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Lieder.
So dränget ängstlich hin und wiederDurch Feld und Busch und Wald mein Blick;Dich rufen alle meine Lieder;
O komm, Geliebte, mir zurück!
Am Flusse.
Verfließet, vielgeliebte Lieder,
Zum Meere der Vergessenheit!
Kein Knabe sing' entzückt euch wieder,Kein Mädchen in der Blllthenzeit.
Ihr sänget nur von meiner Lieben;Nun spricht sie meiner Treue Hohn.Ihr wart in's Wasser eingeschrieben;So fließt denn auch mit ihm davon.
Wehmut!).
Ihr verblühet, süße Rosen,
Meine Liebe trug euch nicht;Blühtet, ach, dem Hoffnungslosen,Dem der Gram die Seele bricht!
Jener Tage denk' ich trauernd,
Als ich, Engel, an dir hing,
Auf das erste Knöspchen lauerndFrüh zu meinem Garten ging;
Alle Blüthen, alle FrüchteNoch zu deinen Füßen trug,
Und vor deinem AngesichteHoffnung in dem Herzen schlug.
Ihr verblühet, süße Rosen,
Meine Liebe trug euch nicht;Blühtet, ach, dem Hoffnungslosen,Dem der Gram die Seele bricht!
Abschied.
Zu lieblich ist's, ein Wort zu brechen,
Zu schwer die wohlerkannte Pflicht.
Und leider kann man nichts versprechen,
Was unserm Herzen widerspricht.
Du übst die alten Zauberlieder,
Du lockst ihn, der kaum ruhig war,
Zum Schaukelkahn der süßen Thorheit wieder,Erneust, verdoppelst die Gefahr.
Was suchst du mir dich zu verstecken!
Seh offen, flieh nicht meinen Blick!
Früh oder spät mußt' ich's entdecken,
Und hier hast du dein Wort zurück.
Was ich gesollt, hab' ich vollendet;
Durch mich sey dir von nun an nichts verwehrt;
Allein verzeih' dem Freund, der sich nun von dir wendet,Und still in sich zurücke kehrt.
Wechsel.
Auf Kieseln im Bache da lieg' ich, wie helle!Verbreite die Arme der kommenden Welle,
Und buhlerisch drückt sie die sehnende Brust;
Dann führt sie der Leichtsinn im Strome danieder;Es naht sich die zweite, sie streichelt mich wieder:So fühl' ich die Freuden der wechselnden Lust.
Und doch, und so traurig, verschleifst du vergebensDie köstlichen Stunden des eilenden Lebens,
Weil dich das geliebteste Mädchen vergißt!
O ruf' sie zurücke die vorigen Zeiten!
Es küßt sich so süße die Lippe der Zweiten,
Als kaum sich die Lippe der Ersten geküßt.
Leherssgung.
Ach, was soll der Mensch verlangen?Ist es besser, ruhig bleiben?Klammernd fest sich anzuhangen?
Ist es besser, sich zu treiben?
Soll er sich ein Häuschen bauen?Soll er unter Zelten leben?
Soll er auf die Felsen trauen?
Selbst die festen Felsen beben.
Eines schickt sich nicht für alle!
Sehe jeder wie er's treibe,
Sehe jeder wo er bleibe,
Und wer steht, daß er nicht falle!
Ein Gleiches.
Feiger GedankenBängliches Schwanken,Weibisches Zagen,Aengstliches KlagenWendet kein Elend,Macht dich nicht srei.
Allen GewaltenZum Trutz sich erhalten,Nimmer sich beugen,Kräftig sich zeigen,
Rufet die ArmeDer Götter herbei.