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Alles an Personen und zu festlichen Gelegenheiten Gedichtete enthaltend.
Flüsse blinken, Städte prunken,
Wie das Licht den Aether schwellt,Kreis auf Kreise, Funk' aus FunkenUnd die Welt ist erst die Welt.
Sehen wir am HimmelsbogenBilder glänzend ausgesä't,
Räume hast Du nun durchzogen,Wo Du Tochterglück erhöht.
Sehn wir Enkel Dich umschweben,Reichlich wie Granate glüht,
Segnen wir das Blüthenleben:Denn Du bist es, die erblüht.
Uacht (allein tritt auf).
So tret' ich vor mit nie gefühlter Wonne,
Mein düstrer Schleier hebt sich vom Gesicht.Die Majestät ist milder als die Sonne;
Denn ihre Gegenwart vertreibt mich nicht.Doch wenn ich denke, daß ich alles fülle,
Daß nur in mir die hellste Sonne strahlt,
Auf dunklem Grunde blinkend, lieblich, stille,Sich Stern an Stern in ew'gen Bildern malt:Dann möcht' ich viel verkünden, viel erzählen,Jedoch mein Mund, der unberedte, schweigt.Wo ist ein Gold zu Fassung der Juwelen?
Wo ist ein Schmuck, der diesem sich vergleicht?
Drei Monate (treten auf).
Uacht (fährt fort).
Drei Monden sind es, die mir Gunst erweisen,Stets länger, breiter dehnt mein Reich sich aus;Ich kann sie dießmal hoch und herrlich preisen:Denn sie verherrlichen das höchste Haus.
Gctobcr (als Weingott).
Wenn dieser sich mit Kranz auf Kranz bekränzt,So wird man ihm den Stolz vergeben;
Wenn Uebermuth von Stirn und Auge glänzt,Er deutet hin aus's reichbegabte Leben.
Wie er sich auch mit Ranken freudig ziert,
Wie honigsüß die Kelter fließen mag,
Das ist es nicht; denn ihm allein gebührtDes Festes Fest, ein auserwählter Tag:
Ein Tag, so hehr, im Zeitenkreis gestellet,
Der fünfundzwanzigste bleibt feine Zahl,
Der Sie dem Licht, ein neues Licht, gesellet,Sich wiederhol' er überzähligmal.
tlovcmbcr <->l« Schütze).Dieser, der nach JägerweiseWälder, Berg und Thal durchstreift,
Tritt herbei zu Deinem Preise,Da er nicht im Weiten schweift;Nein! das schöne Glück ergreiftZu begleiten Deine Reise.
Hinter Ceres' FlügelwagenWie sich still die Furche schließt,Und nach mildvergangnen TagenSich das Erntefest ergießt:
Wird er so auf grünen Höhen,Auf der goldnen Saaten FlurImmerfort gesegnet sehenDeines Zuges reiche Spur.
December als Mutter, mit zwei Lindern.Der Weihnachtsbaum war mütterlich geschmückt,Die Kinder harrten mit Verlangen,
Und das Ersehnte wird herangerückt,
Das holde Fest wird glanzvoll früh begangen.Was Kinder fühlen, wissen wir nicht leicht! —(Zum Kinde.)
Magst du, mein Schatz! dich unterwinden,
Und wie es dir im stillen Herzen däucht,
Mit lauter Stimme selbst verkünden?
Weihllachtskindcr.
Der Winter ist den Kindern hold,
Die jüngsten sind's gewohnt.
Ein Engel kommt, die Flüglein Gold,
Der guten Kindern lohnt.
Sie sind geschickt, sie sind bereitZu mancher Jahre Lauf;
Nun sind wir fromm auf Lebenszeit,
Der Himmel that sich auf.
Sie kommen, bringen, groß wie mild,
Ein einzig Weihnachtsfest!
Aus Erden bleibet Ihr sein Bild,
Auch uns im Herzen fest.
Ich weiß, wir dürfen Dir uns nahn,
Uns gönnst Du jede Zeit;
Wie selig ist es zu empfahn,
Und Dank ist Seligkeit!
Bedürfniß macht die Kinder gleich.
Sie blickt und hilft geschwind.
Denn Hoch und Niedrig, Arm und Reich,Das alles ist Ihr Kind.
Schlaf und Nacht. (Atzte spricht.)
Er schwankt heran, er kann mich nicht entbehren,Der holde Knabe! Sanft auf mich gelehnt,
Steht er geblendet! —
(Zum Schlafe.)
Kann dir nicht gewähren,