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Meine letzte Reise nach Paris / [von Jakob Heinrich Meister]
Entstehung
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nicht mehr durch die Erfahrung leiten,welche dochimmer die befste Lehrerin ist, die das menschlicheGeschlecht je gehabt hat, und sind unbesonnen ge-nug, so zu handeln, als ob wir das erste Geschlechtwären , das sich auf das Räsonniren verstand.(S. Kritische Bemerkungen über die Dicht-kunst und Malerei vomAbbd duBos, Th. II.S. 476.)

Kennen Sie, werthester Freund , wohl noch einemerkwürdigere Vorhersagung, als die folgende überdas Glück des Robespierrismus ist ?

Quivi nna bestia usci della foresta,U, s. w. Orlando furioso Cant. 26. St. 31. S. 6.

3.) Nichts hat zu dem glücklichen Erfolge diesesUnternehmens mehr beigetragen , als die fast biszum höchsten Grade gestiegene Unmöglichkeit, dar-an zu glauben. Müfste auch nicht dem ein höchstsonderbar gebildeter Geist und ein eben so seltsa-mes Herz eigen gewesen seyn, der sich hätte erküh-nen wollen, alle Verbrechen einer Parthei, diegänzliche Verblendung und Dummheit der andern,die änsserste Erniedrigung aller, den Triumph desVandalismus in der Mitte eines so aufgeklärtenJahrhunderts , den Triumph der unerhörtesten Grau-samkeit in der Mitte der sanftesten Sitten, denTriumph der empörendsten Feigheit über ein vonNatur so braves und edelmüthiges Volk , vorauszu-sehen ? Ach! wer könnte sich wohl Glück wün-schen , um einen solchen Preis ein Prophet gewesenzu seyn ! S. 7.