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Vier Jahreszeiten.
88 .
Welchen Hofmann ich ehre? Den klarsten und feinsten! DasAndre,
Was er noch sonst besitzt, kommt ihm als Menschen zu gut.
89 .
Ob du der Klügste seyst: daran ist wenig gelegen;
Aber der Biederste sey, so wie bei Rathe, zu Haus.
90 .
Ob du wachst, das kümmert uns nicht, wofern du nur singest.Singe, Wächter, dein Lied schlafend, wie Mehrere thun.
91 .
Dießmal streust du, o Herbst, nur leichte, welkende Blätter;Gieb mir ein andermal schwellende Früchte dafür.
Winter.
92 .
Wasser ist Körper und Boden der Fluß. Das neuste TheaterThut in der Sonne Glanz zwischen den Ufern sich auf.
93 .
Wahrlich, es scheint nur ein Traum! Bedeutende Bilder desLebens
Schweben, lieblich und ernst, über die Fläche dahin.
94 .
Eingefroren sahen wir so Jahrhunderte starren,
Menschengefühl und Vernunft schlich nur verborgen am Grund.
95 .
Nur die Fläche bestimmt die kreisenden Bahnen des Lebens;
Ist sie glatt, so vergißt Jeder die nahe Gefahr.
96 .
Alle streben und eilen und suchen und fliehen einander;
Wer Alle beschränkt freundlich die glättere Bahn.
97 .
Durch einander gleiten sie her, die Schüler und Meister,
Und das gewöhnliche Volk, das in der Mitte sich hält.
98 .
Jeder zeigt hier, was er vermag; nicht Lob und nicht TadelHielte diesen zurück, forderte Jenen zum Ziel.
99 .
Euch, Präconen des Pfuschers, des Meisters Verkleinerer, wünscht'ich,
Mit ohnmächtiger Wuth stumm hier am Ufer zu sehn.
100 .
Lehrling, du schwankest und zauderst und scheuest die glättereFläche.
Nur gelassen! du wirst einst noch die Freude der Bahn.
101 .
Willst du schon zierlich erscheinen, und bist nicht sicher! Vergebens!Nur aus vollendeter Kraft blicket die Anmuth hervor.
102 .
Fallen ist der Sterblichen Loos. So fällt hier der Schüler,
Wie der Meister; doch stürzt dieser gefährlicher hin.
103 .
Stürzt der rüstigste Läufer der Bahn, so lacht man am Ufer:Wie man bei Bier und Tabak über Besiegte sich hebt.
104 .
Gleite fröhlich dahin, gieb Rath dem werdenden Schüler,
Freue des Meisters dich, und so genieße des Tags.
105 .
Siehe, schon nahet der Frühling; das strömende Wasser verzehretUnten, der sanftere Blick oben der Sonne, das Eis.
106 .
Dieses Geschlecht ist hinweg, zerstreut die Lunte Gesellschaft;Schiffern und Fischern gehört wieder die wallende Fluth.
107 .
Schwimme, du mächtige Scholle, nur hin! und kommst du alsScholle
Nicht hinunter, du kommst doch wohl als Tropfen in's Meer.