Epigrammatisch,
Lautste freut der Menschen Sinn,kvAste bringt nicht viel Gewinn,Lxsnäi uns zu dieser Frist,Spiritus, der du der letzte bist.
Vene Heilige.
Alle schöne Sünderinnen,
Die zu Heiligen sich geweint,
Sind, um Herzen zu gewinnen,All' in Eine nun vereint.
Seht die Mutterlieb', die Thränen,Ihre Reu' und ihre Pein!
Statt Marien MagdalenenSoll nun Sanct Oliva sehn.
Warnung.
So wie Titania im Feen - und ZaubcrlandKlaus Zetteln in dem Arme fand,
So wirst du bald, zur Strafe deiner Sünden,Titanic» in deinen Armen finden.
Mamsell tl. tl.
Ihr Herz ist gleichDem Himmelreich;
Weil die geladnen GästeNicht kamen,
Ruft sie zum FesteKrüppel und Lahmen.
Hauspark.
Liebe Mutter, die GespielenSagen mir schon manche Zeit,
Daß ich besser sollte fühlen,
Was Natur im Freien beut.
Bin ich hinter diesen Mauern,Diesen Hecken, diesem Bux,
Wollen sie mich nur bedauern,Neben diesem alten Jux.
Solche schroffe grüne WändeLießen sie nicht länger stehn;
Kann man doch von einem EndeGleich bis an das andre sehn.
Von der Scheere fallen Blätter,Fallen Blüthen, welch ein Schmerz!Asmus, unser lieber Vetter,
Nennt es puren Schneiderscherz.
Stehn die Pappeln doch so prächtigUm des Nachbars Gartenhaus;
Und bei uns wie niederträchtigNehmen sich die Zwiebeln aus!
Wollt ihr nicht den Wunsch erfüllen —Ich bescheide mich ja wohl!
Heuer nur, um Gotteswillen,
. Liebe Mutter, keinen Kohl!
Mädchenwünsche.
O fände für michEin Bräutigam sich!
Wie schön ist's nicht da!
Man nennt uns Mama;
Da braucht man zum Nähen,Zur Schul' nicht zu gehen;Da kann man befehlen,
Hat Mägde, darf schmälen;
, Man wählt sich die Kleider,Nach Gusto den Schneider;Da läßt man spazieren,
Auf Bälle sich führen,
Und fragt nicht erst langePapa und Mama.
Verschiedene Drohung.
Einst ging ich meinem Mädchen nachTief in den Wald hinein,
Und fiel ihr um den Hals, und „Ach!"Droht sie, „ich werde schrein."
Da rief ich trotzig: Ha! ich willDen todten, der uns stört! —
„Still!" lispelt sie, „Geliebter, still!Daß ja dich niemand hört."
Sewrggrund.
Wenn einem Mädchen, das uns liebt,Die Mutter strenge Lehren giebtVon Tugend, Keuschheit und von Pflicht,Und unser Mädchen folgt ihr nicht,
Und fliegt mit neuverstärktem TriebeZu unsern heißen Küssen hin;
So hat daran der EigensinnSo vielen Antheil als die Liebe.
Doch wenn die Mutter es erreicht,
Daß sie das gute Herz erweicht,
Voll Stolz auf ihre Lehren sieht;
Daß uns das Mädchen spröte flieht,