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Konrad : Epos aus der Reformationszeit / von E. Rehburg
Entstehung
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V.

Der Talmlrttkrämrr.

er Krämer hatte mühsam vorwärtsschreitendIm Kampfe mit des Wetters UngestümDie Burg erreicht, und Einlaß dort begehrend,

Schlug er mit wucht'ger Faust ans schwere Thor.Der Pförtner öffnete ikm schnell und ließIhn ohne weiteres den Hof betreten,

Indessen setzt' sein Kommen ihn in Staunen:

Was treibt denn Dich hierher, bei solchem Sturm,Du wetterkund'ger Mann? Du konntest doch,

Bei meiner Treu, schon in der Frühe sehn,

Daß heut das wilde Heer hier wüten würde!"

Der Krämer schüttelte den Schnee sich abUnd sagte kurz:Nun ja, ein HandelsmannDarf nimmer sich vor Wind und Wetter fürchten,Dann käme er nicht weit. Die Burg lag heutMir auf dem Weg." Und damit schritt er schnellDem Teil des langgestreckten Baues zu,

Wo sich die Wohnung für das IngesindeUnd auch der Küche wei'.er Raum befand.

Ein kräft'ger Speiseduft drang schon von weitem