allgemeines/klares und unetttbar-tichcs Gesätz/ wornach seine Unterthanen beydes die Römisch-Catholischeriund die von der Reformierten Religion fürohin ihregegenwertige undzukönf-kige Streitigkeiten schlichten solken/nennete.
Im übrigen kan man die Protestierenden Franzosen ohne schreyendeUngerechtigkeit nicht beschuldigen / daß sie jemalen etwas auß einem Rcpublica-vischem trieb vorgenommen/wtil sie im gegentheil jederweilen gewesen die veste-sie Stützen ihrer Monarchey und die rechtmäßige Nachfolg bey der KrönFrankreich erhalten.Dise Wahrheit ist mir wenig Excmplen zu erweisen. Hein-rich Ul. den das Hause von Guift auf das greulichste verfolget und von derKrön stoßen wöllen/warff sich in die arme der Reformierten / die er für seine ge-treuste Unterthanen hielte/durch deren dapferkeit und beständigkeit er auch sieg-prangend in die Haubrstatt were geführt worden/wannJhne nicht ein Hölli-sches Ungeheur ein verfluchter Mönch zu S.Cloud mörderischer weise umge-bracht hette. Weltkündig ist / daß Heinrich lV. mit derÄufrührischen undPapisiischm Lige ohne beyhülffseiner getreuen Protestierenden Unterthanen zukeinem End kommen were; und daß so bald der jezige König auf den Throngestiegen / sich em merlicher grausamer Krieg angezektlet/ der den Staat ohneZweifel übern Haussen geworffen hette/wann die Protestierenden derKron nichteine unverbrüchliche Treu geleistet hetten. Ludwig XI V. war ihres Eifers so ü-bei zeuget / daß bevor seine Großmütigkeit durch der Jesuiten Sikken-Lchr ver-ändert und seine Rahte durch die Reglen des Kickelieu angestekt worden/ Ersich nicht Hinterhalten können dieZeichen seiner Dankbarkeit durch eine öffent-liche zu 8.0ermÄinsnI.L/E l ssr.herauß gegebne Erklärung an den tag zule-gen. Dazumal erthönete es bey Hof/zu Paris / bry der Armee alles von Lob-preisung der Neformierten/die Königliche Muttr selbst / ebwsln sie ihre ge-schworn- Feindin ware/ward bemüffrget rund herauß zubekennen/ daßSie den
Staat anstecht erhalten-
Können die Papistischen Franzosen so ansehnliche Zeugnussen ihrer^reu gegen ihren Oberherren ausweisen? Müssen sie sich nicht ms Hertz hineinschämen wegen der vilfaltigm em der Königlicher Hochheit begangner Untreu ?Sind sie nicht die/ welche djse Regel zum ersten außgebrmet/ daß man die Kö-nige Sbsezen Möge? Hat Heinrich M. nicht sehen müssen/daß Sie mit ge-watt in seinen Pallast/ die L.ouvrGgetrungen/seine Fahrnuß geplündert/ seineBiltnuß zerrissen / und sein grosses Sigel zerbrochm ? hat er nicht die schwäch-lichen Namen eines losen und nichrswerthigen/ eines Kezers und ei-nes