Im Namen der Bürgerschaft von Carlsbad.
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Was in segensreicher EngeDiese Kaiserstadt umwallet,
Was in fröhlichem GedrängeSeit Jahrhunderten erschallet,Werde diesem Tag zu Theil!Alles Wohl, das hier gequollen,Alle Lust, die hier erschollen,Ruft herab, mit seuervollenSegenswünschen, ihr zum Heil!
Der Kaiserin Lechrr.
Den 1». Juni 1810.
Dich, klein geblümt Gefäß, mit Schmuck und LebenDes Blumenflores malerisch zu umwinden,
Ist zwar zu spät; doch unser Glück zu künden,
Soll nun von Worten dich ein Kranz umgeben.
Und möcht' er auch so zierlich dich umschweben,
Wie ihn die Grazien, die Musen binden;
Rein auszusprechen, was wir rein empfinden,
Ist für den Dichter selbst vergeblich Streben.
Den Lippen, denen Huld und Gunst entquellen,Bon denen Freundlichkeit und Frohsinn wirken,
Hast du, beglückt Gefäß! dich nähern dürfen;
Gekostet haben sie die heißen Wellen. —
O möchten sie'aus unsern LustbezirkenDes Lebens Balsam frisch erquicklich schlürfen!
Der Kaiserin Platz.
Den 1». Juni 1810.
Wenn vor dem Glanz, der um die Herrin schwebet,Das Volk sich theilt, in drängendem Gewühls,Dann gleich um sie sich neu zu sammeln strebet,Stumm erst und staunend, dann im HochgefühleMit Leberuf den Wiederholt belebet;
So spreche nun die Nymphe dieser KühleZu jedem still empfindenden GemütheVon ihrer Anmuth, Heiterkeit und Güte.
Ehrwllrd'ger Fels, der sich vom HimmelsblauenHerab dem Thale reich bemoos't vermählte!
Am schattengrünen Berg ihr bunten Auen,
Die längst zum Bilde sich der Künstler wählte!
Ihr ließt euch stets geschmückt und fröhlich schauen;Doch immer war's, als ob euch Eines fehlte:
'Nun Sie auf euch mit Huld und Steigung blicket,Nun wißt ihr erst, warum ihr euch geschmückt.
Die Sonne wird, o Nymphe! bald sich senken,
An die du mit uns allen dich verwöhnet;
Nicht ohne Schmerz läßt sie entfernt sich denken.
O möchte sie, nach der sich alles sehnet,
Hieher den Weg, froh wiederkehrend, lenken!O möchtest du, wenn du dich neu verschönet,In deinem zweigumwölbten, lust'gen Saale,Sie wiedcrsehn, sie sehn mit dem Gemahle!
Der Kaiserin Abschied.
Den 22. Juni 1810.
Lasset uns die Nacht erhellenAbermals mit bunten Feuern!
Die von Felsen, die von WellenWiederglänzend Ihr betheuernUnsrer treuen Wünsche Gluth.Abermals zur MorgenstundeSammle sich die bunte Menge,Stimme fröhliche Gesänge;
Von dem Herzen zu dem MundeStröme neuer Lebensmuth!
Hörner schallen, Fahnen fliegen,Trommeln künden frohe Feier;
Aber ach! auf allen ZügenLiegt es wie der Wolkenschleier,
Der um Gipfel sich gethan.
Und so spricht's aus trüben Blicken:Sie, die unser sich bemeistert,
Uns erhoben, uns begeistert,
Ach! Sie zieht in AugenblickenLangsam scheidend, berghinan.
Die, zu uns hernieder steigend,
Mit uns wandelt unsre Pfade,
Unserm Gruße freundlich neigend,
Die allseitig heitre Gnade,
Sie zu missen, welch ein Schmerz! —Tröstet euch! auch Sie empfindet,
Und die Muse soll's euch sagen:
Denn die Muse darf es wagen,
Die das Innre wohl ergründet,
Auch zu blicken Ihr in's Herz.
„An der Kluft, vom Fels umschlossen,Dem der größte Schatz entquillst;
Bei dem Volk, das unverdrossenJunggewohnte Pflicht erfüllet,
Allen dient uin kleinen Lohn;
In dem Menschenreichen Thale,
Dem von allen Ort - und EndenHülfsbedürft'ge zu sich wenden,Herrsch' ich nun im grünen Saale,Herrsche von dem Blumenthron.
„Und so seh' ich AbgesandteVieler Völker, die mich ehren;
Freunde find' ich, Nahverwandte,
Die ganz eigens mir gehören,