Epigrammatisch.
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B.
„Wer ist denn der Der und der Jener denn?Das sollst du mir bekennen!
Ich schlage dir gleich den Schädel ein,
Wenn du sie mir nicht kannst nennen!"
A.
Und schlügst du mir auch gleich den Schädel ein,Da könnt' ich ja nimmer reden;
Und wenn du denkst: „Mein Schätze! ist gut!"Ist weiter ja nichts vonnöthen.
Stoßseufzer.
Ach, man sparte viel!
Seltner wäre verrückt das Ziel,
Wär' weniger Dumpfheit, vergebenes Sehnen,Ich könnte viel glücklicher seyn —
Gäb's nur keinen WeinUnd keine Weiberthränen!
Erinnerung.
Er.
Gedenkst du noch der Stunden,Wo eins zum andern drang?
Sie.
Wenn ich dich nicht gefunden,War mir der Tag so lang.
Er.
Dann herrlich! ein Selbander,Wie es mich noch erfreut.
Sie.
Wir irrten uns an einander;Es war eine schöne Zeit.
perfertibilitiit.
Möcht' ich doch wohl besser seyn,Als ich bin! Was wär' es?Soll ich aber besser seyn,
Als du bist, so lehr' es!
Möcht' ich auch wohl besser seyn,Als so mancher andre!
Willst du besser seyn, als wir,Lieber Freund, so wandre!
Geständniß.
A.
Du toller Wicht, gesteh- nur offen:
Man hat dich auf manchem Fehler betroffen!
B.
Ja wohl! doch macht' ich ihn wieder gut.
A.
Wie denn?
B.
Ei, wie's ein jeder thut.
A.
Wie hast du denn das angefangen?
B.
Ich hab' einen neuen Fehler begangen;Darauf waren die Leute so versessenDaß sie des alten gern vergessen.
Schneider- Courage.
„Es ist ein Schuß gefallen!
Mein! sagt, wer schoß dadrauß'?"
Es ist der junge Jäger,
Der schießt im Hinterhaus.
Die Spatzen in dem Garten,
Die machen viel Verdruß.
Zwei Spatzen und ein Schneider,
Die fielen von dem Schuß;
Die Spatzen von den Schroten,
Der Schneider von dem Schreck;
Die Spatzen in die Schoten,
Der Schneider in den —.
Latechisation.
Lehrer.
Bedenk', o Kind! woher sind diese Gaben?
Du kannst nichts von dir selber haben.
Lind.
Ei! Alles hab' ich vom Papa.
Lehrer.
Und der, woher hat's der?
Lind.
Vom Großpapa.
Lehrer.
Nicht doch! Woher hat's denn der Großpapa bekommen?Lind.
Der hat's genommen.
Goethe, Werke. I.
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