Mehrbändiges Buch 
Goethe's sämmtliche Werke : Vollständige Ausgabe in sechs Bänden
Entstehung
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Noten und Abhandlungen zum west-öftlichen Dlvan.

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10) Wohlanständigkeit und Regeln beim Essen.

I I) Verhalten beim Weintrinken.

12) Wie Gäste einzuladen und zu bewirthen.

13) Auf welche Weise gescherzt, Stein und Schach gespielt wer-

den muß.

14) Beschaffenheit der Liebenden.

15) Nutzen und Schaden der Beiwohnung.

16) Wie man sich baden und waschen muß.

17) Zustand des Schlafens und Ruhens.

18) Ordnung bei der Jagd.

19) Wie Ballspiel zu treiben.

20) Wie man dem Feind entgegengehen muß.

21) Mittel das Vermögen zu vermehren.

22) Wie anvertraut Gut zu bewahren und zurückzugeben.

23) Kauf der Sklaven und Sklavinnen.

24) Wie man Besitzungen ankaufen muß.

25) Pferdckauf und Kennzeichen der besten.

26) Wie der Mann ein Weib nehmen muß.

27) Ordnung bei Auferziehung der Kinder.

28) Vortheile sich Freunde zu machen und sie zu wählen.

29) Gegen der Feinde Anschläge und Ränke nicht sorglos zusetzn.

30) Verdienstlich ist es zu verzeihen.

31) Wie man Wissenschaft suchen muß.

32) Kaufhandel.

33) Regeln der Aerzte und wie man leben muß.

34) Regeln der Sternkundigen.

35) Eigenschaften der Dichter und Dichtkunst.

36) Regeln der Musiker.

37) Die Art Kaisern zu dienen.

38) Stand der Vertrauten und Gesellschafter der Kaiser.

39) Regeln der Canzleiämter.

40) Ordnung des Vesirats.

41) Regeln der Heerfiihrerschaft.

42) Regeln der Kaiser.

43) Regeln des Ackerbaues und der Landwirthschaft.

44) Vorzüge der Tugend.

Wie man nun aus einem Buche solchen Inhalts sich ohneFrage eine ausgebreitete Kenntniß der Orientalischen Zuständeversprechen kann, so wird man nicht zweifeln, daß man darinAnalogien genug finden werde, sich in seiner Europäischen Lagezu belehren und zu beurtheilen.

Zum Schluß eine kurze chronologische Wiederholung. KönigKjekjawus kam ungefähr zurRegierung Heg. 450—1058, regiertenoch Heg. 473 — 1080, vermählt mit einer Tochter des SultanMahmud von Gasna. Sein Sohn, Ghilan Schah, für welchener das Werk schrieb, ward seiner Länder beraubt. Man weißwenig von seinem Leben, nichts von seinem Tode. Siehe DiezUebersetzung. Berlin 1811.

Diejenige Buchhandlung, die vorgemeldetes Werk in Verlagoder Commission übernommen, wird ersucht, solches anzuzeigen.Ein billiger Preis wird die wünschenswerthe Verbreitung er-leichtern.

Von Hammer.

j Wie viel ich diesem würdigen Mann schuldig geworden, be-weist mein Büchlein in allen seinen Theilen. Längst war ichauf Hafis und dessen Gedichte aufmerksam, aber was mir auchLiteratur, Reisebeschreibung, Zeitblatt und sonst zu Gesichtbrachte, gab mir keinen Begriff, keine Anschauung von demWerth, von dem Verdienste dieses außerordentlichen Mannes.Endlich aber, als mir, im Frühling 1813, die vollständige Ueber-setzung aller seiner Werke zukam, ergriff ich mit besonderer Vor-liebe sein inneres Wesen und suchte mich durch eigene Produktionmit ihm in Verhältniß zu setzen. Diese freundliche Beschäfti-gung half mir über bedenkliche Zeiten hinweg, und ließ michzuletzt die Früchte des errungenen Friedens auf's angenehmstegenießen.

Schon seit einigen Jahren war mir der schwunghafte Betriebder Fundgruben im Allgemeinen bekannt geworden, nun abererschien die Zeit wo ich Vortheil daraus gewinnen sollte. Nachmannichfaltigen Seiten hin deutete dieses Werk, erregte und be-friedigte zugleich das Bedürfniß der Zeit: und hier bewahrheitetesich mir abermals die Erfahrung, daß wir in jedem Fach von denMitlebenden auf das schönste gefördert werden, sobald man sichihrer Vorzüge dankbar und freundlich bedienen mag. Kenntniß-reiche Männer belehren uns über die Vergangenheit, sie gebenden Standpunkt an, auf welchem sich die augenblickliche Thätig-keit hervorthut, sie deuten vorwärts auf den nächsten Weg, denwir einzuschlagen haben. Glücklicherweise wird genanntes herr-liche Werk noch immer mit gleichem Eifer fortgesetzt, und wennman auch in diesem Felde seine Untersuchungen rückwärts an-stellt; so kehrt man doch immer gern mit erneutem Antheil zudemjenigen zurück, was uns hier so frisch genießbar und brauch-bar von vielen Seiten geboten wird.

Um jedoch eines zu erinnern, muß ich gestehen, daß michdiese wichtige Sammlung noch schneller gefördert hätte, wenndie Herausgeber, die freilich nur für vollendete Kenner eintra-gen und arbeiten, auch aus Laien und Liebhaber ihr Augenmerkgerichtet und, wo nicht allen, doch mehreren Aufsätzen eine kurzeEinleitung über die Umstände vergangener Zeit, Persönlichkeiten,Localitäten, vorgesetzt hatten; da denn freilich manches mühsameund zerstreuende Nachsuchen dem Lernbegierigen wäre erspartworden.

Doch alles, was damals zu wünschen blieb, ist uns jetzt inreichlichem Maaße geworden, durch das unschätzbare Werk, dasuns Geschichte Persischer Dichtkunst überliefert. Denn ich gestehegern, daß schon im Jahre 1814, als die Göttinger Anzeigenuns die erste Nachricht von dessen Inhalt vorläufig bekannt mach-ten, ich sogleich meine Studien nach den gegebenen Rubrikenordnete und einrichtete, wodurch mir ein ansehnlicher Vortheilgeworden. Als nun aber das mit Ungeduld erwartete Ganzeendlich erschien, fand man sich auf einmal wie mitten in einerbekannten Welt, deren Verhältnisse man klar im Einzelnen er-kennen und beachten konnte, da wo man sonst nur im Allge-meinsten, durch wechselnde Nebelschichten hindurchsah.

Möge man mit meinerBenutzung dieses Werks einigermaßenzufrieden setzn und die Absicht erkennen, auch diejenigen anzulocken,welche diesen gehäuften Schatz auf ihrem Lebenswege vielleichtweit zur Seite gelassen hätten.

! Gewiß besitzen wir nun ein Fundament, worauf die Persische