Maskenzüqe.
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Die Zeit.
Ich fuhr' euch an. Mir leise nachzugehn,Kann auch das Mächtigste nicht widersteh».Der Strom der Wuth versiegt in seinem Lauf,Und Freud' und Unschuld führ' ich wieder auf.
Ein Zug Lappländer.
Zum M, Januar 1781.
Wir kommen in vereinten Chören,
Vom fernen Pol in kalter Nacht,
Und hätten gerne Dir zu EhrenDen schönsten Nordschein mitgebracht.
Wir preisen jene Lufterscheinung:
Sie weiht die Nacht zu Freuden ein,
Und muß, nach unsrer aller Meinung,Der Abglanz einer Gottheit sehn.
Von Bergen strömt sie uns entgegen,
Wo bange Finsterniß erst lag,
Auf einmal wird vor unsern WegenDie grauenvolle Nacht zum Tag.
O stünd' es jetzt am hohen Himmel,
Wir bäten Dich, verlaß den Scherz,
Sieh weg vom glänzenden Getümmel,Sieh auf, so brennet unser Herz!
So führen Wünsche, licht wie Flammen,Für Dich den schönsten Himmelslauf;Bald falten sie sich still zusammenUnd lodern jauchzend wieder aus.
Doch jenem hochverehrten LichteRaubt Deine Gegenwart die Pracht;
Es glänzt von Deinem AngesichteDie Huld, die uns Dir eigen macht.
Amor.
Zum 30. Januar 1782.
Amor, der den schönsten SegenDir so vieler Herzen reicht,
Ist nicht jener, der verwegenEitel ist und immer leicht;
Es ist Amor, den die TreueNeugeboren zu sich nahm,
Als die schöne Welt, die neue,Aus der Götter Händen kam.
Gierig horcht' ich ihren Lehren,Wie ein Knabe folgsam ist,
Und sie lehrte mich verehren,Was verehrungswiirdig ist.Goethe, Werke. l.
Mit den Guten mich zu finden,
War mein ernster Jugendtrieb;Mich den Edlen zu verbinden,Machte mir die Erde lieb.
Aber ach! nur allzuseltcnFreut mein erster Gruß ein Herz;Meine falschen Brüder geltenMehr mit leichtem Wechselscherz.
Einsam wohn' ich dann, verdrossen,Allen Freuden abgeneigt,
Wie in einen Fels verschlossen,
Den die Fabel dir gezeigt.
Doch auf einmal bilden wiederHerzen sich, dem meinen gleich;Ewig jung komm' ich herniederUnd befestige mein Reich.
Jugendfreuden zu erhalten,
Zeig' ich leis das wahre Glück,
Und ich führe selbst die AltenIn die holde Zeit zurück.
Was den Guten Gut's begegnet,Leiten Göttliche durch mich.
Dieser Amor grüßt und segnetHeute seine Freundin, Dich!
Die weiblichen Tugenden.
Zum 1. Februar 1782.
Wir, die Deinen,
Wir vereinen,
In der MitteVom Gedränge,
Bor der MengeLeise Schritte;
Wir umgebenStets Dein Leben,
Und Dein WilleHeißt uns stilleWirkend schweigen.
Ach verzeihe!
Daß zur WeiheDieser FeierWir uns freierHeute zeigen,
Im GedrängeVor der MengeDir begegnenUnd Dich segnen.
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