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Parabolisch.
Das fuhr mir in die GliederDaß ich den Frost gewann.
Ich sagt': hinaus ihr Narren! —Sie ärgerten sich drob;
Nahm jeder seinen Sparren,
Der Abschied der war grob.
Daher bin ich belehret,
Ich sitze nun an der Thür,
Wenn einer sich zu mir kehret,Geh, ruf' ich, für und für!
Du bist ein Narr, so gräulich! —Da macht er ein flämisch Gesicht:„Du Hausherr! Wie abscheulich!Was giebst dir für ein Gewicht!Wir faseln ja durch die Straßen,Wir jubeln auf dem Markt,
Wird einer, wegen Unmaßen,Gar selten angequarkt.
Du sollst uns gar nichts heißen!"
Nun endet meine Qual!
Denn gehn sie vor die Thüre —Es ist bester als in den Saal.
Ein Meister einer ländlichen Schule.
i.
Ein Meister einer ländlichen SchuleErhub sich einst von seinem Stuhle,
Und hatte fest sich vorgenommen,
In bessere Gesellschaft zu kommen;
Deßwegen er, im nahen Bad,
In den sogenannten Salon eintrat.
Verblüfft war er gleich an der Thür,
Als wenn's ihm zu vornehm widerführ';
Macht daher dem ersten Fremden rechtsEinen tiefen Bückling, es war nichts Schlechts;Aber hinten hätt' er nicht vorgesehn,
Daß da auch wieder Leute stehn,
Gab einem zur Linken in den SchooßMit seinem Hintern einen derben Stoß.
Das hätt' er schnell gern abgebüßt;
Doch wie er eilig den wieder begrüßt,
So stößt er rechts einen andern an,
Er hat wieder jemand was Leids gethan.
Und wie er's diesem wieder abbittet,
Er's wieder mit einem andern verschüttet.
Und complimentirt sich zu seiner Qual,
Von hinten und vorn, so durch den Saal,
Bis ihm endlich ein derber GeistUngeduldig die Thüre weis't.
Möge doch Mancher, in seinen Sünden,
Hieven die Nutzanwendung finden.
II.
Da er nun seine Straße ging,
Dacht' er: ich machte mich zu gering;
Will mich aber nicht weiter schmiegen;
Denn wer sich grün macht, den fressen die Ziegen.So ging er gleich frisch querfeldein,
Und zwar nicht über Stock und Stein,
Sondern über Aecker und gute Wiesen,
Zertrat das alles mit latschen Füßen.
Ein Besitzer begegnet ihm soUnd fragt nicht weiter wie? noch wo?
Sondern schlägt ihn tüchtig hinter die Ohren.
Bin ich doch gleich wie neu geboren!
Ruft unser Wandrer hochentzückt.
Wer bist du Mann, der mich beglückt?
Möchte mich Gott doch immer segnen,
Daß mir so fröhliche Gesellen begegnen!
Legende vom Hufeisen.
Als noch, verkannt und sehr gering,
Unser Herr auf der Erde ging,
Und viele Jünger sich zu ihm fanden,
Die sehr selten sein Wort verstanden,
Liebt' er sich gar über die MaßenSeinen Hof zu halten auf der Straßen,Weil unter des Himmels AngesichtMan immer besser und freier spricht.
Er ließ sie da die höchsten LehrenAus seinem heiligen Munde hören;Besonders durch Gleichniß und ExempelMacht' er einen jeden Markt zum Tempel.
So schlendert' er in Geistes RuhMit ihnen einst einem Städtchen zn,
Sah etwas blinken auf der Straß,
Das ein zerbrochen Hufeisen was.
Er sagte zu Sanct Peter drauf:
Heb' doch einmal das Eisen aus!
Sanct Peter war nicht aufgeräumt,
Er hatte so eben im Gehen geträumt,
So was vom Regiment der Welt,
Was einem jeden wohlgefällt:
Denn im Kopf hat das keine Schranken;Das waren so seine liebsten Gedanken.
Nun war der Fund ihm viel zu klein,Hätte müssen Krön' und Zepter seyn;
Aber wie sollt' er seinen RückenNach einem halben Hufeisen bücken?
Er also sich zur Seite kehrtUnd thut als hätt' er's nicht gehört.
Der Herr, nach seiner Langmuth, drausHebt selber das Hufeisen auf,
Und thut auch weiter nicht dergleichen.